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Wohnrecht bei Zwangsversteigerung

16.04.2012 12:06 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth


Mein Bruder und ich haben ein Wohngrundstück von unserer Mutter geerbt.Es gibt kein Testament. Neben dem Grundstück gibt es noch ein Sparguthaben. Meinem Bruder wurde von unserer Mutter ein lebenslanges Wohnrecht eingeräumt.
Eine Einigung über die Vermögensaufteilung ist nicht möglich. Mein Bruder besteht auf sein Wohnrecht, obwohl er dort seit Jahren nicht wohnt. D.h. nach dem Tod unserer Muttter ist das Grunstück unbewohnt. Vorschläge zur Vermögensaufteilung hat er bisher immer wieder abgelehnt bzw. nicht darauf reagiert. Er will nur das Sparguthaben aufteilen.
Ich habe dies abgehnt, da ich eine Gesamtlösung möchte.

Was kann ich tun? Hilft eine Zwangsversteigerung zur Aufteilung des Vermögens? Was passiert mit dem Wohnrecht?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:


Das Wohnrecht würde bei einer Teilungsversteigerung nur dann bestehen bleiben, wenn es im Grundbuchrang etwaiger Grundpfandrechte der Banken vorgeht.

Ein solches Prozedere ist erfahrungsgemäß nicht zu erwarten, da sich die Banken in Abteilung III des jeweiligen Grundbuchs einen Vorrang einräumen lassen, so das Wohnrecht im Zuge der Teilungsversteigerung unterginge.

Darüber hinaus haben Sie nicht mitgeteilt, ob das Wohnrecht überhaupt im Grundbuch eingetragen ist.
Nur dann bestünde für das Wohnrecht eine Absicherungswirkung.

In der Regel ist die Teilungsversteigerung gegenüber einem früher eingetragenen Wohnrecht nachrangig.
In diesem Fall müsste der Ersteher das Wohnungsrecht übernehmen.

Sinnvoller erscheint mir insoweit, mit Hilfe eines Kollegen mit Ihrem Bruder dann frei über eine Abfindung in Geld zu verhandeln, um die Löschung des Wohnrechts aus dem Grundbuch zu erreichen.


Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Die moderne Kommunikation ermöglicht insoweit auch die Überbrückung größerer Entfernungen.



Nachfrage vom Fragesteller 16.04.2012 | 13:33

Sehr geehrter Roth,

Das Wohnrecht ist natürlich im Grundbuch eingetragen. Hypotheken u.ä. sind nicht eingetragen. Eine Einigung auf außergerichtlichem Wege halte ich für ausgeschlossen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.04.2012 | 13:43

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

In diesem Fall wird es leider schwierig, die gegenwärtige Situation zu ändern.

Eine Löschung des Grundbuches gegen den Willen des Wohnrechtsberechtigten ist nicht möglich.

Sie sollten trotzdem eine Eingigung zumindest versuchen.
Schlägt dies fehl, können Sie nach § 2042 BGB die Erbauseinandersetzung verlangen.


Mit freundlichen Grüßen
RA K. Roth

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