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Wohnungseingangstür nach Einbruch beschädigt. Vermieter will nicht zahlen

| 26.03.2015 16:12 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Wilking


Sehr geehrte Damen und Herren,

bei uns wurde vor kurzem eingebrochen. Die Wohnungstür muss ersetzt werden, die Haustür ist intakt. Wir haben mittlerweile erfahren,dass eine Hausratversicherung die Kosten gedeckt hätte,aber wir besaßen zu diesem Zeitpunkt keine. Der Vermieter weigert sich jetzt, die Kosten zu übernehmen. Laut seiner Aussage würde die Wohngebäudeversicherung seinerseits für den Schaden der Haustür aufkommen, allerdings wäre die Wohnungstür Sache des Mieters. Er könnte uns allerhöchstens entgegenkommen und wir teilen uns die Kosten. Das ist für uns allerdings auch viel Geld und wir sind uns nicht sicher,ob das so stimmt.

Wir haben uns belesen und uns ist der § 535 im BGB, sowie eine kurze Zusammenfassung eines Urteils (AG Köln, Az. 221 C 376/97, aus: WM 1998, S.596: Wird beim Mieter eingebrochen, trägt der Vermieter die Kosten für Beschädigungen an Fenster und Türen. Das gilt auch, wenn der Mieter von seiner Versicherung Leistungen für die Tür erhält)
bekannt.

Allerdings fehlen uns der fachliche Rat,ob diese Informationen tatsächlich stimmen und den Vermieter dazu bringen,einzulenken. Gibt es noch ein Urteil, um unsere Argumentationslage zu verbessern? Wie weisen wir dem Vermieter nach,dass er zahlen muss, bzw reicht das bereits?

Vielen Dank für die Hilfe!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Der Vermieter der Wohnung ist gemäß § 535 Abs. 1 Satz 2 BGB zur Instandhaltung der Mieträume verpflichtet. Hierzu gehört auch, das Mietobjekt mit einer ordnungsgemäß zu verschließenden Eingangstür zu versehen. Neben dem von Ihnen genannten Urteil können Sie auch das Amtsgericht Bad Segeberg, Urteil vom 06.10.2011 - 17 C 336/10 zitieren, das in den Entscheidungsgründen unter I. Nr.3 Absatz 2 zahlreiche weitere Nachweise für die Pflicht des Vermieters zur Reparatur der Eingangstür auf seine Kosten nennt.

Machen Sie den Vermieter unter Nennung des § 535 BGB und der genannten Urteile auf die Rechtslage aufmerksam und setzen Sie ihm eine Frist zur Reparatur der Tür (soweit noch nicht geschehen). Verweigert er weiterhin die Reparatur, sollten Sie einen auf Mietrecht spezialisierten Anwalt vor Ort einschalten - die Kosten hat dann der Vermieter zu tragen, da er sich in Verzug befindet.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 26.03.2015 | 17:16

Vielen Dank für die schnelle und kompetente Beantwortung der Frage.

Es ist so, dass der Vermieter die Tür heute zwar reparieren ließ,sich aber weigert, die Kosten zu tragen, bzw wie oben beschrieben die Hälfte der Kosten an uns abgeben will.

Der Plan wäre nun,ihn nochmal, mit den von Ihnen genannten Fakten auf seine Pflicht aufmerksam zu machen. Wenn wir dann zu einem Anwalt vor Ort gehen müssen, hat der Vermieter dann auch diese Kosten zu tragen? Die Reparatur hat er zeitnah veranlasst.

Vielen Dank nochmal und freundliche Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.03.2015 | 18:01

Vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Wenn der Vermieter die Tür bereits auf seine Kosten repariert hat, hat er seine Pflicht erfüllt. Sie sollten dann unter Verweis auf die Rechtslage eine Zahlung der anteiligen Kosten verweigern, das Einschalten eines Anwalts ist aber dann nicht unbedingt nötig. Die Kosten für einen Rechtsanwalt muss der Vermieter bei einer reinen Forderungsabwehr in der Regel nicht übernehmen. Sollte der Vermieter die Forderung aber gerichtlich geltend machen, würden Sie die Kosten eines dann eingeschalteten Anwalts erstattet bekommen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Jan Wilking, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 26.03.2015 | 18:21

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