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Wohnrecht und Verkauf

| 23.11.2015 07:31 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Oma hat ein lebenslanges Wohnrecht gem. § 1093 BGB zur Alleinnutzung am gesamten Haus. Im Grundbuch eingetragen.

Käufer möchte dieses Wohnrecht auf eine kleinere Wohnung/Einheit begrenzen und den Rest des Hauses nach eigenem Ermessen nutzen/vermieten.
Oma ist einverstanden.

Genügt ein formloser Vertrag zwischen Oma und Käufer oder muss hier ein notariell verfasster/beurkundeter Vertrag erstellt werden ?

23.11.2015 | 09:11

Antwort

von


(757)
Wrangelstrasse 16
24105 Kiel
Tel: 0431-895990
Web: http://www.kanzlei-steidel.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Es ist ausreichend, einen privatschriftlichen Vertrag zur künftigen Ausgestaltung des Wohnrechts abzuschliessen. Es "muss" also keine notarielle Urkunde errichtet werden.

Wenn die Beschränkung des Wohnrechts allerdings auch für künftige Rechtsnachfolger wirksam sein soll, dann müsste eine grundbuchliche Änderung eingetragen werden. Dies ist dann wiederum nur in notarieller Form möglich. Soll die Änderung also im Grundbuch ersichtlich sein, dann ist ein privatschriftlicher Vertrag nicht ausreichend.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Sascha Steidel
Fachanwalt für Familienrecht

Rückfrage vom Fragesteller 23.11.2015 | 11:08

Danke für die prompte Antwort. Das Wohnrecht gilt nur für Oma, keine Nachfolger.

Allerdings ist Oma 89. Körperlich und geistig noch fit. Wie kann vermieden werden, dass der Vertrag wohl möglich angefochten wird aufgrund des hohen Alters von Oma ?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 23.11.2015 | 11:16

Derjenige, der einen solchen Vertrag anfechten möchte, müsste beweise, dass ein Anfechtungsgrund besteht. Sie können natürlich einen Zeugen hinzuziehen, der sich davon überzeugt, dass Ihre Oma weiss, was Sie im Vertrag vereinbart. Eigentlich halte ich dies aber nicht für erforderlich.

Bewertung des Fragestellers 23.11.2015 | 11:25

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