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Wohnungseigentum - Ex-Frau will Betrag aus Eigentumswohnungsverkauf zurück

22.11.2005 11:57 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Meine Schwiegereltern haben während unserer Ehe eine Eigentumswohnung gekauft, in der wir gelebt haben. Wir haben Sie mit viel Aufwand in Stand gesetzt. Die Wohnung wurde dann auf meine Frau überschrieben und wir haben meinen Schwiegereltern den ursprünglichen Betrag zurückbezahlt.Danach wurde die Wohnung verkauft. Den Gewinn aus dem Verkauf durften wir behalten und für ein dann gekauftes gemeinsam bewohntes Haus einsetzen. Nun vor unserer Scheidung fordert meine Frau diesen Geldbetrag zurück. Alles geschah während unserer Ehe.
Ist dies so korrekt?
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Sehr geehrter Ratsuchender,

da nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung die Schwiegereltern den ursprünglich geschenkten Betrag zurückerhalten haben, ist nicht so ganz ersichtlich, welche Beträge Ihre Frau nun von Ihnen zurückerhalten will.

Den Gewinn aus dem Verkauf der ETW haben beide Eheleute gemeinsam erwirtschaftet; dabei kann es dahingestellt bleiben, ob das Geld ursprünglich von den Schwiegereltern stammt (die diese Schenkung unter der Voraussetzung der bestehenden Ehe geleistet hatten), da diese das Geld ja zurückerhalten haben (und nur die Schwiegereltern im übrigen einen Anspruch gehabt hätten).

Irrelevant ist dabei auch, ob Sie die ehemalige ETW mit viel Aufwand instand gesetzt haben, da das Geld dann beiden Eheleuten zugeflossen ist und jeder seine Leistung auch wieder in Hinblick auf die Ehe erbracht hat; auch dafür gibt es keinen Ausgleich.

Bezüglich des Hauses kommt es nun darauf an, wer im Grundbuch eingetragen ist, da dieses Haus nun nach den allgemeinen Regeln des Zugewinnausgleiches zu bewerten sein wird.

Sind beide Partner gemeinschaftlich im Grundbuch eingetragen, wird der Wert hälftig geteilt; ist nur ein Ehepartner eingetragen, wird er im Rahmen des Zugewinnes Ausgleich leisten müssen, ABER nur bezogen auf den Wert des Hauses; die ehemalige Schenkung bleibt dabei außen vor.

So, wie Sie es schildern, wird die Ansicht der Ehefrau NICHT korrekt sein.

Da aber, wie Sie der Antwort entnehmen können, sicherlich noch die eine oder andere Frage geklärt werden muss, sollten Sie eine individuelle Beratung, die dieses Forum nicht ersetzen kann (siehe Button "Hilfe"), ernsthaft in Betracht ziehen. Dieses kann selbstverständlich über unser Büro erfolgen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle


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