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Wohnrecht/Nießbrauchsrecht/WEG


09.05.2007 10:46 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke



Hallo,
Unser Sohn und seine Lebensgefährtin bauen ein 2-Familienhaus. Wir sollen die EG-Wohnung bekommen und geben hierzu (als Voraberbe) ca. 100.000,--. Wie sichern wir uns ab? Wohnrecht, Nießbrauchsrecht. Was ist mit der finanzierenden Bank, falls die Lebensgemeinschaft auseinander geht oder die Abtragung (evtl. durch Arbeitslosigkeit etc.) nicht mehr erbracht werden kann. Wie sieht das aus bei der Bildung von Wohnungseigentum?

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall die Beratung durch einen Anwalt / Anwältin ersetzen kann.

Die rechtliche Beurteilung kann unter Umständen anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen, wenn bestimmte Angaben hinzugefügt oder weggelassen werden.

Ihre Frage beantworte ich aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben, wie folgt:

Wenn Sie die Wohnung selbst beziehen, sollten Sie sich ein lebenslanges Wohnrecht eintragen lassen. Dieses würde dazu führen, dass auch bei dem Verkauf des Hauses, Sie in der Wohnung verbleiben dürften. Allerdings muss hier beachtet werden, dass das Wohnrecht im Grundbuch an erste Stelle eingetragen wird.

Dies ist vor allem gegenüber der finanzierenden Bank notwendig. Geht diese im Rang Ihrem Wohnrecht vor, so kann Sie für den Fall, dass der Kredit nicht mehr bedient wird diesen kündigen und die Zwangsversteigerung vornehmen. In diesem Fall würde Ihr Wohnrecht, da nachrangig, entfallen. Daher ist es unbedingt notwendig im Grundbuch vor der Bank eingetragen zu werden. Inwieweit die Bank diesem zustimmt kann allerdings nicht beurteilt werden. Diese hat selbstverständlich auch ein Interesse vorrangig eingetragen zu werden, da sich ein Haus ohne Wohnrecht besser veräußern lässt.

Sollten Sie die Wohnung vermieten wollen, so müsste anstatt eines Wohnrechts Nießbrauch für Sie eingeräumt werden.

Weiter könnte man darüber nachdenken, dass Sie die 100.000 € als Darlehen ausgestalten und diese dinglich, in Form einer Grundschuld, absichern. Hierbei kommt es allerdings wieder auf die Rangstellung an, es muss darauf geachtet werden, dass die Grundschuld vor der Bank eingetragen wird.

Darüber hinaus bestünde auch die Möglichkeit, dass Sie zusammen mit Ihrem Sohn als Bauherren auftreten und die EG-Wohnung zu einer Eigentumswohnung ausgestalten. In diesem Fall würde auch für den Fall, dass der Kredit Ihres Sohnes gekündigt wird nur der Teil Ihres Sohnes verwertet werden, Ihre Eigentumswohnung bliebe unberührt.

Welche Möglichkeit hier genutzt wird oder ob sogar noch eine weitere besteht kann im Rahmen dieses Forums nicht abschließend geklärt werden. Hierzu ist es nötig, in alle wichtigen Dokumente Einblick zu nehmen und mit den Parteien eingehend hinsichtlich der gewünschten Ergebnisse zu sprechen. Daher rate ich Ihnen einen ortsansässigen Kollegen aufzusuchen. Dieser kann mit Ihnen die Einzelheiten des Falles besprechen und eine auf Ihren konkreten Fall angepasste Lösung erarbeiten.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit der Antwort weiterhelfen. Sollten Sie noch weiteren Klärungsbedarf haben, nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.

Mit freundlichen Grüßen

Christopher Tuillier
Rechtsanwalt

info@rechtsanwalt-tuillier.de
www.rechtsanwalt-tuillier.de

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