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Wohnrecht anrechenbar auf Erbteil

| 18.02.2014 11:57 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Steidel


Meine Eltern besitzen ein Haus, das in Wohneigentum mit zwei Wohungen aufgeteilt ist.
Es sind zwei Kinder da, ich und mein Bruder.
Das Haus wird eigengenutzt.; Baujahr 1960. = Wert 150.000 Euro.
Eine Wohung kaufte ich meinen Eltern ab für 75.000 Euro; Eigennutzung. Ich modernisierte das Haus grundlegend für ca. 100.000 Euro und bekam in diesem Zuge die zweite Wohnung im Rahmen einer Schenkung übertragen. Für meine Eltern wurde ein lebenslanges Wohnrecht eingetragen.
Im Notarvertrag steht, der Bruder wird zu einem späteren Zeitpunkt in unbekannter Höhe ausgezahlt.
Wert des Hauses heute nach zahlreichen Modernisierungen 250.000 Euro. Meine Eltern waren zum Zeitpunkt der Schenkung 60 Jahre alt - ortsübliche Miete 350 Euro.
Ich ärgere mich im Nachhinein, dass nichts konkreteres vereinbart wurde, aber so steht es nunmal geschrieben.
Frage:
Was muss ich wann zahlen ?
Wird das Wohnrecht in Abzug gebracht, muss ich überhaupt was zahlen.

Einsatz editiert am 18.02.2014 14:07:08

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ein Anspruch des Bruders kann überhaupt erst im Erbfall entstehen. Wie hoch der Anspruch wäre, hängt dann davon ab, ob der Bruder selbst Erbe wird oder wegen Enterbung auf den Pflichtteil verwiesen wird.

Wäre der Bruder pflichtteilsberechtigt, so hätte er grundsätzlich einen Pflichteilsergänzungsanspruch nach § 2325 BGB.

Dazu müsste der Wert der Schenkung ermittelt werden. Dabei wird das lebenslange Wohnrecht berücksichtigt und muss bewertet werden. Unter Zugrundelegung Ihrer Zahlen ergibt sich nach dem Bewertungsgesetz ein kapitalisierter Wert des Wohnrecht von rund 44.000 EUR.
( jährliche Nettomiete 4.200,- EUR mal Faktor 10,448 (für Männer mit 60 Jahren )

Zieht man diesen Wert vom Wohnungswert von 75.000 EUR ab, so verbleibt ein Wert der Schenkung von rund 31.000 EUR. Die Pflichtteilsquote ( wenn nur Sie und Ihr Bruder gesetzliche Erben sind ) beträgt dann 1/4, so dass ein Pflichtteilsergäntungsanspruch von 7.750,- EUR bestünde.

Dabei muss dann auch noch berücksichtigt werden, dass eine Abstufung des Schenkungswertes nach § 2325 III BGB erfolgt, abhängig davon, wieviel Zeit zwischen Schenkung und Erbfall verstrichen ist.

Bitte beachten Sie, dass dies eine grobe Rechnung ohne jegliche mögliche Überprüfung der Richtigkeit der zugrundeliegenden Werte darstellt. Diese soll Ihnen die Systematik der Berechnung zeigen.

Eine konkrete Berechnnug wird erst im Erbfal möglich sein.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 18.02.2014 | 15:38

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