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Wohnungsrecht - verpflichtende Minderung

23.06.2022 15:43 |
Preis: 60,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Mein Bruder will meiner Mutter zu Lebzeiten das Haus abkaufen und ihr ein lebenslanges Wohnungsrecht geben. Da wird ja normalerweise die Minderung des Kaufpreises errechnet. Ist denn die Minderung verpflichtend oder kann mein Bruder auch darauf verzichten, wenn er den gesamten Wert des Hauses bezahlen will? Wird die Kaufpreisminderung automatisch abgezogen? Wir wirkt sich das steuerlich für meine Mutter aus?

23.06.2022 | 17:09

Antwort

von


(735)
Throner Str. 3
60385 Frankfurt am Main
Tel: 069-4691701
E-Mail:
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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsangaben wie folgt beantworte:


Die Eintragung eines lebenslangen Wohnrechts in das Grundbuch (nur dann wäre ihre Mutter wirklich abgesichert) ist bei einem Verkauf unter Verwandten möglich und durchaus üblich.


Entsprechend der voraussichtlichen Lebensdauer des Empfängers des Wohnrechts und des Werts des lebenslangen Wohnrechts kann man daher eine Minderung des entsprechenden Kaufpreises der Immobilie errechnen, dies ist korrekt.


Allerdings gibt es keine gesetzliche Verpflichtung dieses Wohnrecht bei der Bemessung des Kaufpreises auch zu berücksichtigen.

Es gibt also keinen automatischen Abzug o.ä. bei dem Kaufpreis, sondern es steht dem Bruder frei das Haus auch zu dem „vollen Preis" ohne Berücksichtigung des Wohnrechts zu erwerben.


Zur steuerlichen Auswirkungen bei ihrer Mutter: Generell dürften bei ihrer Mutter durch den Verkauf keine Steuern anfallen, wenn es sich um eine langjährig selbstgenutzte Immobilie handelt.


Eine entsprechende Spekulationssteuer kommt regelmäßig nur in Betracht wenn zwischen Kauf und Verkauf lediglich 10 Jahre vergangen sind.


Es besteht nur die Möglichkeit, daß die Nichtberücksichtigung des Wohnrechts als Schenkung von ihrem Bruder an ihre Mutter vom Finanzamt gewertet wird.


Dies würde natürlich von verschiedenen Faktoren abhängen, wie z.B. dem Alter ihrer Mutter und inwieweit die jeweiligen Freibeträge überschritten werden.

Wenn dies nicht der Fall ist würde sich die Zahlung des vollen Kaufpreises bei ihrer Mutter steuerlich nicht auswirken.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen


Thomas Mack
Rechtsanwalt




ANTWORT VON

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60385 Frankfurt am Main
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