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Wohnung bei Sozialhilfe


03.12.2017 19:18 |
Preis: 60,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Vater ist seit einigen Wochen im Pflegeheim, ich habe kümmere mich, da meiner Mutter alles zu viel ist. Die Betreuung vom Vater ist beantragt.
Mein Vater hat eine Rente von ca. 1100,- EUR, meine Mutter von 450,- EUR. Die Rente reicht somit nicht für die Finanzierung des Heims.
Bis das ersparte Geld (abzüglich 10k Schonvermögen) in 6-8 Monaten aufgebraucht ist, tragen meine Eltern alle Kosten, einschließlich Heimunterbringung, selbst. Anschließend muss Sozialhilfe beantragt werden.

In einem ersten telefonischen Gespräch mit einer Mitarbeiterin vom Sozialamt wurde mir mitgeteilt, dass die Wohnung für meine Mutter dann alleine wohl zu groß und zu teuer ist (68qm 650 EUR warm).

Meine Mutter will ungerne ausziehen und ich möchte sie in meiner Nähe wissen, um ihr helfen zu können. Alternativ könnte ich mir einen Umzug in eine altersgerechte Wohnung (Erdgeschoss, barrierefreie Dusche, etc) für sie noch vorstellen.

Wohnungen, die von der Sozialhilfe bezahlbar wären, lägen wohl eher in den "benachteiligten" Stadtteilen mit hoher Arbeitslosigkeit, Kriminalitätsrate und verfallenen Gebäuden. Auch sind diese Wohnungen meines Erachtens nicht altersgerecht, sondern eher Altbau oder Wohnblock.

Bitte teilen Sie mir grob mit, wieviel Geld meiner Mutter zur Verfügung steht:
a) solange mein Vater lebt
b) wenn mein Vater verstorben ist

Besteht die Möglichkeit, dass meine Frau und ich meiner Mutter mit einer zweckgebundenen Geldzuwendung (ca. 100-150 EUR monatlich) , die ausschließlich für die Miete verwendet werden darf, zu helfen? So wäre die bisherige Wohnung oder aber eine Wohnung in meiner Nähe für sie realisierbar.

Mir ist klar, dass das Amt eine Geldzuwendung als Einnahme betrachtet und entsprechend die Leistung kürzt, aber möglicherweise gibt es eine Möglichkeit, bei zweckgebundener Zahlung (z.B. durch notariellen Vertrag) eine teurere Wohnung zu realisieren.

03.12.2017 | 20:28

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,

grundsätzlich müssen der Mutter etwa 900,00 € zur Verfügung stehen. Dabei handelt es sich um die Grundsicherung, die neben dem Regelbedarf auch die Kosten der Unterkunft und eventuelle Mehrbedarfe umfasst. Die genaue Höhe ist immer individuell zu bestimmen. Der Betrag kann daher nur eine grobe Einschätzung sein.

Rentenzahlungen, eigene und auch spätere Witwenrente, werden natürlich bei der Beantragung angerechnet werden müssen.

Im Rahmen der zu beantragenden Grundsicherung sind auch die angemessenen Wohnkosten zu übernehmen. Als angemessen wird der Wohnraum für 2 Personen bei rund 60 m², bei einer Person bei rund 45m² angenommen.

Es kann daher durchaus eine Wohnungswechsel eingefordert werden.

Das ist nur dann nicht der Fall, wenn ein Wohnungswechsel unzumutbar ist.

Das richtet sich nach den Gesamtumständen Ihrer Mutter, also auch dem Alter und die Möglichkeit, eine angemessene Wohnung überhaupt zu finden.

Ist das aber der Fall, wird ein Umzug leider nicht zu verhindern sein, wenn staatliche Hilfe in Anspruch genommen werden soll.

Sie haben leider nicht die Möglichkeit eine Zuwendung allein den Unterkunftskosten zuzuordnen.


Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin


Sylvia True-Bohle


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