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Wohnsitzanmeldung in Deutschland, Besteuerung von Firmenverfkauf im Ausland

07.05.2015 07:01 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Zusammenfassung:

Doppelbesteuerung China /Deutschland

Hallo,

Über die letzten 20 Jahre war ich nicht steuerpflichtig in Deutschland da ich weder Einkommen noch Wohnsitz dort hatte. Im Ausland (China) habe ich ein erfolgreiches Unternehmen aufgebaut an welchem ich jetzt noch als Aktionär beteiligt bin.

Da ich nun wieder aus beruflichen Gründen nach Deutschland ziehen möchte und dort auch den Wohnsitz anmelden möchte ist die Frage ob ich deutscher Besteuerung unterliegen würde falls ich nach der Anmeldung in Deutschland die Anteile meiner Gesellschaft in Ausland verkaufe und den Erlös auf meinem auslandskonto in China lasse.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Frage ob ich deutscher Besteuerung unterliegen würde falls ich nach der Anmeldung in Deutschland die Anteile meiner Gesellschaft in Ausland verkaufe und den Erlös auf meinem auslandskonto in China lasse.

Wenn Sie sich in Deutschland anmelden (=Wohnsitz begründen) werden Sie steuerpflichtig. Die Folge ist, dass alle Einkünfte, unabhängig davon, ob sie aus dem Inland oder Ausland stammen, steuerlich erfasst (nicht = besteuert) werden müssen (Welteinkommensprinzip). Das gilt auch für den Erlös aus dem Verkauf Ihrer Unternehmensanteile. D.h. Sie müssen das in Ihrer Steuererklärung angeben.

Da das Unternehmen in China ist, wird der Erlös aus dem Verkauf Ihrer Unternehmensanteile dort auch versteuert. Um Doppelbesteuerung zu vermeiden wird in DBA China /Deutschland (http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Steuern/Internationales_Steuerrecht/Staatenbezogene_Informationen/Laender_A_Z/China/2014-03-28-China-Abkommen-DBA-28-Maerz-2014-deutsche-Sprachfassung.pdf?__blob=publicationFile&v=2 )
folgende Regelung getroffen:

Artikel 13

Gewinne aus der Veräußerung von Vermögen

„ (5) Gewinne, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Person aus der Veräußerung von
Anteilen an einer im anderen Vertragsstaat ansässigen Gesellschaft bezieht – mit Ausnahme von
Gesellschaftsanteilen, die in großem Umfang und regelmäßig an einer anerkannten Börse
gehandelt werden, und sofern die Summe der von der ansässigen Person veräußerten
Gesellschaftsanteile in dem Steuerjahr, in dem die Veräußerung erfolgt, 3 Prozent der
börsennotierten Anteile nicht übersteigt – können im anderen Vertragsstaat besteuert werden,
wenn die erstgenannte ansässige Person innerhalb eines Zeitraums von 12 Monaten vor der
Veräußerung mindestens 25 Prozent der Anteile der betreffenden Gesellschaft unmittelbar odermittelbar gehalten hat."

D. h. die Besteuerung erfolgt in China nach dem dortigen Steuerrecht, wenn Sie innerhalb eines Zeitraums von 12 Monaten vor der Veräußerung mindestens 25 Prozent der Anteile der betreffenden Gesellschaft unmittelbar odermittelbar gehalten haben.

Sonst gilt:
„(6) Gewinne aus der Veräußerung von in den Absätzen 1 bis 5 nicht genanntem Vermögen
können nur in dem Vertragsstaat besteuert werden, in dem der Veräußerer ansässig ist".
D.h. die Besteuerung erfolgt in Deutschland nach dem deutschen Recht.

Falls die Besteuerung in China erfolgt, wird in Deutschland wie folgt vorgegangen:
Artikel 23 DBA
Methoden zur Vermeidung der Doppelbesteuerung
„(2)
b) Auf die deutsche Steuer vom Einkommen für die folgenden Einkünfte wird unter
Beachtung der Vorschriften des deutschen Steuerrechts über die Anrechnung
ausländischer Steuern die chinesische Steuer angerechnet, die nach chinesischem
Recht und in Übereinstimmung mit diesem Abkommen gezahlt wurde:
…. (iv) Einkünfte, die nach Artikel 13 Absätze 4 und 5 in China besteuert werden
Können…

Es wird also eine „Anrechnungmethode" angewandt. Da das nicht der Gegenstand Ihrer Anfrage war, darf ich Sie auf den Artikel unter http://de.wikipedia.org/wiki/Anrechnungsmethode
verweisen, der die Anrechnungsmethode beschreibt.




Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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