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Wohnungsabnahme bei Auszug + Nebenkostenabrechnung

23.07.2008 09:00 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Unser Mietverhältnis endet am 31.07.08.
Daher baten wir unsere Vermieterin um Abnahme der Wohnung.Diese übertrug jetzt die Abnahme auf ihre Mutter und einen
Immobilienverwalter.
Dies ist uns eigentlich nicht recht, da wir gerne die Vermieterin dabei hätten.
- Müssen wir aktzeptieren, dass nicht die Vermieterin (mit der auch das Vertragsverhältnis besteht) die Wohnung abnimmt sondern Dritte?
- Wenn ja, wie können wir uns absichern das die Vermieterin nicht später Ansprüche geltend macht, die die Dritten nicht erhoben? Gilt hier dann trotzdem das Übergabeprotokoll und können wir uns durch Vorlage einer Vollmacht (Übertragung der Abnahme des Vermieters mit 100 % auf Dritte) absichern?

- Wir wohnen über ein Jahr in der Wohnung und haben noch keine Nebenkostenabrechnung erhalten. Wir zahlten jeden Monat 135.- Euro für die Nebenkosten. Von anderen Eigentümern im Haus wissen wir aber, dass während unserer Mietzeit bereits Nebenkostenabrechnungen erfolgt sind. Wir wollen vermeiden, dass diese Kosten mit der Kaution verrechnet werden.
- Welches Recht besteht, diese Abrechnung zu erhalten, bzw. von der der Hausverwaltung bereits erstellte Abrechnung einzusehen?
- Welche Frist zur Erstellung der Nebenkostenabrechnung können wir stellen?
Um weitere Nachfragen zu ersparen, achten Sie bitte auf eine vollständige Beantwortung aller gestellten Fragen.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Sehr geehrter Ratsuchender,


da die Vertretung hier zulässig ist, werden Sie auf die persönliche Anwesenheit des Vermieters nicht bestehen können; eine Vollmacht sollte nqachgewiesen werden, kann aber auch im Übergabeprotokoll - "mit Vollmacht des Vermieters" - erfolgen und sollte dann von Ihnen auch VOR Unterschriftsleistung nachgetragen werden.

Gleichwohl könnten im Streitfall die Vertreter als Zeugen auftreten, so dass Sie alle eventuellen Streitpunkte manifestieren (und ggfs. fotografieren sollten). Eine nachträgliche Mängelrüge ist nur bei verdeckten Mängeln immer möglich; ansonsten gilt das Protokoll.


Die Nebenkostenabrechnung muss innerhalb eines Jahres nach Abrechnungszeitraum erstellt werden. Sollte der Abrechnungszeitraum mit dem Kalenderjahr übereinstimmen, könnten Sie eine Frist von 14 Tage setzen, ansonsten wäre ein Monat nach Abrechnungszeitraum angemessen, sofern der Vermieter alle Unterlagen auch von Drittfirmen vorliegen hat.

Dieses Recht haben Sie auch und hätten die Vorauszahlungen zurückbehalten können, was nun aber aufgrund des bevorstehenden Auszuges wenig wirksam ist; eine Verrechnung mit der Kaution, die innerhalb von sechs Monaten nach Übergabe auszuzahlen ist, können Sie aber nicht ausschließen, da dieses gesetzlich zulässig wäre.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Rückfrage vom Fragesteller 23.07.2008 | 09:38

Lieber Herr Bohle,

vielen Dank für die schnelle Antwort!
Eine Nachfrage hat sich noch ergeben. Bei der Abnahme soll bereits der neue Mieter dabei sein.
Die Anwesenheit des neue Mieter ist uns nicht recht und wir möchten dies verhindern.
Können wir dies als derzeitige Mieter ablehnen?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 23.07.2008 | 10:01

Sehr geehrter Ratsuchender,

sofern der Nachmieter nicht vom Vermieter ausdrücklich bevollmächtigt ist, müssen Sie ihn auch nicht in die Wohnung lassen, da bis zur Übergabe SIE noch rechtmäßiger Besitzer sind und daher die alleinige Berechtigung haben, wem Sie zutritt gewähren wollen.

Gleichwohl würde ich es mir an Ihrer Stelle überlegen, allerdings den Nachmieter auch mit im Protokoll aufführen und unterschreiben lassen. Denn wenn Sie den Zutritt verweigern , wird dieser sicherlich nach verdeckten Mängeln "mit der Lupe" suchen - wird er aber offiziell bei der Übergabe mit eingebunden, wäre auch die Möglichkeit abgeschnitten.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

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