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Wohngeld oder Einkommensteuererklärung


28.12.2007 23:06 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim



Sehr geehrte Rechtsanwalt,

die Situation:
seit mind. 4 Jahren bin ich selbständig und habe seitdem keine Einkommensteuererklärung mehr gemacht. Auch hat mich das Finanzamt nie dazu aufgefordert. Also habe ich auch keinen Steuerbescheid, denn ich wurde auch nicht geschätzt. Bisher ging es immer so, jetzt wollen wir aber einen Wohngeldantrag stellen, dort bestehen sie aber auf einem Steuerbescheid!!


Das Problem:
Jetzt stellt sich für mich die Frage, ob ich die St.-Erklärungen für 2005 und 2006 abgebe und eine Nachzahlung riskiere, die das erwartete Wohngeld bei weitem übersteigt.

Die Zahlen:
2005 habe Einkünfte aus meinem Gewerbe von 15T€ erzielt (Renten- und Krankenversich. schon abgezogen), 2006 waren es nur noch 10T€

In den beiden Jahren war ich verheiratet, Steuerklasse 4, 2.0 Kinderfreibeträge auf Steuerkarte eingetragen. Allerdings bin ich seit November 2006 getrennt lebend von meiner Ehefrau, habe seit 05.12.06 ein "neues" Kind mit meiner jetzigen Partnerin. Irgendwelche besonderen Ausgaben hatte ich nicht, die Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte betrug 14 km.

Die Frage:
Muss ich bei diesem geringen Einkommen überhaupt EkSt bezahlen? Und wenn ja, wie viel in etwa?

Ich bitte Sie, die Frage nur zu beantworten, wenn Sie mir die Höhe der zu erwartenden Einkommensteuer IN ETWA benennen können bzw. weitere, für die Berechnung der Steuer notwendigen Angaben, nachzufragen. Nur das würde mir helfen.

Freundliche Grüße

Sehr geehrter Fragesteller,

herzlichen Dank für Ihre Frage und das damit entgegengebrachte Vertrauen.

Nach Ihren Angaben würde eine Steuerpflicht (ohne Freibeträge) für das Jahr 2005 (15T €) in Höhe von etwa 700 Euro bestehen, für das Jahr 2006 (10T €) würde in der Lohnsteuerklasse I/IV keine Einkommenssteuer erhoben werden. Da Sie jedoch über Steuerfreibeträge für 2 Kinder verfügen, würde auch für das Jahr 2005 mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Lohnsteuer erhoben werden.

Die Lohnsteuerklasse IV ist der Höhe nach der Lohnsteuerklasse I gleichgesetzt.

Womöglich ergeben sich weitere Abzugsmöglichkeiten im Rahmen der Werbungskosten oder bei den Sonderausgaben.

Ich hoffe, Ihnen vorerst weiter geholfen zu haben und stehe Ihnen gerne, auch im Rahmen der kostenfreien Nachfrage, zur Verfügung.

Bis dahin verbleibe ich mit freundlichen Grüßen und Wünschen für einen angenehmen Jahreswechsel.

Christian Joachim
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 29.12.2007 | 12:34

Vielen Dank für Ihre Antwort, die mir erst einmal sehr geholfen hat. Sind Sie bei der Berechnung von einer Getrennt- oder Zusammenveranlagung ausgegangen oder spielt dies keine Rolle?

Freundliche Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.01.2008 | 19:30

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Es spielt vorliegend unbedingt eine Rolle, ob eine Zusammenveranlagung vorgenommen wird oder nicht. Da Sie mir von einer Zusammenveranlagung nichts mitgeteilt haben, bin ich von einer Einzelveranlagung ausgegangen. Sofern zusammenveranlagt wird, kommt ja noch das Einkommen (und auch Abzugsmöglichkeiten) Ihrer Frau hinzu.

Desweiteren sollten Sie beachten, dass bei einer Zusammenveranlagung als Selbständiger die Steuerklasse IV nur in besonderen Fällen veranlagt werden kann. Sie müssten hier sodann die Steuerklasse III oder V wählen, wobei sich nur in der Steuerklasse V eine negative Abweichung vom o.g. ergeben könnte.

Ich hoffe, Ihnen auch mit meiner Antwort auf Ihre Nachfrage geholfen zu haben und stehe Ihnen gerne weiterhin zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

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