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Wohnungskauf abgesagt - ist Schadenersatz möglich

28. November 2020 08:36 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Wir möchten unsere Eigentumswohnung verkaufen , haben einem Interessenten per E-Mail zugesagt, ohne weitere Details wie Einzug etc zu klären . In der Mail des Käufers hat dieser verlangt, dass wir ein Exposé für die Bank erstellen sollten , so wie dass deren Bankberater die Wohnung vor Finanzierung besichtigen muss. 3 Tage später hat ein anderer Interessent uns ein höheres Angebot gemacht . Wir haben daraufhin dem ersten Interessenten abgesagt mit dem Hinweis auf das bessere Angebot.
Dieser schreibt nun , dass er Staatsanwalt sei und wir einen verbindlichen Vertrag eingegangen sind , er habe bereits 2 Wohnungen abgesagt und bei der eigenen 1 Tag vorher die Zusage zu einem Verkauf gegeben . Hat der Käufer Anspruch auf Schadensersatz von uns? Wir dachten , wir seien mit der einen E-Mail keinen verbindlichen Vertrag eingegangen. Wir waren bei den Vertragsverhandlungen ganz am Anfang, wir hatten weder über Details gesprochen noch darüber , ob wir auf Wünsche des Käufers bzgl Exposé , Besichtigung des Bankers Überhaupt eingehen wollen . Außerdem erscheint es uns doch ziemlich als Amtsmissbrauch, wenn jemand sich durch seinen Beruf als Jurist uns so einschüchtern möchte . Wie sollen wir vorgehen ? Hat er in dem Fall hohe Chance Schadensersatz durchzusetzen, von welchen Summen kann man hier reden? Oder sollen wir klein bei geben und die Wohnung einfach an ihn veräußern?
Vielen Dank

Sehr geehrter Fragesteller,


Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Eine Zusage per Email stellt keinen wirksamen Vertrag dar, weil beim Verkauf einer Eigentumswohnung die notarielle Beurkundung vorgeschrieben ist.

Nur in Ausnahmefällen haben Gericht vor der Beurkundung Schadensersatzansprüche zugebilligt. Wenn in Ihrem Fall aber noch nicht mal ein notarieller Vertrag in Auftrag gegeben worden ist und die Verhandlungen noch ganz am Anfang waren, sehe ich keine Verpflichtung Ihrerseits zum Verkauf der Wohnung


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-

Rückfrage vom Fragesteller 28. November 2020 | 10:18

Danke für die Antwort! Der Interessent gibt ja an , dass ihm Schaden entstanden ist , dadurch dass er 2 Wohnungen abgesagt und bei der eigenen einem Verkauf zugesagt hat. Ist dies grundsätzlich schadensersatzpflichtig? Kann er nicht von seiner Kaufzusage ohne Konsequenz zurücktreten , wenn der Wohnungskauf mit uns nicht zustandegekommen ist? Das wäre in dem Fall ja nicht sein Verschulden, somit ist ihm doch auch kein Schaden entstanden.
Zudem wussten wir nicht Bescheid, dass er bereits 3 Tage nach unserer Zusage einem eigenen Wohnungsverkauf zustimmt . Hätte er uns nicht darüber informieren müssen , davon hatten wir ja nichts gewusst .
Handelt es sich von unserer Seite um vorsätzliche Treuepflichtverletzung? Vielen Dank

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 28. November 2020 | 11:13

Sehr geehrter Fragesteller,

grundsätzlich handelt der potenzielle Käufer auf eigenes Risiko, wenn er seinerseits vor der notariellen Beurkundung Dispositionen trifft, die er hinterher nicht mehr rückgängig machen kann. Nur in Ausnahmefällen, z. B. wenn der Verkäufer seine Verkaufsabsicht nur vorspiegelt oder den Vertragspartner in besonderer Sicherheit wiegt, kann es zu Schadensersatzansprüchen ohne einen notariellen Vertrag kommen.

Das Erfordernis der notariellen Form soll gerade dafür sorgen, dass keine Partei unüberlegt zum Abschluss eines Vertrages genötigt wird.

Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel

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