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Wohnungskauf-Rücktritt, noch ohne Vertrag. Was passiert mit der Anzahlung?

| 15.06.2005 16:09 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Wir haben eine Wohnung, die wir verkaufen möchten. Neulich hatten wir einen Interessenten, mit dem wir uns auf einen Kaufpreis einigen konnten. Er versicherte uns, er sei fest an der Wohnung interessiert und überwies als Anzahlung 10.000 EUR auf unser Bankkonto. Bis dahin war alles mündlich abgesprochen, es gibt keinen Kaufvertrag oder -vorvertrag und für die Anzahlung verlangte der Interessente auch keinerlei Quittung, es gibt nur den Überweisungsbeleg.

Nun, jetzt will dieser Mensch die Wohnung doch nicht kaufen. Kann er die Anzahlung zurückverlangen? Schliesslich haben wir 10 Tage lang nach seiner ersten "festen" Zusage alle anderen Interessenten abgewiesen. Und wir müssen für die Kosten, die die Wohnung in diesen 10 Tagen verursacht hat (Darlehenzinsen, Wohngeld usw), weiter selbst aufkommen.

Dürfen wir die Anzahlung behalten? Oder einen Teil davon? Wieviel?


Sehr geehrte Ratsuchende,

hier werden Sie Pech haben.

Der Vertrag für den Verkauf bedarf der notariellen Schriftform und deshalb auch der "Vorvertrag".

Dieses ist nicht eingehalten worden, so dass die mündliche Zusage der Interessenten "Null und Nichtig" ist. Sie können also keinerlei Rechte gegen den Interessenten geltend machen und müssen daher den Betrag VOLLSTÄNDIG an ihn überweisen.

Bedenken Sie dabei, dass in dieser Zeit zwar Znsen und Wohngeldkosten weiter gelaufen sind, Sie aber sicherlich nach einem notariellen Vertrag diese Kosten bis zur taatsächlichen Übergabe sowieso hätten tragen müssen.

Auch gebe ich zu bedenken, dass Sie immerhin über einen gewissen Zeitraum die Anzahlung hatten, also auch aus der Anzahlung Zinseinkünfte hatten, bzw. hätten haben können, auch die der Interessent sogar einen Anspruch hätte.

Da nicht ersichtlich ist, dass der Interessent hier arglistig oder schuldhaft Ihnen schaden wollte, sollten Sie daher das Geld auch schnell zurückzahlen.

Natürlich können Sie mit den Interessenten über die Höhe verhandelt - rechtlich haben Sie jedoch KEINERLEI Ansprüche auf die Anzahlung oder auch nur einen Teil. Wenn der Interessent also Zugeständnisse wider Erwarten machen sollte, sollten Sie nicht lange überlegen. Fordert er den gesamten Betrag, sollten Sie diesen auch schnell auszahlen.


Ich bedauere, Ihnen keine günstigere Auskunft erteilen zu können, aber so ist nun einmal die rechtliche Situation.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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"Danke für Ihren leider wenig aussichtsreichen aber informativen Kommentar. Wir werden trotzdem versuchen, wegen dem ganzen Ärger eine geminderte Zurückzahlung zu verhandeln. Und beim nächsten festen Interessenten werden wir gleich verlangen, einen schriftlichen Vorvertrag abzuschliessen. "
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