Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
505.196
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Wohnsitz an-/ummelden

08.09.2018 09:22 |
Preis: 60,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


10:40
Ich habe folgendes Problem:

Seit etwa einem halben Jahr habe ich eine neue Lebensgefährtin. Sie wohnt zusammen mit ihren Kindern zur Miete in einem einzelstehenden Haus, ohne weitere Mietparteien. Auch kommt sie für ihren unterhalt selbst auf.
Natürlich bin ich viel bei ihr, fast täglich und übernachte auch meist dort. In aller Regel komme ich abends gegen 21 Uhr zu ihr und verlasse das Haus morgens gegen 5 Uhr wieder.
Da ich selbstständig bin verbringe ich die meiste restliche Zeit des Tages in meiner eigenen Wohnung, also von ca. 6 uhr bis 20 Uhr, da ich dort auch mein Büro habe.
Ungefähr einmal alle zwei Monate verbringen wir zusammen das Wochenende auch ganz in meiner Wohnung.
Nun läuft ihr Vermieter Sturm gegen mich und fordert, dass ich meinen Wohnsitz in ihrer Wohnung anmelden müsse, da ich immer dort sei.
Angeblich müsse er sonst eine hohe Strafe zahlen. Er beruft sich dabei auf irgendwelche gesetzlichen Vorschriften, die wir bisher nicht finden konnten.

Da meine Lebensgefährtin aber gerade in ihrem Trennungsjahr ist, halten wir das schon deswegen für eine nicht so gute Idee, wenn ich offiziell bei ihr wohne.
Außerdem verbringe ich ja noch immer mehr Zeit in meiner eigenen Wohnung als in ihrer.

Nun meine Frage: ist Ihr Vermieter im Recht, muss ich mich tatsächlich um melden?
Oder können wir bedenkenlos alles erst mal so lassen wie es ist?
08.09.2018 | 10:00

Antwort

von


(200)
Saalestraße 20
63667 Nidda
Tel: 06043 801 59 60
Web: http://ra-krueckemeyer.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Es wird zwischen Hauptwohnsitz und Nebenwohnsitz unterschieden. Wenn sich Ihr Hauptwohnsitz verlagert, so müssen Sie dies melden. Der Hauptwohnsitz befindet sich an dem Ort an dem sich der Lebensmittelpunkt befindet. In Konstellationen wie der Ihren ist dies immer schwer zu beurteilen und eine Einzelfallentscheidung. Entscheidend ist ob Sie in der Wohnung als Gast angesehen werden oder als Mitbewohner. Es mag albern klingen aber stellen Sie sich die Frage nach Ihrer Zahnbürste: Wo befindet sich diese? Haben Sie einen eigenen Putzbecher oder räumen Sie die Zahnbürste jeden Tag zurück in Ihre Reisetasche? Oftmals wird schon bei im Bad dauerhaft vorhandenen Kosmetikartikeln von einer Verlagerung des Hauptwohnsitzes gesprochen. Nach Ihrer Schilderung ist die Beziehung auch derart verfestigt, dass es nicht nur "zur Probe" ist. ich würde Ihnen daher raten Ihren Hauptwohnsitz umzumelden. Die Konsequenzen die bei einer Nichtmeldung folgen sind unangenehm (in aller Regel Bußgeld). Ob dieses Mittel eingesetzt wird, ist stark von der jeweiligen Meldebehörde abhängig. Aber allein um Ärger mit Ihrem Vermieter aus dem Weg zu gehen sollten Sie eine Ummeldung in Betracht ziehen.
Richtig ist aber auch, dass spätestens dann von einer verfestigten Lebenspartnerschaft ausgegangen wird. Dies wirkt sich auf den Unterhalt Ihrer Partnerin aus. Dies kann aber auch schon ohne Ummeldung in Betracht gezogen werden.
Das Gesetz in dem die Fragen zum Meldewesen geregelt sind ist das BMeldG (Bundesmeldegesetz).

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend beantwortet zu haben. Sollte dies nicht der Fall sein, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 08.09.2018 | 10:29

Vielen Dank für Ihre Antwort, eine Frage ist leider noch unklar.
Davon ausgehend, dass ich mich ummelden müsste dies aber nicht tue.
Wer hätte dann eine Strafe zu fürchten, ich oder der Vermieter?
Und auch die Höhe wäre nicht uninteressant. Der Vermieter spricht von einem fünfstelligen Betrag,, den er als Vermieter zu tragen hätte.

Liegt er damit richtig?

Uns ist die Frage sehr wichtig, weil wir von dem Vermieter sehr unter Druck gesetzt werden, indem er behauptet, dass er wegen uns unter Umständen sehr hohe Kosten fürchten müsse, während wir gar nicht belangt würden.

Oder kurz, auf welcher Seite liegt das Risiko.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.09.2018 | 10:40

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte Ich Ihre Nachfrage.

Die Bußgelder werden nur selten und auch dann nicht in voller Höhe verhängt. Das maximal vorgesehene Bußgeld beträgt 1.000 € in besonders schweren Fällen 50.000 € (§ 54 BMeldG).
Ihr Vermieter hat nur dann ein Problem wenn er eine Bescheinigung widerrechtlich ausstellt oder sich weigert eine Bescheinigung auszustellen.
Die relativ hohe Zahl sollte Sie nicht erschrecken. Diese ist nur für solche Fälle vorgesehen wo ein Mißbrauch vorliegt. Das Risiko liegt allein bei Ihnen. (Was Ihnen nichts nutzt. Vermieter sind häufig nicht davon zu überzeugen, sobald Sie die Zahl 50.000 einmal gesehen haben.

Ich hoffe, damit Ihre Nachfrage beantwortet zu haben. Bei weiteren Rückfragen, können Sie mich via Email kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

(200)

Saalestraße 20
63667 Nidda
Tel: 06043 801 59 60
Web: http://ra-krueckemeyer.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Familienrecht, Erbrecht, Reiserecht, Miet und Pachtrecht, Vertragsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 65472 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,0/5,0
Die Frage war wohl nicht eindeutig gestellt, mit der Nachfrage wurde dann aber ein gutes Ergebnis erzielt. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ich bin mit der Antwort sehr zufrieden, zumal diese innerhalb kürzester Zeit vorlag. Bei weiteren Fragen werde ich gerne wieder die Leistungen des RA Herrn Schröter in Anspruch nehmen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Einfach nur dankbar... ...
FRAGESTELLER