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Wohngemeinschaft, Hauptmieterwechsel

13.02.2020 10:46 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Ausscheiden eines Mieters aus einer WG

Ich wohne den letzten Monat in einer Wohngemeinschaft mit gesamtschuldnerischem Vertrag.
Ursprunglich waren da 3 Mieter als Hauptmieter, und ich als Untermieterin.
Ein Mieter wollte sich vor 5 Monaten kündigen (aus dem Vertrag ausscheiden). Er sendete dem Vermieter eine Bitte um Ausscheidung. Nach unserer damaligen Verinbaranung nannte er mich als Nachmieterin. Der Vermieter antwortete, dass für den Mieterwechsel Lohnabrechnungen benötigt würden. Vor 1.5 Monaten sendete ich dem Vermieter meine Lohnabrechnungen mit einem kurzen Brief mit der Absicht, Hauptmieterin zu werden.
Der Kontakt mit dem Vermieter war und ist schwierig, er hat auf mein Brief (Einschreiben, aber ohne Rückschein) nicht geantwortet.
Dann fand ich sehr schnell eine eigene Wohnung. Jetzt vorbereite ich mich auf den Auszug aus dieser Wohngemeischaft.


Ich möchte einen Rat bekommen, (1) ob es sinnvoll für mich und die andere Mieter wäre, aus diesem angefangenen Verfahren jetzt auszusteigen, und wenn nicht, (2) ob ich problemlos als Hauptmieterin in zwei Wohnungen sein kann, oder welche Probleme kann ich erwarten?

(3) Muss ich den Vermieter über meinen Auszug informieren?
(4) Wenn ich nun nicht mehr Hauptmieterin sein möchte, kann der Vermieter für die restliche zwei Mitbewohnerinnen Problemen verursachen? (Nur z.b. weil sie zu wenig verdienen). Welche? wird er mit der Räumung drohen?
(5) Um wieviel kann der Vermieter bei der Mieterwechsel die Miete erhöhen?
(6) Gilt der vorheriger Mieter (der vor 5 Monaten sich kündigen wollte) noch als Hauptmieter, wenn keiner von uns einige Nachträge zum Hauptmietvertrag noch unterschrieb?
(7) Allgemeine Frage. Darf ein Hauptmieter/in einen Untermietvertrag für jemanden machen, wenn er/sie in der Wohnung nicht mehr angemeldet ist?

Hintergrundinfo.
[Eine neue Untermieterin wurde gefunden, aber die andere zwei Mieterinnen möchten ihr ein Hauptmietvertrag nur nach ein paar Test-Monaten vorschlagen, nicht sofort. Die zwei Mieterinnen hoffen, dass ich diese Monate trotz meinem Auszug in dem Hauptmietvertrag sein werde, und versuchen mich zu manipulieren.
[Zitat aus dem Brief des Vermieters, das wurde vor 4 Monaten dem ehemaligen Mieter geschrieben: "Sollten nur Sie allein aus dem Mietverhältnis ausscheiden wollen, so benötigen wir von Frau... und Frau... Verdienstbescheinigungen der letzten 3 Monaten zum Nachweis, dass die Mietzahlungen (...) weiterhin gewährleistet sind.]

Vielen Dank im Voraus.
Anastasia, Berlin.
13.02.2020 | 11:37

Antwort

von


(300)
Hopfengartenweg 6
90451 Nürnberg
Tel: 091138433062
Web: http://www.frischhut-recht.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragestellerin,

Ihre Anfragen möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

(1) ob es sinnvoll für mich und die andere Mieter wäre, aus diesem angefangenen Verfahren jetzt auszusteigen.

Ich bin mir nicht ganz sicher was Sie mit "aus dem Verfahren aussteigen" meinen. Ich nehme jedoch an, dass sich Ihre Frage darauf bezieht, ob Sie bereits Hauptmieterin geworden sind oder nicht. Sie hatten den Vermieter nach Ihren Angaben schriftlich um Aufnahme als Hauptmieterin gebeten. Darauf hin haben Sie über eineinhalb Monate keine Antwort erhalten.

