Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Wohnrechtbewertung der Mutter im Scheidungsfall

| 20.07.2016 10:27 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Sehr geehrte Damen und Herren

Ich habe mich 2014 scheiden lassen. In dem Scheidungsurteil wurde vereinbart das die Zugewinn und Vermögensrechtliche Auseinandersetzung außergerichtlich passiert. Einer der größten Streitpunkte ist das gemeinsame 3 Familienhaus. Das Haus bzw. das Grundstück wurde in der Ehezeit von der Mutter meiner Exfrau an Sie überschrieben und die Frau übertrug mir dann die Hälfte des Hauses so das meine Ex Frau und ich nun als Gemeinsame Eigentümer im Grundbuch stehen. Das damalige Einfamilienhaus wurde dann umgebaut in ein Dreifamilienhaus wobei sich die Mutter meiner Exfrau ein Wohnrecht für die Wohnung im 1 OG ins Grundbuch hat eintragen lassen. Nun soll das Haus in Wohnungen aufgeteilt werden. Die Aufteilung soll so sein das meine Exfrau die EG Wohnung hat zum Alleineigentum und ich die Wohnung im 1 OG bekommen soll mit der Wohnrechtbelastung der Mutter. Die Wohnung im DG soll uns je zur hälfte gehören.
Da ich nun aber die Wohnung im OG weder nutzen noch vermieten kann muss es doch die Möglichkeit geben diesen Nachteil zu berechnen und diese Summe X auf den Zugewinn Anspruch meiner Exfrau anzurechnen.
Das heist meine Exfrau bekommt lt. berchnung der Anwälte einen Zugewinn von 100000 - Summe X für das Wohnrecht. Die Frage ist nun wieviel ist die Summe X. Wie wird ein Gericht das berechnen wenn es zu einer Gerichtsverhandlung kommt. Gibt es vergleichbare Urteile die man evtl.Zitieren kann.

Sehr geehrter Ratsuchender,

gern nehme ich zu Ihrer Anfrage wie folgt Stellung:

Zunächst sollten Sie beachten, dass sich die Zugewinnausgleichregelungen im bürgerlichen Gesetzbuch nicht sinnvoll auf die Auseinandersetzung des Miteigentums einer immobilie anwenden lassen. Dieses ist vielmehr ein Sonderfall, der eigenen Regeln folgt. Vieles ist hier Verhandlungssache.

Auch sonst kann ich mangels Kenntnis aller Sachverhaltsumstände selbstverständlich nichts zu möglichen Zugewinnausgleichsansprüchen der Exfrau ausführen, weder dem Grunde nach, noch bezüglich deren Umfang. Hier ist in jedem Fall ein Rechtsanwalt hinzuzuziehen.

Ansonsten gilt: Der Wert des Wohnrechts und damit Ihre Belastung ergibt sich aus der Miete, welche Sie mit dem Wohnraum erzielen könnten und die Ihnen mithin durch das Wohnrecht entgeht. Dieses wiederum über den gesamten Zeitraum der durchschnittlichen Lebenserwartung des Wohnrechtsinhabers zum Zeitpunkt der Wohnrechtsbewertung. Um alle entgangenen Mieteinnahmen auf diesen Bewertungsstichtag bezogen ermitteln zu können, werden die Mieten abgezinst und Kapitalwerte gebildet. Der Gesetzgeber schreibt insoweit einen Zinssatz von 5,5 % vor (vgl. § 14 BewG ).

Mit freundlichen Grüßen

Wundke
Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 20.07.2016 | 13:47

Sehr geehrter Herr Wundke
Danke für ihre Antwort
Das heist wenn das so berechnet wird wie sie sagen werden dann die 5,5 % von dem Entgangen Mietbetrag abgezogen oder drauf gerechnet. Und sehen das die Gerichte auch so?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 20.07.2016 | 15:20

Vielen Dank für ihre Nachfrage.

Bei der Berechnung des Wertes des Wohnrechtes wird zunächst die voraussichtliche Lebenserwartung des Wohnrechtsinhabers zugrunde gelegt, welche den Sterbetafeln des Statistischen Bundeamtes entnommen werden kann, um die Restnutzungszeit zu ermitteln.

Weiterhin ist die fiktiv für ein Jahr entgangene Nettokaltmiete zu berechnen.

Außerdem ist der „Kapitalisierungsfaktor" zu ermitteln, welcher aus Tabellen abgelesen werden kann, die das Bundesministerium der Finanzen im Bundessteuerblatt veröffentlicht. Dieser richtet sich wiederum nach der Restlebenserwartung des Wohnrechtsinhabers. Hier wird dann auch die Abzinsung gemäß § 14 BewG berücksichtigt.

Letztendlich sind "Kapitalisierungsfaktor" und Jahresmiete zu multiplizieren und der Wert des Wohnrechtes ist ermittelt.

Diese Berechnung wird auch von Gerichten angewandt.

Mit freundlichen Grüßen

Wundke
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 21.07.2016 | 08:59

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Da ich kein Anwalt bin und Juristen Deutsch nicht verstehe wurde mir bei der nachfrage das ganze für Normalos nochmals erklärt und ich bin mit der Antwort einen guten Schritt weiter gekommen.

"