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Wohnung nicht vermietbar wg. Miteigentümer

22.05.2014 15:01 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim


Sehr geehrte Damen und Herren,

folgender Sachverhalt.
Zweifamilienhaus, das geteilt wurde in 2 Eigentumswohnungen.
Eine Hälfte gehört meinen Eltern, die andere mir, gem. Eintrag Grundbuch und notarieller Schenkungsurkunde von 1998.
Bedingt durch Scheidung von mir und meiner Exfrau haben sich meine Eltern gegen mich gestellt.
Meine Eltern bewohnen den unteren Teil,mein oberer Teil (130qm) steht leer.
Von meinem Vater werden sämtliche Mietinteressenten vergrault, im letzten Jahr 4 dokumentierbare Fälle.
Von August 2013 bis März 2014 vermietet,die Mieterin hat dann von sich aus wg. dem Mobbing im Haus gekündigt.
Verkaufen darf ich nur mit Zustimmung, die ich nicht erhalte.
Habe ich eine Möglichkeit meinen Mietausfall gegenüber meinen Eltern geltend zu machen, bzw. auf Unterlassung der üblen Nachrede zu bestehen?
Im März diesen Jahres hatten wir eine Eigentümerversammlung, in der ich eine erneute Vermietung angemeldet habe und es war damals alles kein Problem.
Aktuell wurde eine Interessentin bereits vor dem Haus von meinem Vater übelst beschimpft und es fiel die Aussage von ihm "die Wohnung ist nicht zu vermieten". Es handelt sich um mein Eigentum, deshalb kann es so nicht weiter gehen.
Welche rechtlichen Möglichkeiten habe ich zur Verfügung um Einhalt zu gebieten?
Besten Dank im voraus.

mit freundlichem Gruß

Sehr geehrter Fragesteller,
auch wenn es sich hier um ihre Eltern handelt, haben Sie grundsätzlich einen entsprechenden Schadensersatzanspruch wenn Ihnen aus dem Verhalten der anderen Partei, die noch in dem Haus wohnt, ein Schaden entsteht.

Dieser Schaden kann in Mietausfall bestehen, wenn die andere Partei die anderen und potenziellen Mieter zur Kündigung veranlasst oder diese davon abhält, überhaupt in die Wohnung einzuziehen.

Gleichzeitig haben Sie auch einen entsprechenden Unterlassungsanspruch gegen die Störer, insbesondere zu behaupten, dass die Wohnung nicht vermietet ist oder anderweitige Drohungen oder ähnliche Darstellungen gegenüber den potenziellen Mietern zu verbreiten, die geeignet sind, die Mieter wieder ausziehen zu lassen oder von der Begründung eines Mietverhältnisses abzusehen.

Allerdings müssen Sie, gegebenenfalls auch mithilfe der Mieter nachweisen, dass der Auszug und die schwere Vermietbarkeit durch die anderen Bewohner verursacht werden. So können Sie dann, wenn dies gelingt, zum Beispiel auch Mietminderungsansprüche auf die anderen Bewohner abwälzen, sodann auch Mietausfall. Dabei muss das Verhalten der anderen Bewohner ursächlich für den Schaden sein, was ebenfalls nachzuweisen ist.

Dies müsste dann konkret anhand der einzelnen Fälle und der von Ihnen nicht realisierten Mieten durchgesprochen werden.
Sie könnten die Schäden und die Unterlassung zunächst außergerichtlich geltend machen. Wenn hierauf keine Reaktion erfolgt, müsste man beurteilen, ob die Aussichten für ein gerichtliches Verfahren gut genug sind.

Konnte ich Ihnen zunächst hilfreich antworten? Gerne können Sie sich weiter an mich wenden.

Über ihre positive Bewertung freue ich mich.

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