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Wohnungsabschlusstür

| 30.07.2014 18:14 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Dratwa


2007 wurde Folgendes beschlossen: "Die im Gemeinschaftseigentum stehenden Fenster- und Wohnungsabschlusstüren sollen in Zukunft wie Sondereigentum behandelt werden. Jeder Eigentümer kommt für die Wartungs- und Reparaturkosten oder Erneuerung selber auf. Bei Erneuerung sind die neuen Fenster in Farbe und Profil an die vorhandenen Fenster anzupassen. Grundsätzlich sind alle anwesenden Eigentümer mit der Erneuerung der Wohnungsabschlusstüren und Fenster WE EG auf Kosten der jeweiligen Wohnungseigentümer einverstanden, wenn das äußere Bild nicht verändert wird. Die Wohnungstüren im EG sollen einheitlich sein, dürfen aber von den übrigen Türen abweichen."

Damals wollten die Eigentümer des EG neue Türen anschaffen und haben dies auch einheitlich getan. 2011 wollte auch ich meine Türen erneuern und damit auch die Abschlusstüre. Ich wollte weiße Türen einbauen lassen, aber mein Nachbar bezog sich auf die Einheitlichkeit und bestand darauf, dass sie braun sein solle. Man muss dazu sagen, dass im OG zu dieser Zeit oben links eine buchefarbene Tür und rechts eine weiße Wohnungsabschlusstür eingebaut war. Im Protokoll der Eigentümerversammlung wurde daraufhin Folgendes festgehalten: "Da alle übrigen Abschlusstüren braun sind, (was ja schon damals nicht stimmte) soll die Türe von außen ebenfalls in passendem braunen Ton gehalten sein ... Die Einheitlichkeit in Farbe und Ausführung ist zu wahren." Die Parteien verständigen sich darauf, "ihre Wohnungsabschlusstüren im nächsten Jahr einheitlich zu erneuern."

Ich habe dann doch keine Türe angeschafft, weil meine Türe innen weiß und außen macore- bzw mahagonifarben hätte sein müssen und das mit Mehrkosten verbunden gewesen wäre. Mein Nachbar hat sich nach Austausch einiger Angebote für eine Tür entschieden und einbauen lassen. Ich habe stattdessen meine bestehenden Türen innen dunkelbraun und außen mahagonifarben lasiert und auch die gleichen Türgriffe montiert, wie mein Nachbar. Leider ist der gestrichene Ton etwas dunkler ausgefallen, aber er unterscheidet sich meines Erachtens nicht so sehr, dass dies rechtfertigen würde die ganze Türe ersetzen zu müssen, was jetzt vor kurzem mein Nachbar durch die Eigentümerversammlung durchzusetzen versuchte. Ich soll sie nun farblich anpassen, was kaum möglich sein wird, da man nicht einen helleren Ton lasieren kann. Was kann oder muss ich also tun? Kann ich dagegen Einspruch erheben, oder mich gar weigern? Darf die HV mir Konsequenzen androhen, wenn ich alles so belasse, obwohl alle Türen im Haus uneinheitlich sind?

Vielen Dank im Voraus

Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst vielen Dank für Ihre Frage.

Nach dem Beschluss aus dem Jahr 2007 sollen die Wohnungstüren im EG einheitlich sein. In welcher Farbe die Wohnungstüren gehalten sein sollen, ergibt sich aus dem Beschluss selbst nicht. Insoweit ist das Protokoll der Sitzungsschrift heranzuziehen, wonach die Wohnungstüren im EG von außen in einem passenden braunen Ton gehalten sein sollen, wobei und die Einheitlichkeit in Farbe und Ausführung zu wahren ist.

Ihr Nachbar hat die Wohnungstür in einem Braunton fertigen lassen, der sich von Ihrer Wohnungstür, die von außen in Mahagoni gehalten ist, im Ton unterscheidet. Nun kommt es darauf, in welchem Braunton die weiteren Wohnungstüren im EG gehalten sind. Sind diese in einem gleichen Ton wie die Tür Ihres Nachbarn von der Farbintensität, müssen Sie leider Ihre Wohnungstür von der Farbe her anpassen, da nach dem Beschluss ein einheitliches Bild bezüglich der Wohnungstüren im EG gewahrt werden soll. Welche Farbe die Wohnungstüren im OG haben, ist nicht maßgebend, da sich der Beschluss nur auf die Wohnungstüren im EG bezieht und diese sind einheitlich von der Farbe her - Braunton - zu gestalten.

Mit freundlichem Gruß

Peter Dratwa
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 30.07.2014 | 20:39

Sehr geehrter Herr Dratwa,

Das Haus hat insgesamt 4 x 2 Türen, also immer zwei Türen auf einer Etage nebeneinander. Ich selbst wohne im OG 1, also nicht im EG, wie Sie vermuten mussten. Diese Etage ist optisch, für sich genommen, unabhängig. Aber auch diese Türen sollen ja nach Aussage des letzten Protokolls in Farbe und Ausführung einheitlich sein. Im UG wurde auch eine neue Tür angeschafft, selbst diese hat einen anderen Ton, da das bei verschiedenen Herstellern nie ganz einheitlich sein kann. Würde das also an Ihrer Einschätzung etwas ändern, wenn ich nicht im EG, sondern OG 1 wohne?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 30.07.2014 | 20:51

Sehr geehrter Fragesteller,

der Beschluss aus dem Jahr 2007 bezieht sich eindeutig nur auf die Wohnungstüren im EG und diese sollen von der Farbe her einheitlich sein. Welchen Farbton die Wohnungstüren im OG 1 haben sollen, ist im Beschluss nicht geregelt.
Demnach können Sie Ihre Wohnungstür im OG 1 so belassen. Das Sitzungsprotoll ist diesbezüglich nicht maßgebend


Mit freundlichem Gruß

Peter Dratwa
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 01.08.2014 | 07:02

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