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Wohnrecht und Zwangsversteigerung

29. April 2022 16:45 |
Preis: 55,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


18:20

Zusammenfassung:

Ein Wohnrecht erlischt nicht, wenn der Berechtigte aus gesundheitlichen Gründen die Wohnung verlassen muss und beispielsweise in ein Altersheim zieht. Es kann dann eine Abfindung verhandelt werden oder die Vermietung der Wohnung zur Deckung der Heimkosten.

Guten Tag, der Betreuer meiner Stiefmutter hatte mir mitgeteilt das meine Eigentumswohnung, die Wohnung gehörte meinem Vater, auch durch das Sozialamt oder durch Ihn zwangsversteigert werden kann wenn ich die Ablöse Summe von 24000 Euro nicht bezahle. Die Stiefmutter hat ein einfaches Wohnrecht auf Lebenszeit musste aber ins Pflegeheim umziehen da sie im Rollstuhl sitzen muss. Die Schlüssel der Wohnung gibt der Anwalt auch nicht heraus. Kann die Wohnung nun tatsächlich nach dem Wertgutachten des Wohnrecht zwangsversteigert werden? Wer trägt die monatlichen Nebenkosten der Eigentumswohnung? Vielen Dank!

29. April 2022 | 17:56

Antwort

von


(598)
Heinz-Fangman-Str. 2
42287 Wuppertal
Tel: 0202 76988091
Web: http://www.kanzlei-scheibeler.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Gegenüber der Eigentümergemeinschaft sind Sie zunächst selbst verpflichtet, das Hausgeld zu begleichen. Anderenfalls können Sie von dieser verklagt werden. Ihre Schwiegermutter ist natürlich auch noch ihm gegenüber verpflichtet, die Nebenkosten zu tragen, entsprechend der getroffenen Vereinbarung anlässlich der Bestellung des Wohnrecht. Eine Frage dürfte aber sein, ob sie dies wirtschaftlich kann, da sie offenbar vom Sozialamt lebt. Es könnte also sein, dass sie eine Zahlungsforderung gegen die Stiefmutter haben, die aber nicht werthaltig ist.

Wie der Betreuer aus dem Wohnrecht eine Zwangsversteigerung einleiten kann, kann ich mir nicht vorstellen. Sie können entweder eine Abfindung verhandeln, die sich meistens aus der ortsüblichen Miete und der statistischen Lebensdauer der Stiefmutter errechnet. Alternativ wäre eine Möglichkeit, dass Sie der Stiefmutter die Vermietung der Wohnung erlauben. Die Nebenkosten aus dem Mietverhältnis müssten natürlich an Sie gezahlt werden zum Zwecke der Deckung des Wohngeldes. Die Kaltmiete könnte bei einer solchen Vereinbarung bei der Stiefmutter verbleiben und so die Heimkosten anteilig decken. Allerdings ist hierzu eine einvernehmliche Regelung erforderlich, da ein Wohnrecht üblicherweise nicht die Überlassung der Räume an Dritte gestattet.

Sie können aber auch nicht verlangen, dass die Stiefmutter ohne weiteres das Wohnrecht löschen lässt, bloß weil sie es aufgrund ihres gesundheitlichen Zustands aller Voraussicht nach nicht mehr nutzen können wird. Aufgrund des Wohnrechtes ist die Stiefmutter berechtigt, die Wohnung leer stehen zu lassen für den Fall, dass sie einmal zurückkehren wird.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 29. April 2022 | 18:16

Hallo nochmals und vielen Dank für die 1. Antwort zum Problem.
Der Schlüssel der Wohnung verbleibt dann beim Betreuer?
Danke!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 29. April 2022 | 18:20

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

da die Stiefmutter berechtigt ist, für den Fall ihrer Genesung der die Wohnung zu beziehen aufgrund des Wohnungsrechtes, hat sie auch das Recht, den Schlüssel zur Wohnung zu behalten. Der Betreuer ist insofern der Vertretungsberechtigte der Stiefmutter.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Scheibeler

ANTWORT VON

(598)

Heinz-Fangman-Str. 2
42287 Wuppertal
Tel: 0202 76988091
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