Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Wohnrecht, Grundbuch

| 22.05.2019 13:24 |
Preis: 50,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


Wohnhaus A wurde 1997 an Tochter mit Pflegeverpfichtung übergeben (Grundbuch).
1999 wurde mündlich barrierefreier Wohnungsanbau B für Eltern vereinbart.
Tochter renovierte A und erweiterte um C.

Jetzt pocht Vater auf geschriebenes Wohnrecht in A und möchte Geld oder Auszug der Tochter.

1. Wer hat Wohnrecht in B und C?
Kann davon ausgegangen werden, dass die Eltern den Wohnrechtsanspruch nach C mitnahmen?
2. Greift hier nach 20 Jahren das Gewohnheitsrecht?
3. Würde nach Treu und Glauben verstoßen, da Grundbuchaktualisierung verweigert wird?

Einsatz editiert am 22.05.2019 16:55:29
24.05.2019 | 18:43

Antwort

von


(83)
Heidfeld 2
30880 Laatzen
Tel: 01783172971
Web: http://kanzlei-beresan.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Mandant,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, sind die Eltern Eigentümer des gesamten Grundstücks. Auf die Tochter wurde lediglich das sich darauf befindliche Wohnhaus (A) übertragen. Die Tochter erweiterte das Wohnhaus um einen Anbau (C), welcher sich jedoch auf dem Grundstück der Eltern befindet.

1.
In diesem Fall haben die Eltern das Wohnrecht in B und C. Die Tochter hat das Wohnrecht lediglich in dem Wohnhaus (A), weil es in ihrem Eigentum steht.

Der Anbau (C), welchen die Tochter errichtet hat, befindet sich auf dem Grundstück der Eltern und steht deshalb grundsätzlich im Eigentum der Eltern (§§ 946 , 94 Abs. 1 Satz 1 BGB ), soweit vertraglich nichts anderes vereinbart ist. Allein, der Umstand, dass der Anbau C durch die Tochter errichtet wurde, begründet kein Wohnrecht für die Tochter. Entscheidend sind vielmehr die Eigentumsverhältnisse am Grundstück.

2.
Ein Wohnrecht kann nicht gewohnheitsrechtlich begründet werden. Es bedarf vielmehr entsprechender Vereinbarungen, die insbesondere hinsichtlich der Art und Dauer des Nutzungsrechts hinreichend bestimmt sind. Andernfalls können die Eltern jederzeit von der Tochter verlangen, die Teile des Grundstücks zu räumen und herauszugeben, die nicht in ihrem Eigentum stehen.

3.
Eine gesetzliche oder vertragliche Verpflichtung zur Grundbuchänderung ist mir vorliegend aufgrund Ihrer Angaben nicht ersichtlich. Daher kann auch eine entsprechende Verweigerung nicht gegen Treu und Glauben verstoßen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt Leon Beresan


Nachfrage vom Fragesteller 26.05.2019 | 09:45

Sehr geehrter Herr Beresan,

Vielen Dank für Ihre Erläuterungen.

Meine Angaben waren nicht genau genug.
Wohnhaus A und das Grundstück wurden 1997 an die Tochter überschrieben.
Die Eltern behielten das Wohnrecht in allen Räumen.

1999 wurde B angebaut, in welches die Eltern umgezogen sind (ohne Grundbuchaktualisierung).
Die Tochter bewohnt A und C.
Die Wohnungen sind gleichwertig, eine Räumungsklage für A wäre doch reine Schikane?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.05.2019 | 11:36

Sehr geehrter Mandant,

Der Vater kann von der Tochter keine Räumung aus A verlangen, solange A im Eigentum der Tochter steht. Zwar wurde für die Eltern ein Wohnrecht in A vereinbart. Als Eigentümerin kann die Tochter jedoch mit A nach Belieben verfahren (§ 903 BGB ), also auch dort wohnen, solange vertraglich nicht ausdrücklich etwas Anderes vereinbart ist.

Mit freundlichen Grüßen

Leon Beresan
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 28.05.2019 | 09:47

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Wichtig war mir die Konkretisierung. Herr Beresan ist auf den Punkt gekommen und mir damit sehr geholfen."
Stellungnahme vom Anwalt:
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Leon Beresan »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 28.05.2019
4,8/5,0

Wichtig war mir die Konkretisierung. Herr Beresan ist auf den Punkt gekommen und mir damit sehr geholfen.


ANTWORT VON

(83)

Heidfeld 2
30880 Laatzen
Tel: 01783172971
Web: http://kanzlei-beresan.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Baurecht, Ausländerrecht, Miet und Pachtrecht, Arbeitsrecht, Familienrecht
Jetzt Frage stellen