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Wohnungsrecht im Vermögensausgleich?

| 18.05.2021 11:30 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Meine Frau hat seit 15 Jahren ein Wohnungsrecht eingetragen im Grundbuch unseres Einfamilienhauses. Wir haben beide jeweils 50% Eigentum an dem Haus. Ich bin nun ausgezogen und es wird zur Scheidung kommen. Wie wird das Einfamilienhaus im Vermögensausgleich berücksichtigt? Eine Teilungsversteigerung ist wenig erfolgversprechend, da der Wert durch das Wohnungsrecht stark gemindert ist. Welche Rolle spielt das Wohnungsrecht im Vermögensausgleich (handelt es sich um einen Wert den meine Frau erworben hat und entsprechend ausgleichen muss) und kann ich von meiner Frau eine Nutzungsentschädigung (so ähnlich wie Miete) verlangen? Gibt es dazu ggf. Urteile welche diese Konstellation betreffen?

18.05.2021 | 15:55

Antwort

von


(819)
Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wie das Wohnrecht im Zugewinnausgleich zu berechnen ist, damit hat sich er BGH 2006 und dann wieder abweichend 2015 beschäftigt und die Rechtsprechung mehrfach geändert:

„Ist Vermögen, das ein Ehegatte mit Rücksicht auf ein künftiges Erbrecht erwirbt, zugunsten des Übergebers mit einem Nießbrauch (oder Wohnrecht; Anmerk. der Autorin) belastet, unterliegt der fortlaufende Wertzuwachs der Zuwendung aufgrund des abnehmenden Werts des Nießbrauchs für den dazwischen liegenden Zeitraum bzw.die Zeit zwischen dem Erwerb des Grundstücks und dem Erlöschen des Nießbrauchs nicht dem Zugewinnausgleich."

Eine Nutzungsentschädigung kann dann verlangt werden, wenn die Frau weiter in Ihrem Wohnanteil wohnt.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Strafrecht

Rückfrage vom Fragesteller 18.05.2021 | 18:37

Sehr geehrte Frau Dr. Seiter, vielen Dank für Ihre Antwort.
Bitte noch um Erläuterung zu dieser Stellungnahme:
"Eine Nutzungsentschädigung kann dann verlangt werden, wenn die Frau weiter in Ihrem Wohnanteil wohnt."

Bedeutet dies, dass keine Nutzungsentschädigung verlangt werden kann, wenn mein hälftiger Wohnanteil nicht von ihr genutzt wird, also das halbe Haus unbewohnt wäre? Vielen Dank.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 18.05.2021 | 22:44

Vielen Dank für die positive Bewertung!

Das war im übertragenen Sinne gemeint mit der Haushälfte. Gehört beiden das Haus zur Hälfte, so ist dieses ideell gemeint und nicht an bestimmten Zimmern festgemacht. Ist bereits im Grundbuch eine gesonderte Aufteilung erfolgt, ist das dann tatsächlich anders und an die tatsächlichen Räume gebunden.

Bewertung des Fragestellers 18.05.2021 | 20:43

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