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Wohnungskauf - Bei Übergabe Schimmelbefall - Makler verheimlichte Wasserschaden


16.11.2017 19:18 |
Preis: 60,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich habe eine Maisonette Wohnung gekauft, mit einem ausgebauten Dachgeschoss, in dem sich ein Bad mit Duschkabine, WC und Waschbecken befindet.
Bei der Wohnungsübergabe fiel mir ein dunkler Fleck dicht oberhalb der Fußleiste an der Leichtbauwand zum Bad auf.
Noch im Beisein des Maklers, der den Verkauf und die Übergabe machte, stellten wir unter der Fußleiste und unter dem PVC-Boden des Bades starken Schimmelbefall fest.
Die Spanplatten des Holzfußbodens waren ebenfalls verschimmelt.

Im Verlauf einiger Gespräche mit Vorbesitzer und Makler stellte sich heraus, dass bereits im Vorjahr ein Wasserschaden, verursacht durch den letzten Mieter, bei der Maklerfirma bekannt war.
Angeblich wurde seitens des Mieters der Schaden behoben.

Ich wurde im Verlauf der Verkaufsgespräche weder vom Makler noch vom alten Eigentümer auf den vorherigen Wasserschaden hingewiesen, obwohl ich nach etwaigen Sanierungsmängeln gefragt hatte.
Bei der Verkaufs-Besichtigung der 20 Jahre alten Wohnung waren keine Mängel offenbar.

Habe ich ein Recht auf Schadenersatz zur Behebung des Mangels durch den Makler und/oder Vorbesitzer ?
Oder kann sich der Makler / Vorbesitzer darauf berufen, nichts von dem Schimmelbefall gewusst zu haben, der durch den vorherigen, ihnen bekannten, Wasserschaden ausgelöst wurde ?
16.11.2017 | 20:08

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

In erster Linie haben Sie sich an den Voreigentümer zu halten. Prüfen Sie den Kaufvertrag daraufhin, ob die Sachmängelhaftung ausgeschlossen ist, dies ist üblicherweise der Fall. Dann bleibt Ihnen lediglich noch der Weg, nachzuweisen, dass es sich um einen arglistig verschwiegenen Mangel handelte. Je nach Schaden bzw Mangel wird man mit einem Sachverständigen erwägen müssen, ob dieser Mangel dem Eigentümer verborgen bleiben konnte oder nicht.

Nur weil ein Wasserschaden einmal vorhanden war, bedeutet dies nicht, dass dieser nicht fachgerecht beseitigt worden ist. Hier muss also ein Sachverständiger ran.

Wenn dieser Weg nicht zum Erfolg führt, ist der Makler Ihr Adressat, dieser hat Ihnen zu offenbaren, was er weiß. Wusste er nachweislich von dem alten Wasserschaden, so hätte er das offenbaren müssen. Dies aber müssen Sie in einem Prozess beweisen. Gelingt Ihnen das, so haben Sie gute Chancen auf einen Schadenersatzanspruch.

Natürlich wäre grundsätzlich zu klären, ob der Wasserschaden die Ursache war für den Schimmelbefall.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Alexander Busch

Nachfrage vom Fragesteller 17.11.2017 | 05:39

Ich hatte einen öffentlich bestellten und vereidigten Gutachter für Bauschäden vor Ort, der u.A. Schimmelproben entnommen hat und diese im Labor prüfen ließ.
Daraufhin hat der Gutachter die im Labor analysierten Schimmelsporen in einen ursächlichen Zusammenhang mit einem länger währenden Wasserschaden gestellt.
Der bei der Begutachtung anwesende Mitarbeiter des Maklerbüros, der sich in den Jahren zuvor um die Vermietung der Wohnung gekümmert hatte, räumte im Beisein des Gutachters ein,
dass es im Jahr zuvor einen vom Mieter gemeldeten Wasserschaden gab, der in den Akten vermerkt sei (steht so im Gutachten ) . Der Wasserschaden wurde jedoch angeblich Seitens des Mieters behoben.

Der Chef der Maklerfirma, der mir die Wohnung verkaufte, argumentiert, dass er mit der Wohnung normalerweise nichts zu tun hatte und den Wasserschaden nicht mehr "auf dem Schirm" hatte.
Hat der Makler hier seine Sorgfaltspflicht verletzt ?

Dass es einen vom Mieter verursachten Wasserschaden gab, war auch dem Verkäufer aufgrund von Übergabeprotokollen bekannt, die den Wohnungszustand bei Auszug des Mieters dokumentierten.
Der Verkäufer, den ich erstmalig bei der notariellen Beurkundung traf, erwähnte davon jedoch nichts.

Hätte der Verkäufer auf den Wasserschaden hinweisen müssen ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.11.2017 | 09:41

Naja, im Notartermin darf sich der Verkäufer vermutlich darauf verlassen, dass der Makler den Käufer umfassend informiert hat. Er hätte Sie ja gar nicht aufklären können.

Im Verlauf der Frage hatten Sie noch geschrieben, dass Sie im Verlauf der Verkaufsgespräche weder vom Makler noch vom Eigentümer aufgeklärt worden sind. Nun schildern Sie im Rahmen der Nachfrage, dass Sie den Verkäufer erstmals bei Beurkundung getroffen haben. Also in diesem Fall hatte der Verkäufer offenbar den Makler umfassend beauftragt, so dass dieser wohl auf den Schaden hätte hinweisen müssen.

Es scheint also, als käme hier eher der Makler als Gegner in Betracht.

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