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Wohnung gekündigt: In welchem Umfang müssen wir renovieren?


20.01.2005 13:33 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Hallo,

wir wollen zum 30. April unsere Wohnung kündigen. Bevor nun der Vermieter zur Absprache der Renovierung kommt, möchte ich vorbereitet sein, um mir nicht zuviel aufzuhalsen.

Folgendes steht im Mietvertrag (Formular von Brunnen):

"4. Die Schönheitsreparaturen trägt der Mieter (angekreuzt).

Die Wohnung ist beim Auszug fachgerecht renoviert und besenrein zu übergeben (handschriftlich vom Vermieter eingetragen).

Der Verpflichtete hat die Schönheitsreparaturen innerhalb der Wohnung regelmäßig und fachgerecht vornehmen zu lassen.
Hat der Mieter die Schönheitsreparaturen übernommen, so hat er spätestens bei Ende des Mietverhältnisses alle bis dahin - je nach dem Grad der Abnutzung oder Beschädigung - erforderlichen Arbeiten auszuführen.
Die Schönheitsreparaturen umfassen insbesondere:
Anstrich und Lackieren der Innentüren sowie der Fenster und Außentüren von innen sowie sämtlicher Holzteile, Versorgungsleitungen und Heizkörper, das Weißen der Decken und Oberwände sowie der wischfeste Anstrich bzw. das Tapezieren der Wände.

5. Grundsätzlich werden Schönheitsreparaturen in den Mieträumen in folgenden Zeitabständen fällig:
In Küchen, Bädern und Duschen
alle ___2___ Jahre,
In Wohn- und Schlafräumen, Fluren, Dielen und Toiletten
alle ___2___ Jahre
In anderen Nebenräumen
alle ___2___ Jahre. (die 2 ist jeweils handschriftlich ins Formular eingetragen)"

Bisher haben wir nicht renoviert, obwohl der Mietvertrag vom 01.02.2001 ist. Wir emfanden das Renovieren aber bisher nicht für Notwendig.

Müssen wir nun komplett renovieren, oder nur entsprechend evtl. Schäden oder Abnutzung. Die Wohnung hat z.B. sehr viel Holzverkleidung (Holzpanel-Decken), die noch sehr gut aussehen. Oder ist das vielleicht komplett ungültig? Ich persönlich hoffe ja nur auf Streichen der Wände und in einem Flurteil eine zerkratzte Tapete austauschen. Wir haben eine Kaution von ca. 1000 EUR hinterlegt, von der wir natürlich gerne etwas wiedersehen würden. Draufzahlen wäre nicht so schön (bin arbeitslos, mein Mann Handwerker und wir haben ein Kind).

Daher freuen wir uns auf einen Rat!

Mit freundlichen Grüßen und vielen Dank!
Sehr geehrte Ratsuchende,

ungültig sind die geschilderten Regelungen nicht. Es handelt sich nämlich nicht um eine starre Fristenregelung. Zwar sind Fristen angegeben, aber erstens sind diese nicht als zwingende, sondern als grundsätzliche Fristen deklariert, und zweitens wird ausdrücklich auf den Grad der Abnutzung und Beschädigung abgestellt.

Allerdings brauchen Sie zum Auszug auch nichts auszubessern, was über die normale Abnutzung durch den normalen Wohngebrauch nicht hinausgeht. Sie brauchen also nicht von der Decke bis zum Boden neu zu tapezieren, lackieren etc. Es reicht aus, wenn Sie Beschädigungen und übermäßige Abnutzungen (z.B. Flecken an der Tapete, Kratzer im Holz von Zargen oder Türen, Bohrlöcher in den Wänden u. ä.) fachgerecht beseitigen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt
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