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Wohngebäudeversicherung Solaranlage


11.10.2007 19:48 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe eine Wohngebäudeversicherung nach VGB 88 Euro.
Diese beinhaltet auch die Klausel 7164 Klima-,Wärmepumpen-und Solarheizungsanlagen.
Fall:
Durch ein Rohbruch an der Solarheizungsanlage ist im Dachgeschoss Flüssigkeit ausgetreten.
Durch den Rohrbruch ist Sauerstoff in die Leitungen eingedrungen,sodass der Fühler an den Kollektoren kapput ging.
Folgeschaden war, das auch die Leitungen in den Kollektoren durch die hohen Temperaturen verstopft waren.
Kollektoren mussten somit ausgetauscht werden.
Solaranlage wurde dann durch ein von mir beauftragte Heizungsfachbetrieb vollständig repariert.
Ich habe den Schaden,nachdem mir aufgefallen ist,sofort meiner Versicherung gemeldet.
Die Versicherung beauftrage ein Mitarbeiter einer Regulierungfirma.Er meinte,wie auch die Heizungsfirma,das der Schaden durch den Rohrbruch zustande kam.
Er verfasste einen Schadensbericht und schickte es zu meiner Versicherung.
Meine Versicherung möchte aber nur den Schaden an den Leitungen/Tapete/Bodenbelag bezahlen.Nicht den Umfang der teueren Kollektoren (ca.2000Euro !)
Frage:

1. Was muss die Versicherung nun bezahlen ??
2. Kann ich mich auf eine Rechtssprechung beziehen??
3. Kann ich den Schadensbericht meiner Versicherung einfordern ??

Für eine schnelle Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.

-- Einsatz geändert am 12.10.2007 07:43:04

-- Einsatz geändert am 12.10.2007 09:49:29

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Sehr geehrter Fragesteller,

vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform nur dazu dienen soll, Ihnen einen ersten Eindruck der Rechtslage zu vermitteln. Die Leistungen im Rahmen einer persönlichen anwaltlichen Beratung/Vertretung können und sollen an dieser Stelle nicht ersetzt werden. Durch Weglassen oder Hinzufügen von wesentlichen Tatsachen kann die Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen. Es können nur die wesentlichen Aspekte des Falles geklärt werden.

Aufgrund Ihrer Angaben und unter Berücksichtigung des Einsatzes beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

Inwieweit die Versicherung hier zur Übernahme des weiteren Schadens verpflichtet ist, lässt sich durch Ihre Sachverhaltsdarstellung leider nicht abschließend klären. Hierzu wäre es notwendig, den Versicherungsvertrag einzusehen um festzustellen, ob die Solaranlage als solche in die Wohngebäudeversicherung mit aufgenommen wurde. Durch die Vereinbarung der Klausel 7164 VGB 88 ist lediglich vereinbart, dass auch Schäden durch Flüssigkeiten aus der Solaranlage an dem Wohngebäude versichert sind. Hieraus alleine lässt sich nicht herleiten, dass auch Schäden an der Solaranlage versichert sind. Da Solaranlagen einen festen Bestandteil von Gebäuden darstellen, können diese unter Umständen in die Wohngebäudeversicherung einbezogen werden. Hierzu ist aber dann eine entsprechende Anpassung des Versicherungsvertrags notwendig.

Bei dem von Ihnen angesprochenen Schadensbericht handelt es sich um ein internes Dokument Ihrer Versicherung. Sie haben zwar die Möglichkeit, Ihre Versicherung zu bitten, Ihnen eine Kopie zuzusenden, hierauf besteht allerdings kein Rechtsanspruch. Ihren Ausführungen entnehme ich allerdings, dass auch nicht die Frage der Ursächlichkeit, sondern vielmehr der Umfang des Versicherungsschutzes das für die Nichtleistung entscheidende Argument ist.

Andernfalls läge die Beweislast für die Ursächlichkeit bei Ihnen. Ob hier in einer gerichtlichen Auseinandersetzung der Beweis durch Zeugenvernehmungen der Mitarbeiter der Heizungsfirma oder des Mitarbeiters der Regulierungsfirma erbracht werden kann, kann von hier aus nicht beurteilt werden.

Ich hoffe, Ihnen eine erste Orientierungshilfe gegeben zu haben. Bei Unklarheiten benutzen Sie bitte die Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Nikolai F. Zutz
-Rechtsanwalt-

Nachfrage vom Fragesteller 12.10.2007 | 11:04

Sehr geehrter H.Zutz,

wie aus ihrer Antwort entnehmen kann, ist der Knackpunkt
ob ich die Solaranlage als solche in die Wohngebäudeversicherung mit aufgenommen habe.
Nein das habe ich nicht.In der Versicherungspolice ist die "nur"
die Klausel 7164

Der Versicherungsschutz erstreckt sich auch auf Schäden durch Wasser oder sonstige wärmetragende Flüssigkeiten wie sole, Öle, Kühlmittel, Kältemittel und dergleichen, die aus Klima-, Wärmepumpen- oder Solarheizungsanlagen bestimmungswidrig ausgetreten sind.
Innerhalb versicherter Gebäude sind versichert
Frost- und sonstige Bruchschäden an rohren der in Nr. 1 genannten Anlagen,
Bruchschäden durch Frost an sonstigen Einrichtungen der in Nr. 1 genannten Anlagen.
Außerhalb versicherter Gebäude sind versichert Frost- und Bruchschäden an Rohren der in Nr. 1 genannten Anlagen, soweit diese rohre der versicherten Gebäude oder Anlagen dienen und sich auf dem Versicherungsgrundstück befinden.

enthalten.
Muss die Versicherung Schäden an der Solaranlage bezahlen(Auslöser war ja ein Rohrbruch),
obwohl ich "nur" die Klausel 7164 im Versicherungsumfang habe ??

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.10.2007 | 11:14

Sehr geehrter Fragesteller,

wie Sie der von Ihnen nochmals zitierten Klausel 7164 entnehmen können, sind hierdurch eben nur die Schäden durch Rohrbruch und an dem Rohr selber versichert. Eine Versicherung von Schäden an der Solaranlage ergibt sich aus Klausel 7164 gerade nicht.

Dementsprechend muss, wie bereits dargestellt, die Verischerung die Schäden an der Solaranlage nicht zahlen.
Gegebenenfalls lässt sich mit der Versicherung ja eine Kulanzregelung finden, wenn zukünftig die Solaranlage in den Vertrag mit aufgenommen wird? Einen Anspruch Ihrerseits hieruaf gibt es leider nicht.

Ich bedaure, Ihnen keine erfreulichere Antwort geben zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Nikolai F. Zutz
-Rechtsanwalt-

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