Verträge kommen durch Angebot und übereinstimmende Annahme zustande. Wann ein unter Abwesenden abgegebenes Angebot noch annahmefähig ist, unterliegt im Streitfalle einer Einzelfallüberprüfung. Der Antragende kann nach überwiegender Rechtsprechung regelmäßig jedenfalls binnen zwei bis drei Wochen erwarten, dass sein in Aussicht genommener Vertragspartner die Annahme des Angebots erklärt.

Dies ist vorliegend nicht erfolgt, so dass Sie auch nicht in den Hauptmietvertrag aufgenommen wurden. Eine Annahme des Vermieters die jetzt noch erfolgen würde wäre verspätet.

(2) ob ich problemlos als Hauptmieterin in zwei Wohnungen sein kann, oder welche Probleme kann ich erwarten?

Grundsätzlich können Sie in rechtlicher Hinsicht auch mehrere Mietverträge schließen. Sie würden dann allerdings auch die jeweiligen Verpflichtungen aus beiden Mietverträgen übernehmen müssen.

(3) Muss ich den Vermieter über meinen Auszug informieren?

Soweit Sie lediglich Untermieterin sind, wovon nach Ihren Angaben ausgegangen werden darf, ist eine gesonderte Mitteilung an den Hauptvermieter nicht zwingend notwendig.

(4) Wenn ich nun nicht mehr Hauptmieterin sein möchte, kann der Vermieter für die restliche zwei Mitbewohnerinnen Problemen verursachen? (Nur z.b. weil sie zu wenig verdienen). Welche? wird er mit der Räumung drohen?

Wären Sie bereits in den Mietvertrag als Hauptmieterin aufgenommen, so käme es auf Ihre Bereitschaft hierzu freilich nicht mehr an. Sie könnten sich dann nicht mehr einseitig vom Vertrag lösen, da eine Kündigung nur durch alle Hauptmieter gemeinsam erfolgen könnte. Ihr einseitiges Ausscheiden aus dem Vertrag wäre daher nur mit Zustimmung des Vermieters möglich.

(5) Um wieviel kann der Vermieter bei der Mieterwechsel die Miete erhöhen?

Eine Mieterhöhung käme nur bei einer vollständigen Neuvermietung in Betracht. Soweit es lediglich zu einem Wechsel einzelner von mehreren Mietern kommt, gelten sämtliche Regelungen des bestehenden Mietvertrages fort.

(6) Gilt der vorheriger Mieter (der vor 5 Monaten sich kündigen wollte) noch als Hauptmieter, wenn keiner von uns einige Nachträge zum Hauptmietvertrag noch unterschrieb?

Der vorherige Mieter dürfte auch nach wie vor Mieter sein, denn ein einseitiges Ausscheiden ist nur mit Zustimmung des Vermieters möglich. Eine solche Zustimmung hat der Vermieter jedoch noch nicht erteilt. Er teilte lediglich mit, dass für einen Mieterwechsel Lohnabrechnungen benötigt würden.

(7) Allgemeine Frage. Darf ein Hauptmieter/in einen Untermietvertrag für jemanden machen, wenn er/sie in der Wohnung nicht mehr angemeldet ist?

Ein Hauptmieter darf die Mietsache ganz oder teilweise untervermieten wenn der Vermieter seine Erlaubnis hierzu erteilt hat. Ob der Hauptmieter einwohnerrechtlich in der Wohnung gemeldet ist oder nicht spielt hier keine Rolle.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie in dieser Angelegenheit weiterführende anwaltliche Unterstützung benötigen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit gern zur Verfügung, da meine auf das Miet- und Wohnungseigentumsrecht spezialisierte Kanzlei gerade auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet werden. Soweit Sie rechtschutzversichert sein sollten, kann zudem auch eine kostenfreie Deckungsanfrage für Sie gestellt werden.

Ich hoffe ansonsten, Ihre Fragen verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen




Dipl.iur. Mikio A. Frischhut
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Mikio Frischhut

ANTWORT VON

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