Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Wohnrecht vom Sohn an Eltern

31.08.2020 13:26 |
Preis: 100,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


Zusammenfassung: Übertragung einer Immobilie mit Wohnrecht

Wir haben vor 15 Jahren unserem Sohn ein Einfamilienhaus übertragen 500.000,.. (geschenkt somit steuerfrei) mit einem Nießbrauchsrecht für beide Elternteile.
Das Haus wurde vor 4 Jahren verkauft und mit dem Teil des Erlöses wurde ein Ferienhaus auf den Namen des Sohnes gebaut.
Finanziert wurde es ca. hälftig. vom Kauferlös des Hauses und elterlichen Privatvermögen .
Das Grundstück hatte einen Kaufwert von 70.000,-- Das neue Haus hat 90 qm Wohnfläche .
Jetzt möchten wir ein lebenslanges Wohnrecht eintragen lassen für beide Elternteile ohne
zeitliche Begrenzung. Es sei noch erwähnt das wir begrenzt steuerpflichtig sind, da wir außerhalb des EU Raumes unseren Wohnsitz haben seit mehr als 6 Jahren.
Welche rechtlichen Möglichkeiten gibt es , sich abzusichern und welche sofortige steuerlichen
Belastungen könnten auf uns als Eltern zukommen.



Einsatz editiert am 03.09.2020 12:08:29
03.09.2020 | 14:00

Antwort

von


(128)
Hohenzollernring 57
50672 Köln
Tel: 0221 - 95819261
Web: http://www.wuebbe-rechtsanwalt.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Ein lebenslanges Wohnrecht, ob mit oder ohne Beteiligung an den Umlagen, ist sicher nur mit einer notariellen Absicherung, d.h. mit einem notariellen Vertrag. Im Übertragungsvertrag kann dann ein Wohnrecht eingetragen werden, was auch im Grundbuch hinterlegt ist.
Neben dem Wohnrecht sind als Alternativen zu beachten:
Das Nießbrauchrecht. Es erlaubt weit mehr als das Wohnrecht, so ermöglicht das Nießbrauchrecht alle rechtlich zulässigen Nutzungen, d.h. Sie dürften die Immobilie auch vermieten. Wie auch das Wohnrecht, ist es nicht vererblich oder veräußerbar.
Das Dauerwohnrecht. Hiermit wird Ihnen das Recht eingeräumt die Wohnung zu nutzen oder zu vermieten. Es kann vererbt und oder an andere Personen weitergegeben werden.

Natürlich können mit notariellem Vertrag die zu zahlenden Steuern und weiteren Umlagen auf Sie übertragen werden. Damit sind die Unterhaltungskosten des Wohnraumes gemeint.
Weiterhin kann auch geregelt werden, ob durch Sie eine Nutzungsentschädigung zu entrichten ist.
Es ist steuerlich noch zu bedenken, dass hier der Kapitalwert des Wohnrechts, der sich aus dem Mietspiegel sowie dem Alter des Bewohners ergibt, zu versteuern (Grunderwerbs- oder je nach Konstellation, Erbschaftssteuer). Das Gesetz begünstigt eindeutig allein den Erwerb von selbst genutztem Wohneigentum. Steuerfrei ist nur der Eigentumserwerb, wenn das Haus oder die Wohnung weiterhin Lebensmittelpunkt ist und man dort mindestens zehn Jahre wohnen bleibt.

Soweit die Eigentumsübertragung im Rahmen einer Schenkung stattfinden soll, ist an folgendes zu denken. Schenken ihrem Kind das Haus so ist bei der Schenkungssteuer einen Freibetrag von 400.000 Euro gegeben. Leben die Eltern nach der Schenkung noch mindestens zehn Jahre, wird dieser Freibetrag nach ihrem Ableben nicht mehr bei der Ermittlung der Erbschaftssteuer berücksichtigt. Weiterhin mindert das Wohnrecht den Schenkungswert.

Aber Achtung: Der Beschenkte muss unter Umständen Schenkungssteuer zahlen, wenn der Wohnungsberechtigte auf sein Recht verzichtet. Denn laut Urteil des Bundesfinanzhofes stellt ein unentgeltliches Wohnrecht einen Vermögenswert dar, so dass der Verzicht darauf wiederum eine Schenkung ist (BFH, Az.: II B 32/10).

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Michael Wübbe

ANTWORT VON

(128)

Hohenzollernring 57
50672 Köln
Tel: 0221 - 95819261
Web: http://www.wuebbe-rechtsanwalt.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Insolvenzrecht, Strafrecht, Zivilrecht, Tierrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 76310 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,6/5,0
Schnelle Antwort und genau die erhoffte Schlussfolgerung ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
Herr Burgmer hat auf meine - zugegeben vielleicht etwas pauschale - Frage zum Vertragsrecht in einzelnen Details ausführlich und auch in dem Sinne sehr hilfreich geantwortet, als ich bestimmte Zusammenhänge erst dadurch vestanden ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Für meinen Fall im Puncto Nachbarschaftsrecht wurde sehr schnell und zu meinen Fragen klar verständlich geantwortet. Auch auf eine detaillierte Nachfrage wurde umgehend rückgemeldet. Sehr gern wieder. ...
FRAGESTELLER