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Wohnungseigentumgesetz

29.11.2012 14:22 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Hallo

Ich habe vor 2 Jahren eine Eigentumswohnung in einem Haus mit 34 Parteien
gekauft.
Bei der Heizungs u. Warmwasserabrechnung werden 30% nach der beheizbaren
Wohnungsgrundfläche abgerechnet. Meine Wohnung wurde dabei mit 88 qm
berechnet.

Jetzt stellte sich bei einer neuen Berechnung heraus, dass meine beheizbare Wohnungsgrundfläche und die 7 darunter liegenden Wohnungen nur 79 qm groß sind. Die fehlerhafte Berechnung bestätigte auch der Architekt der die Wohnungen vor 4 Jahren berechnet hatte.

Nach meiner Reklamation bei der Hausverwaltung, die 79 qm bei der neuen Heiz-
kostenabrechnung zu berücksichtigen, wurde mir mitgeteilt, dass das nur möglich
sei, wenn bei der nächsten WEG-Versammlung dies mit einer einfachen Mehrheit beschlossen würde.

Meine Fragen:
1. Muss die neue Berechnung von der WEG beschlossen werden?
2. Wer muss für die fehlerhafte Berechnung aus der Vergangenheit gerade stehen?
3. Warum wird überhaupt mit diesen 30% gerechnet.

4. Auf dem Grundstück sollte ein Baum gefällt werden. Da ein Wohnungseigentümer
im Vorfeld dagegen war wurde nach Aussage der Hausverwaltung keine Abstim-
mung mehr gemacht, war das richtig. ( Bauveränderung ???? )

MfG

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Hier geht es um die Verteilung der gemeinschaftlichen Kosten im Sinne des § 16 Abs. 2 WEG. Welcher Umlagenschlüssel angewendet wird, ergibt sich üblicherweise aus der Teilungserklärung.

Die Kosten für die Heizung und das Warmwasser sind Bestandteil der Betriebskosten, über die in der Jahresabrechnung abgerechnet wird. Durch die Änderung der Wohnungsgröße ändern sich die Abrechnungen. Ob die Abrechnungen zu ändern sind, entscheidet die Eigentümergemeinschaft bei der Eigentümerversammlung; vgl hierzu auch das Urteil des BGH vom 01.04.2011, Az.: V ZR 162/10.


2.

Hinsichtlich Fehlern aus der Vergangenheit müssen ebenfalls Beschlüsse dahingehend gefaßt werden, daß Neuberechnungen erfolgen. Zu berücksichtigen ist die Verjährungsfrist von drei Jahren.


3.

Gem. §§ 7 und 8 HeizKV sind die Heiz- und Warmwasserkosten mindestens zu 50 % und höchstens zu 70 % nach dem erfaßten Verbrauch abzurechnen. Sie haben also eine Verteilungsquote von 70 % Verbrauch und 30 % Grundfläche. Das ist nicht zu beanstanden.


4.

Bezüglich des Baums haben Sie die Möglichkeit, dessen Fällung als Tagesordnungspunkt auf die Tagesordnung der nächsten Eigentümerversammlung zu setzen. Dann werden die Eigentümer darüber abzustimmen haben, ob der Baum gefällt werden soll.

So wie der diesbezügliche Sachverhalt geschildert wird (ein Wohnungseigentümer sei im Vorfeld dagegen gewesen und deshalb sei nicht abgestimmt worden), dürfte es nicht gewesen sein. Vielleicht ist der diesbezügliche Punkt von der Tagesordnung genommen worden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Raab, Rechtsanwalt


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