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Wohnungseigentum unverheirateter - Rechte & Pflichten?

| 28.02.2014 10:56 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Zusammenfassung: Die Auseinandersetzung einer in Miteigentum stehenden Wohnung in nichtehelicher Lebensgemeinschaft

Ich habe zusammen mit meinem Freund eine Wohnung gekauft.

Beide wurden zu gleichen Teilen im Grundbuch eingetragen. Nun ist die Beziehung beendet und mein Freund weigert sich mir Auskunft darüber zu erteilen, ob die Wohnung vermietet ist. Er hat die Schlüssel zu der Wohnung.
Er möchte mir einen lächerlichen Preis für meinen Anteil bezahlen.

Kann er die Wohnung überhaupt ohne meine Zustimmung vermieten ?

Was kann ich hier rechtlich machen ?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ihr Exfreund war natürlich nicht berechtigt, die gemeinsame Eigentumswohnung eigenmächtig zu vermieten. Es hätte dazu Ihrer Einwilligung gebraucht, da die Wohnung ihrer gemeinschaftlichen Verwaltung unterliegt, § 744 I BGB.
Jeder Miteigentümer kann danach nach billigem Ermessen und seinem Miteigentumsanteil entsprechend die Nutzung der Wohnung verlangen. Ob sich ihr Exfreund auf ein Notverwaltungsrecht berufen könnte, § 744 II BGB, da die Wohnung sonst leer gestanden hätte, verwahrlost wäre oder „nur" unwirtschaftlich gewesen wäre, kann ich aufgrund des Sachverhaltens nicht beurteilen.

Da die Wohnung jetzt aber vermietet ist, haben Sie Anspruch auf die hälftige Miete, § 743 I BGB ! Fordern Sie ihn per Einschreiben und unter Fristsetzung auf, Auskunft über die Nutzung der Wohnung und der Mietmodalitäten zu geben und Ihnen einen Schlüssel zukommen zu lassen (bzw. suchen sie doch die jetzigen Mieter auf, weisen ihr Miteigentum mittels Grundbuchauszug nach und bitten diese um eine Kopie des Mietvertrages).

Weisen Sie Ihren Expartner darauf hin, dass Sie bei Nichteinigung über die Nutzung der Wohnung auch die Teilungsversteigerung in Erwägung ziehen, § 753 BGB. Sie können jederzeit die Aufhebung und Auseinandersetzung der Gemeinschaft durch Verkauf und Teilung des Erlöses betreiben. Eine Vereinbarung zum freihändigen Verkauf bzw. das Beibehalten der Vermietung wäre aber sicherlich gewinnbringender. Auf eine indiskutablen Preis müssen Sie sich nicht einlassen. Reagiert ihr Exfreund auf ihr Schreiben nicht bzw. erhalten Sie auch keine Informationen von den jetzigen Mietern, sollten Sie eine Rechtsanwalt zur Wahrung ihrer Rechte aufsuchen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 14.05.2014 | 16:10

Bzgl. der Teilungsversteigerung. Was müsste ich tun, wie lange würde das Dauern und was würde das mich kosten ???

Wohnung hat einen Wert von € 40.000,00.

BG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.05.2014 | 17:32

Guten Tag BG,

Den Antrag auf Teilungsversteigerung stellen sie beim Amtsgerichtsbezirk, wo die Wohnung liegt. Ein Anwalt ist nicht erforderlich. Bei einem Verkehrswert von 40000 Euro fallen Gerichtskosten von 714 Euro an zuzüglich dem Verkehrswertgutachten, das vom Gericht in Auftrag gegeben wird, es sei denn, sie haben eines, das das Gericht übernimmt. Kosten Gutachter nach Verkehrswert und Aufwand, § 34 HOAI, ca. 350 Euro. Diese Kosten werden vorab vom Versteigerungserlös abgezogen. Sie bleiben also nur auf den Kosten sitzen, wenn die Wohnung keinen Käufer findet. Dauer des Verfahrens: mind. ein halbes Jahr, je nach Auslastung des Gerichts.

Mit freundlichen Grüßen
A. Schmidt-Fröhlich

Bewertung des Fragestellers 16.05.2014 | 10:47

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FRAGESTELLER 16.05.2014 5/5,0