Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Wohnrechtsfrage eines Mitgliedes aus einer gesetzlichen Erbengemeinschaft

| 25. Juli 2022 16:52 |
Preis: 42,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


22:28

Im Grundbuch einer Immobilie wurde einem der drei Kinder (C) des Erblassers (noch zu dessen Lebzeiten) ein lebenslanges Wohnrecht ins Grundbuch eingetragen.

Nach dem Tod des Erblassers - welcher kein Testament hinterlassen hat - möchte sich die Erbengemeinschaft - bestehend aus seinen drei Kindern (A,B,C) - mit dem Verbleib und der Verwendung der Immobilie auseinandersetzen.

Eines der drei Kinder (C) hat - wie oben erwähnt - ein lebenslanges Wohnrecht noch vor dem Erbfall für die Immobilie erhalten, wobei dabei nicht der Umfang der Nutzung der Immobilie ins Grundbuch eingetragen wurde.

Nun wollen die beiden anderen Kinder (A,B) jeweils ein Drittel des Hauses für sich beanspruchen und Nutzen.

Wie ist die Rechtslage und machte das Einräumen eines Wohnrechtes an Kind C - trotz der anteiligen Eigentümerschaft von einem Drittel innerhalb der Erbengemeinschaft für (C) Sinn ?

25. Juli 2022 | 17:51

Antwort

von


(1266)
Aachener Strasse 585
50226 Frechen-Königsdorf
Tel: 02234-63990
Web: http://www.ra-raab.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Wenn zu Gunsten eines Erben ein lebenslanges Wohnrecht im Grundbuch eingetragen ist, erlischt dieses Wohnrecht mit Eintritt des Erbfalls.

D.h., das zu Gunsten von C bestehende Wohnrecht bleibt auch nach dem Tod des Erblassers bestehen.


2.

Da das Wohnrecht aufgrund der Sachverhaltsschilderung ausschließlich zu Gunsten C besteht, haben die Miterben A und B nicht das Recht, jeweils 1/3 des Hauses für sich zu beanspruchen und zu nutzen.

Zwar besteht hier eine ungeteilte Erbengemeinschaft aus den 3 Kindern, d.h., alle 3 Erben sind Miteigentümer der Immobilien, aber das Wohnrecht steht allein C zu.


3.

Die Frage, ob die Einräumung des Wohnrechts an C Sinn macht, stellt sich nicht. Maßgebend ist allein die Tatsache, dass C einen Wohnrecht eingeräumt worden ist.

Für die Miterben ist diese Tatsache insoweit nachteilig, als dass ein Wohnrecht Nachteile mit sich bringt. Man kann die Immobilie kaum oder nur schlecht verkaufen oder zum Beispiel zur Aufnahme eines Hypothekendarlehens belasten.

Den Miterben bleibt nur die Möglichkeit, C dazu zu bewegen, sein Wohnrecht aufzugeben. Das müsste durch notarielle Beurkundung erfolgen, so dass das Wohnrecht im Grundbuch gelöscht wird. Gegebenenfalls könnte man daran denken, dem Erben C eine Entschädigung zu zahlen.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 3. August 2022 | 19:10

Ist Ihnen eine solcher Fall schon vorgekommen, dass einem "Mit-Eigentümer" in einer Erbengemeinschaft ein derartiges Wohnrecht eingeräumt wurde und wenn ja wie häufig ist so eine Konstellation ?

Bitte um Ihre Einschätzung.
Danke.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 3. August 2022 | 22:28

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Ein Kollege hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass der erste Satz meiner Antwort einen Schreibfehler enthält. Richtig muss es natürlich heißen:

"Wenn zu Gunsten eines Erben ein lebenslanges Wohnrecht im Grundbuch eingetragen ist, erlischt dieses Wohnrecht nicht mit Eintritt des Erbfalls."

So werden Sie es aufgrund des nachfolgenden Satzes und meiner weiteren Ausführungen auch verstanden haben.


2.

Die Konstellation, wie Sie sie hier haben, ist nicht einmal so selten und in verschiedenen Varianten möglich.

Wie häufig eine solche Konstellation vorkommt, ist eine statistische Frage. Eine Statistik, die solche Fälle erfasst, ist mir jedoch nicht bekannt.

Sie müssen aber auch bedenken, dass man davon ausgehen muss, dass jeder Fall anders ist. Schon kleine Abweichungen, die dem Laien unwichtig erscheinen oder die er nicht erkennt, können zu einer anderen rechtliche Folge führen.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 4. August 2022 | 13:54

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

gut - Danke !

"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Gerhard Raab »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 4. August 2022
5/5,0

gut - Danke !


ANTWORT VON

(1266)

Aachener Strasse 585
50226 Frechen-Königsdorf
Tel: 02234-63990
Web: http://www.ra-raab.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht (Arbeiter und Angestellte), Erbrecht, Familienrecht, Straßen- und Verkehrsrecht, Miet- und Pachtrecht, Vertragsrecht, allgemein, Kaufrecht, Strafrecht