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Wohnrecht des Freundes meiner Schwester im selber genutzten Haus

03.02.2014 17:04 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Guten Tag,

meine Schwester und ich (Alleinerben) befinden uns im Haus unseres verstorbenen Vaters zur Regelung der Erbangelegenheiten und des Hausverkaufs.
Muss ich die dauerhafte Anwesenheit ihres Lebenspartners (seit knapp 30 Jahren leben sie zuammen, keine Ehe) während dieser Zeit im Haus tolerieren, oder kann ich ihm den Aufenthalt im Haus untersagen.

Vielen Dank

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Leider ist die Formulierung Ihrer Fallkonstellationen nicht ganz eindeutig.

So sagen Sie, Sie und Ihre Schwester befänden sich im Haus Ihres verstorbenen Vaters zur Regelung der Nachlassangelegenheiten. Aus dieser Schilderung ist nicht ersichtlich, ob Sie und Ihre Schwester in dem Haus wohnen oder ob Sie das Haus nur aufsuchen, um Nachlassangelegenheiten zu besprechen. Auch ergibt sich aus der Sachverhaltsschilderung nicht, ob Ihre Schwester mit ihrem Freund bereits zu Lebzeiten des Vaters im Haus gewohnt hat oder ob sie erst nach dem Tod des Vaters in das Haus eingezogen ist. Ferner kann man aus der Sachverhaltsschilderung nicht ersehen, ob Sie in dem Haus selbst wohnen oder das Haus lediglich zum Zweck der Regelung der Nachlassangelegenheiten aufsuchen. Des weiteren ergibt sich aus der Schilderung nicht, ob es sich um ein Einfamilienhaus oder um ein Haus mit mehreren Wohnungen handelt.


2.

Wenn Ihre Schwester in dem Haus des verstorbenen Vaters berechtigt wohnhaft ist, darf sie auch ihren Freund aufnehmen. Das können Sie Ihrer Schwester nicht untersagen. Ob Ihre Schwester verheiratet ist oder nicht, spielt keine Rolle.


3.

Ich empfehle, im Rahmen der kostenlosen Nachfragemöglichkeit Ihre Sachverhaltsschilderung zu vervollständigen, damit der korrekte Sachverhalt beurteilt werden kann.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 03.02.2014 | 21:41

Sehr geehrter Herr Raab,

vielen Dank soweit für die Antwort.
Zu Ihren Nachfragen:
Wir suchen das Haus nur auf, um die Nachlassangelegenheiten zu besprechen. Weder meine Schwester noch ich hatten zu Lebzeiten unseres Vaters in diesem Haus dauerhaft gewohnt. Unser Vater verstarb am 05. Januar 2014, ich hatte seit Anfang Oktober 2013 in diesem Haus gewohnt, weil unser Vater meist hospitalisiert war, aber auch 9 Tage zu Hause war. Grundsätzlich haben weder meine Schwester noch ich dauerhaft in diesem Haus einen Wohnsitz, wir waren auch nie behördlich in diesem Haus gemeldet. Es handelt sich um ein Einfamilienhaus mit 4,5 Zimmern, zwei Bädern und einer Küche.

Mit freundlichem Gruss,

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.02.2014 | 22:07

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Sie und Ihre Schwester bilden eine sog. ungeteilte Erbengemeinschaft. D. h., Entscheidungen müssen gemeinsam getroffen werden. Das wiederum heißt, dass Sie nicht das alleinige Hausrecht haben und den Freund der Schwester deshalb nicht des Hauses verweisen können.


2.

Aus der Sachverhaltsschilderung entnehme ich, daß Sie sich mit dem Freund der Schwester nicht verstehen.

Da über die Aufteilung des Nachlasses eine Klärung erfolgen muß, bietet es sich an, Ihrer Schwester klar zu machen, daß Sie das Gespräch ausschließlich mit ihr und nicht in Gegenwart des Freundes zu führen bereit seien.

Das dürfte die weitaus bessere Möglichkeit sein, als ggf. einen Rechtsstreit wegen der Anwesenheit des Freundes zu führen. Ein derartiger Rechtsstreit hätte zum Ziel, dass das Gericht anstelle der Erbengemeinschaft zu entscheiden hätte, ob der Freund der Schwester bei den Gesprächen anwesend sein dürfte. Wie diese Entscheidung aussähe, kann man aufgrund der Sachverhaltsschilderung leider nicht sagen.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

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