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Wohnungsbesichtigungen bei Neuvermietung


| 30.12.2013 14:18 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von



Ausgangsituation:
* Meine Frau und ich haben unsere gemeinsam, angemietete Wohnung gekündigt; bis zum 28.02.2014
* Unser neuer Haupt-Wohnort liegt ca. 55 Km von der gekündigten Wohnung entfernt
* Wir sind beide Berufstätig (Arbeitszeit Montag bis Freitag von 8 - 18 Uhr)
* Meine Frau arbeitet ca. 250 Km entfernt; fährt also Montag zum Zweitwohnsitz und kommt Freitag Abend zurück

Problem:
Unser alter Vermieter wies uns darauf hin, dass wir mind. 1x wöchentlich Zugang zur Wohnung zwecks Besichtigung / Neuvermietung gewähren müssen

Unsere Fragen:
1. Wie häufig und wie lange müssen wir dem bisherigen Vermieter, unter Berücksichtigung unserer beruflichen Situation und des neuen Wohnortes, pro Monat Zugang zur Wohnung gewähren?

2. In welcher Form (Brief, eMail, etc.) und mit welcher Vorlaufzeit müssen die Termine von ihm angekündigt werden?

3. Welche Möglichkeiten habe ich Alternativvorschläge zu unterbreiten?

4. Könnten wir bis zum Vertragsende bereits jetzt, die von uns möglichen Termine (z.B.: 5 Samstage mit Datum, zw. 10 - 11 Uhr) konkret vorgeben?

Vielen Dank für Ihren Rat
schöne Grüsse

30.12.2013 | 16:30

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Fragen auf Grundlage der übermittelten Informationen. Bitte berücksichtigen Sie, dass dieses Forum nur eine erste Orientierung bieten und keine umfassende Rechtsberatung ersetzen kann.

Zunächst wäre zu prüfen, ob sich in Ihrem Mietvertrag eine diesbezügliche Regelung finden lässt. Hier wäre dann die Wirksamkeit einer solchen Klausel zu überprüfen. Fehlt eine solche Regelung greift keine ausdrückliche gesetzliche Regelung.

Konkret zu Ihren Fragen:

1)Nach einer Entscheidung des LG Kiel (01.06.1992 - 1 S 26/91) ist die Zugangsgewährung für Kaufinteressenten einmal in der Woche ausreichend und nicht vertragswidrig. Dies dürfte auch in Ihrem Fall angemessen sein. Ihr Vermieter geht ja auch nach Ihrer Schilderung selbst davon aus.

2)Eine bestimmte Form ist bei der Ankündigung grundsätzlich nicht einzuhalten. Sie können Ihren Vermieter allerdings entsprechend auf eine Form verweisen.

Der Vermieter hat auf Ihre Situation Rücksicht zu nehmen und Termine rechtzeitig anzukündigen. Eine solche Ankündigung innerhalb von weniger als 24 Stunden ist auf jeden Fall zu kurzfristig. Angemessen dürften mehrere Tage sein.

3)Selbstverständlich können Sie Alternativvorschläge unterbreiten und sollten das gegebenenfalls auch vornehmen.

4)Tatsächlich rate ich Ihnen, genauso wie Sie es vorhaben, hier auch vorzugehen:

Teilen Sie dem Vermieter die Tage nebst Zeitfenster mit, wann Sie den Zugang ermöglichen. Sollten auch abweichende Tage (Uhrzeiten) möglich sein, nehmen Sie noch einen Zusatz auf, dass im Ausnahmefall (aufgrund der Entfernung) Abweichungen vereinbart werden können. Dieser Wunsch des Vermieters wäre dann aber mit einer angemessenen Vorlaufzeit an Sie heranzutragen.

Bitte berücksichtigen Sie, dass aufgrund des Fehlens einer konkreten gesetzlichen Regelung die Beurteilung der Angemessenheit durch die Gerichte erfolgt, insoweit also unterschiedlich am konkreten Einzelfall entschieden wird.

Ich hoffe, dass ich Ihnen so in einer ersten Einschätzung weiterhelfen konnte und stehe Ihnen auch gern weiter für Rückfragen zur Verfügung. Dazu können Sie die kostenlose Nachfragefunktion dieses Forums nutzen.


Rechtsanwalt Arne Pfaus

Ergänzung vom Anwalt 31.12.2013 | 20:03

Sehr geehrter Fragesteller,

ich darf noch hinzufügen, dass Sie entsprechend meinen Ausführungen mehr als 5 Termine anbieten und auch das Zeitfenster etwas großzügiger gestalten sollten, z.B. Samstags von 10:00 bis 13:00 Uhr. Sie können in Ihrem Schreiben Ihren Vermieter ja auffordern, Ihnen rechtzeitig mitzuteilen, ob und wann Termine zu dem jeweiligen Datum gemacht wurden, also Ihre Anwesenheit überhaupt erforderlich ist.

Im Übrigen wird diese Vorgehensweise vermutlich sogar ganz im Sinne Ihres Vermieters sein, da dieser die Besichtigungstermine zu den von Ihnen angezeigten Terminen vereinbaren kann, ohne jedes Mal mit Ihnen wieder Rücksprache halten zu müssen, ob der konkrete Termin auch Ihnen zeitlich passt.

Mit freundlichen Grüßen

Arne Pfaus
Rechtsanwalt
Bewertung des Fragestellers 01.01.2014 | 15:04


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