Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
479.959
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Wohnungsrenovierung - Fällt dies unter die gewöhnliche Abnutzung, die vom Mietzins gedeckt ist?


29.07.2005 12:36 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Ich habe zum 31.07.05 meine Mietwohnung, die ich zusammen mit einer Mitbewohnerin bewohnte, gekündigt.
Als wir einzogen war die Wohnung neu gestrichen. Mit dem Vermieter wurde mündlich vereinbart, dass die Wohnung bei Auszug renoviert würde.
Nun haben wir die Wohnung neu gestrichen, sie ist jedoch teilweise fleckig gestrichen.
Können wir uns jetzt noch auf die Unzulässigkeit einer Endrenovierungsklausel berufen( von der wir erst nach dem Streichen erfuhren) um nicht erneut "unfleckig" zu streichen? ( Wir haben die Wohnung anderthalb Jahre lang bewohnt)

Als wir einzogen lag ein Teppich in der Wohnung, der leicht gewellt war. Daher haben wir neuen Teppich verlegt. Auf diesem sind mittlerweile alerdings Flecken. Wir haben versucht sie auszuwaschen, sie lassen sich aber nicht völlig beseitigen.
Fällt dies unter die gewöhnliche Abnutzung, die vom Mietzins gedeckt ist?

Vielen Dank!
Sehr geehrter Ratsuchender,

sofern die Klausel zur Auszugsrenovierung nicht berücksichtigt, wie lange die letzte Schönheitsreparatur zurückliegt, würden Sie unangemessen benachteiligt (BGH WM 2003, 436).

Sie müssen nun also in den Vertrag schauen, ob dieses bezüglich Schönheitsreparaturen festgehalten worden ist. Ohne Vorlage des vertrages ist eine abschließende Einschätzung nicht möglich; ggfs. sollten Sie einen Kollegen vor Ort aufsuchen.

Ansonsten werden Sie renovieren müssen (OLG Köln WM 88,22).

Geschuldet ist mittlere Art und Güte (BGH RE WM 88, 294), wobei "Hobby-Qualität nicht ausreicht (LG Berlin GE 2000,677); streifige Flächen sind nicht hinzunehmen, wobei es auf die Intensität anhommen wird. Als Maßstab sollten Sie sich überlegen, ob Sie die Flecken als neuer Mieter hinnehmen; ist dieses zu verneinen, sollten Sie nochmals streichen.



Beim Teppichboden kommt es auf die Größe der Flecken an. Größere (ca 5cm Durchmesser) Flecken braucht der Vermieter nicht hinnehmen.

Da Sie aber den Teppich neu verlegt haben (was vielleicht sogar Vermietersache gewesen wäre), sollte hier eine Einigung mit dem Vermieter möglich sein, auch hinsichtlich einen Abzuges Neu-für-Alt.

Auf jeden Fall sollten Sie vor Übergabe die strittigen Fälle dokumentieren.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60065 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Der Anwalt hat meine Fragen ausführlich beantwortet und mir weitere Aspekte aufgezeigt, die ich dringend mit meinem Anwalt besprechen muss. Vielen Dank. Dass mein Rechtsempfinden leider ein anderes ist, als die tatsächliche ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ausführliche Beantwortung aller Fragen. Keine Allgemeinplätze, sondern konkrete Informationen und Erläuterungen. Ich bin sehr zufrieden mit der Art und Weise der Bearbeitung! Danke! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
RA war sehr deutlich und sehr gut verständlich ...
FRAGESTELLER