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Wohnung überschreiben....

14. Februar 2022 10:37 |
Preis: 52,00 € |

Erbrecht


Hallo, ich wohne mit meinen Vater (der Vater lebt alleine, er ist schon seit 15 Jahren geschieden) in einem Zweifamilienhaus, eine Wohnung gehört mir, eine Wohnung gehört meinem Vater. Mein Vater ist 65 Jahre alt und will mir seine Wohnung überschreiben und ich bezahle meine Schwester aus (sonst gibt es keine Geschwister)
Mein Vater soll Lebenslanges Wohnrecht bekommen.
Meine Fragen: Wieviel muss ich meiner Schwester ausbezahlen? Wird das Wohnrecht von meinem Vater abgezogen und wenn ja wieviel? Der Wohnungswert ist 140000€ Kaltmiete wären ca. 400€
Es soll alles ganz einfach ablaufen, wir gehen alle drei zusammen zum Notar, er soll die Überschreibung auf mich mit dem Lebenslangen Wohnrecht machen und soll Die Auszahlung an meine Schwester fest schreiben.
Muss ich meine Schwester gleich auszahlen, geht auch auf zweimal?
Was passiert wenn mein Vater nach 2 oder 3.... Jahren stirbt, bleibt die Berechnung trotzdem so bestehen, oder wird das Wohnrecht dann nochmal neu berechnet??
Über eine Antwort freue ich mich sehr, im Voraus vielen Dank.

Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Grundsätzlich gilt: Ob und in welcher Höhe eine Ausgleichszahlung geleistet werden soll, entscheiden die Parteien, nicht zuletzt der Übergeber. Zwingend notwendig ist eine Zahlung bei der Übertragung nicht: Ihr Vater kann auch die Wohnung auf Sie unter Vorbehalt eines Wohnrechts übertragen, ohne dass eine Ausgleichszahlung vereinbart wird. In diesem Fall hätte Ihre Schwester erst im Erbfall, also nach dem Tod Ihres Vaters, Ansprüche, wenn ihr Erbteil geringer ist also der Pflichtteil, der ihr unter Berücksichtigung der Schenkung zustünde.

Wenn beide Kinder gleich behandelt werden sollen, wird wie folgt gerechnet: Vom Verkehrswert der Wohnung wird der kapitalisierte Wert des Wohnrechts abgezogen. Von dem so bereinigten Wert erhält die Schwester die Hälfte.

Der Wert des Wohnrechts richtet sich nach der statistischen Lebenserwartung. Eine Nachberechnung nach dem tatsächlichen Tod erfolgt nicht. Wenn Ihr Vater also sehr früh stirbt, profitieren Sie von der statistischen Berechnung, wenn er sehr alt wird, hat Ihre Schwester den finanziellen Vorteil.

Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass das im Haus lebende Kind häufig auch Leistungen für den Elternteil erbringt, kann aber durchaus auch ein reduzierter Betrag als Ausgleichszahlung angesetzt werden.

Schließlich ist zu prüfen, in welchem Maße der Übernehmer leistungsfähig ist. In diesem Zusammenhang kann auch über eine Stundung oder eine Ratenzahlung nachgedacht werden. Im Grunde kann hier fast alles vereinbart werden, worauf sich die Betroffenen einigen.
Sie sollten die Details mit einem Notar vor Ort besprechen, da Sie diesen für der Erstellung des Vertragsentwurfs und die Beurkundung ohnehin benötigen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-

Rückfrage vom Fragesteller 14. Februar 2022 | 11:57

Vielen Dank für die schnell Antwort.
Was die Zahlung an meine Schwester angeht, wir würden einen Teil gleich und einen Teil später machen. Was den Betrag angeht, Wenn wir die Rechnung wie von Ihnen beschrieben machen (Verkehrswert Wohnung minus Wohnrecht, davon die Hälfte) Das ist ja aus meiner Sicht fair, oder?
Der Aspekt, dass wir ja mit dem Vater in einem Haus zusammen wohnen und da ja Leistungen erbringen, habe ich ja garnicht eingeplant.
Als meines Erachtens wäre es fair.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 14. Februar 2022 | 13:58

Sehr geehrter Fragesteller,

die von mir vorgestellte Berechnung gewährleistet eine hälftige Teilhabe beider Geschwister am Gesamtwert der Wohnung. Aus diesem Grunde halte auch ich diese Aufteilung für grundsätzlich gerecht, wenn beide Kinder gleich behandelt werden sollen. Die Unsicherheit, dass im Vorfeld keiner abschätzen kann, ob die statistische Lebenserwartung eines 65-jährigen im Einzelfall auf Ihren Vater zutrifft, ist dann hinzunehmen.

Bezüglich der Stundung beziehungsweise Ratenzahlung lässt sich vieles vereinbaren, wenn sich alle einig sind. Hier gibt es keine gesetzlichen Vorgaben.

Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel

FRAGESTELLER 22. November 2022 /5,0
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