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Wohnung vom Vormieter unrenoviert übernommen

| 24.11.2009 12:58 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Im Bekanntenkreis wurde eine Wohnung frei und wir wurden gefragt, ob wir sie haben wollten. Nach Besichtigung waren wir einverstanden und wir wurden als Nachmieter vorgeschlagen. Wir bekamen die Wohnung ,hatten die Vereinbarung mit dem Vormieter dass wir selbst streichen würden. Das Übernahmeprotokoll listete einen kleinen Wasserschaden im Flur am Parkett auf und das sämtlichen Türen im Keller stünden.
Wir zogen am 1.12.2007 ein. Im Juli dieses Jahres stellten wir im Schlafzimmer fest, dass sich das Parkett nach oben wölbt. Der Vermieter erklärte und, dass er nicht zuständig sei, da das vom Vormieter selbständig verlegt wurde. Wir übernahmen die Kosten und stellten fest, dass das Parkett auf den vorhandenen Teppichboden geklebt war !!!
Seit Mitte November lösen sich die Kacheln im Badezimmer. Der Hausmeister und Handwerker inspizierte und stellte fest, dass das nicht das Orginalbad wäre, da ist vom Vormieter was gemacht worden, in schlechter Qualität.
Meine Frage , weder im Übergabeprotokoll noch im Vertrag steht , dass die Fliesen im Bad und das Parkett nicht dem Vermieter gehören. Uns war das somit nicht bekannt. Müssen wir jetzt auch die Kosten für ein neues Bad übernehmen? Wir haben ein 8 Monate altes Baby ,eine komplette Renovierung mit Abschlagen der Fliesen ist nicht möglich. Wenn der Vermieter die Renovierung übernimmt, kann ich eine Ersatzwohnung bekommen, da die Reperatur ca. 14 Tage dauern würde?

Sehr geehrte Ratsuchende,

wie so oft, kommt es auf die genaue vertragliche Vereinbarung an.

Haben Sie sich vertraglich verpflichtet, den vom Vormieter eigentlich geschuldeten Rückbau zu übernehmen, tragen Sie allein die Kosten. Das muss aber anhand des genauen Wortlaut der Vereinbarung und des Mietvertrags unbedingt noch geprüft werden.

Derzeit gehe ich davon aus, dass so etwas nicht gesondert vereinbart worden ist. Dann sieht es etwas anders aus:

Der Vermieter hat hier offenbar den Vormieter nicht aufgefordert, den Rückbau vorzunehmen. Dann kann der Vermieter es auch von Ihnen nicht verlangen (AG Köln, Urteil vom 15.06.2007, Az.: 201 C 99/07).

Hieraus folgt dann aber, dass auch die Schadensbeseitigung nicht von Ihnen zu verlangen ist. Dieses ist allein Sache des Vermieters. Denn Sie am Mieter mussten ja mit solchen Schäden nicht rechnen.

Wenn der Vermieter dann gegenüber dem Vormieter auf die Rückbaupflicht verzichtet hat, Sie dieses auch nicht extra übernommen haben, hat eben der Vermieter Pech gehabt.

Er als Vermieter hat dann eben das Risiko übernommen, eventuelle Ersatzansprüche wegen verdeckter Schäden nicht mehr geltend machen zu können und der Vermieter muss für die Instandsetzung aufkommen.

Aber hier rate ich dringend dazu, alle Vereinbarungen und den Mietvertrag genau prüfen zu lassen.


Ist die Wohnung für die Zeit der Instandsetzung unbewohnbar, haben Sie einen Anspruch nauf Ersatzwohnraum und Übernahme möglicher Umzugskosten.

Wird dieses von Vermieter übernommen, können Sie dann aber nicht die Miete mindern oder zurückbehalten.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle


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Bewertung des Fragestellers 26.11.2009 | 11:06

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