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Wohnungseigentumsrecht - Veräußerung Eigentumswohnung und die Tiefgaragenstellplätze


| 18.12.2006 13:51 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Hallo,

Herr XY besitzt eine Eigentumswohnung in Musterstadt, die er selbst bewohnt. In der City hat er zwei Tiefgaragenstellplätze im Teileigentum. Vor einem Jahr hat er sein Wochenendhaus verkauft.

Nun möchte er die Eigentumswohnung und die Tiefgaragenstellplätze verkaufen.
Kann er dies steurlich unbenklich tun?

Vielen Dank.
Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Anfrage beantworte ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt:

Ich gehe davon aus, dass sich die Steuerproblematik lediglich auf die Einkommenssteuer beschränkt.

Hinsichtlich der Veräußerung ist § 23 EStG Private Veräußerungsgeschäfte einschlägig.

Danach unterliegt eine möglicher Gewinn aus dem Verkauf der Eigentumswohnung als privates Veräußerungsgeschäft nicht der Einkommenssteuer, wenn gem. § 23 Abs. 1 Nr. 1 Satz 3 EStG zwischen Anschaffung/Fertigstellung die ETW nur zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurde

oder im Jahr der Veräußerung und den vorangegangenen Jahren ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurde.

Hinsichtlich der Tiefgaragenplätze gilt das gleiche, wenn diese zu der ETW gehören.

Gehören diese nicht zur der ETW gilt die 10 Jahresfrist nach § 23 Abs. 1 Nr. Satz 1 EStG.

Danach können bei Tiefgaragenplätze, die im Teileigentum stehen, diese nach einer Frist von 10 Jahren veräußert werden, ohne das ein eventueller Gewinn zu versteuern wäre.

Ich hoffe Ihnen eine erste Orientierung gegeben zu haben.

Anbei noch die einschlägige Regelung im EStG.

Mit besten Grüßen

RA Schröter

§ 23 EStG Private Veräußerungsgeschäfte
(1) 1Private Veräußerungsgeschäfte (§ 22 Nr. 2) sind
1.
Veräußerungsgeschäfte bei Grundstücken und Rechten, die den Vorschriften des bürgerlichen Rechts über Grundstücke unterliegen (z.B. Erbbaurecht, Mineralgewinnungsrecht), bei denen der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als zehn Jahre beträgt.2Gebäude und Außenanlagen sind einzubeziehen, soweit sie innerhalb dieses Zeitraums errichtet, ausgebaut oder erweitert werden; dies gilt entsprechend für Gebäudeteile, die selbständige unbewegliche Wirtschaftsgüter sind, sowie für Eigentumswohnungen und im Teileigentum stehende Räume.3Ausgenommen sind Wirtschaftsgüter, die im Zeitraum zwischen Anschaffung oder Fertigstellung und Veräußerung ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken oder im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Jahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurden;

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