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Wohnung vererben nach 2.Ehe an eheliche und uneheliche Kinder

15.03.2015 15:01 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Meine Frau und ich haben eine Wohnung gekauft und sind zu je 50% im Grundbuch eingetragen. Wir wohnen selbst in der Wohnung.

Wir möchten uns in einem Berliner Testament gegenseitig als Alleinerben einsetzen.

Wir sind beide zum 2.Mal verheiratet, haben je einen Sohn aus erster Ehe und ich zusätzlich einen Sohn aus der Zeit vor meiner ersten Ehe, zu welchem kein Kontakt bestand und besteht.

Meine Fragen:

1.Wie kann man mit dem Berliner Testament sicherstellen, dass der Überlebende von uns bis zu seinem Tod in der Wohnung bleiben kann? Kann ein Sohn durch die Auszahlung seines Pflichtteils ( beim Einfügen einer "Strafklausel" ) den Überlebenden zum Verkauf der Wohnung zwingen, wenn dieser nicht über so viel Bargeld verfügt.
2.Wie können wir gewährleisten, dass nach dem Tod meiner Frau ihr Sohn auch ihren vollen Wohnungsanteil von 50% erbt und dieser nicht durch den Anspruch meiner zwei Söhne auf 33% gemindert wird?
3.Wenn wir meinen zweiten Sohn testamentarisch nicht erwähnen, da er keinen Kontakt zu uns hat und will, steht ihm dann automatisch nur der Pflichtteil zu oder hat er auch Anspruch auf den gesetzlichen Erbteil?

Freundliche Grüße
Schöne


15.03.2015 | 15:56

Antwort

von


(1082)
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Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Fragen beantworte ich wie folgt.

1.
a)
Wenn Sie sich gegenseitig als Allein-Erben einsetzen, bleibt der Überlebende Eigentümer.
Er bestimmt dann allein über das Haus.


b)
Der Pflichtteilsberechtigte hat einen Anspruch Geld in Höhe des Pflichtteilsanspruchs. Diesen Anspruch kann der Sohn einklagen und im schlimmsen Fall in das Haus vollstrecken. Der Überlebende könnte dann das Haus verlieren.

Es sollte daher Vorsorge getroffen werden.

- Der jeweilige Sohn könnte notariell - gegen eine Abfindung - auf seinen Pflichtteil verzichten.

- Auch das Gesetz regelt die Situation, dass der Erbe den gesamten Pflichtteil nicht auf einmal aufbringen kann. § 2331a BGB regelt die Stundung des Pflichtteils.

Nach Abs. 1 S. 1 dieser Vorschrift, kann der Erbe bei einer "unbilligen Härte", insbesondere bei "Aufgabe des Familienheims" die Stunden des Pflichtteils verlangen.
Allerdings sind die Interessen des Pflichtteilsberechtigten zu berücksichtigen (§ 2331 Abs. 1 S. 2 BGB ).

Über die Stunden entscheidet dann das Nachlassgericht (§ 2331a Abs. 2 S. 1 BGB ).

Eine unbillige Härte liegt allerdings erst vor, wenn der Erbe nicht z.B. einen Kredit für die Erfüllung des Pfichteilsanspruch aufnehmen kann.

-Lassen Sie sich bezüglich der weiteren Möglichkeiten (lebzeitige Verfügung mit Einräumung eines Wohnrechts oder eines Nießbrauchs) von einem Kollegen / einer Kollegin für Erbrecht oder von einem Notar beraten.

2.
Hier stehen Ihnen die Gestaltungsmöglichkeiten lebzeitiger Verfügung oder aber eines Testaments offen, z.B. mittels Vor- und Nacherbschaft.

3.
Durch das Testament, in dem einer Ihrer Söhne nicht benannt ist, ist er enterbt und damit automatisch Pflichtteilsberechtigter (§ 1937 , § 2303 Abs. 1 S. 1 BGB ).

Weil er enterbt ist, hat er keinen Anspruch auf den gesetzlichen Erbteil.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

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