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Wohnungseigentum, Verwaltung, Schadensersatzforderung möglich?


| 30.11.2009 08:59 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Sachverhalt:
Wir sind Miteigentümer an einem Ärztehaus. Der Hausverwalter bringt durch seine Untätigkeit alle Mieter gegen sich auf.
Wir wollen gerne den Hausverwalter per Eigentümerversammlung
baldmöglichst ablösen. Eile ist geboten, weil in der Nachbarschaft
ein neues Ärztehaus entsteht und die Mieter eine Alternative haben,
wir danach nicht mehr.
Hausverwaltung und Mehrheitseigentümer stellen sich taub.
Fragen:
Haben wir die Möglichkeit, auf Eigentümer Druck auszuüben? Die Versäumnisse und Fehlleistungen des Verwalters sind belegt, können wir mit Schadensersatzforderungen (grobe Fahrlässigkeit?) drohen (Mietausfälle, Wertverlust der Immobilie?),wenn trotz besseren Wissens der Verwalter weiter gehalten wird?
Können wir dem Verwalter mit Schadensersatzforderungen drohen. Vielleicht "schmeißt er hin?"


Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Über die Abberufung des Verwalters beschließen die Wohnungseigentümer mit Stimmenmehrheit nach § 26 Abs. 1 Satz 1 WEG.

Einzelne Wohnungseigentümer könnten ein gerichtliches Abberufungsverfahren in Gang setzen.
Dies würde aber voraussetzen, dass Ihnen zunächst die Anrufung der Eigentümerversammlung unzumutbar wäre oder bereits der Versuch, einen Mehrheitsbeschluss zur Abberufung des Verwalters zu erwirken, fehlgeschlagen ist.

Die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen macht aber nur dann Sinn, wenn der Verwalter für durch Pflichtverletzungen entstandene Vermögensschäden haftbar gemacht werden kann.

Da Sie vorgetragen haben, dass die Versäumnisse und Fehlleistungen des Verwalters belegt seien, sollten Sie in Erwägung ziehen, sich durch einen Kollegen vertreten zu lassen, um das weitere Verfahren zu fördern.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Die moderne Kommunikation ermöglicht insoweit auch die Überbrückung größerer Entfernungen.


Nachfrage vom Fragesteller 30.11.2009 | 12:37

Sehr geehrter Herr Roth,
vielen Dank für die schnelle Antwort. Die Frage mit der Drohung von Schadensersatzforderungen direkter formuliert:
Unter der Prämisse, wir können später den lückenlosen Nachweis führen, dass uns durch die Untätigkeit (und Inkompetenz) des Verwalters ein Vermögensschaden entstanden ist:

Ist die Drohung ein stumpfes Schwert, oder ist sie wirksam?

Wir wollen mit der Drohung erreichen, dass

1. Eine Sondereigentümerversammlung einberufen wird.
2. Der Verwalter in dieser abberufen wir oder der Verwalter von sich aus zurücktritt.

Wir kennen am Ort keinen Rechtsanwalt, der uns in dieser taktischen Frage mit juristischem Hintergrund klug beraten könnte. Vielleicht könnten Sie das später für uns tun. Zunächst aber diese Nachfrage, damit wir das Schreiben an die anderen Eigentümer mit Kopie an den Verwalter endformulieren und abschicken können

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.11.2009 | 12:45

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag und den konkretisierenden Angaben zum Sachverhalt.

Sie schlagen jedenfalls den richtigen Weg ein, über die Eigentümerversammlung die Abberufung des Verwalters zu erreichen und in der Sache Druck gegenüber dem Verwalter auszuüben.
Wenn dies fehlschlägt, können Sie - wie bereits vorgetragen - auch noch gerichtliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Für eine weitere Vertetung stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.



Mit freundlichen Grüßen
RA K. Roth

www.kanzlei-roth.de

Bewertung des Fragestellers 30.11.2009 | 15:11


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