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Wohnflächenberechnung - Reichen da handschriftliche Zeichnungen mit meiner Berechnungsgrundlage?


09.08.2004 16:26 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Die in meinem Mietvertrag genannte Wohnfläche berücksichtigt in meiner 2 geschossigen Maisonettewohnung nicht die Dachschrägen. Die Differenz ist größer als 10% und berechtigt mich nach neuster Rechtsprechungen zur Mietminderung. Dazu meine Fragen:

Die Treppe geht vom Wohnzimmer als Wendeltreppe nach oben: Wie wird die Fläche unter der Treppe berechnet?

Wie weise ich die Differenz dem Vermieter gegenüber nach? Reichen da handschriftliche Zeichnungen mit meiner Berechnungsgrundlage?

Wie weit zurück kann ich kann ich die Differenz fordern? Mein Mietvertrag läuft seit dem 1.6.2000.

Wie gehe ich vor: ich kündige eine Mietminderung schriftlich an und behalte die Miete entsprechend ein?

Wenn ich jetzt die Miete entsprechend prozentual mindere und für die vergangenen Jahre die restliche Miete einbehalte, kann der Vermieter einfach auf die "Bürgschaft auf Verlangen" zugreifen, die wir als "Kaution" hinterlegen mussten?

Guten Tag,

bei einem mehr als zehnprozentigen Unterschied zwischen Mietvertrag und tatsächlicher Größe können Sie die Miete mindern, wenn in Ihrem Vertrag genau die qm-Miete und damit die Berechnungsgrundlage genannt ist oder sich sonst ergibt, dass eine qm Miete vereinbart sein soll.

Bei der Flächenberechnung im freien Wohnungsmarkt gibt es jedoch keine verbindliche Regel, wie es z.B. bei gebundenem Wohnraum der Fall ist. Hier sollte eigentlich die Berechnungsgrundlage (DIN, wohnFlVO etc.) gennnt sein, sonst müssten Sie sich, auch wegen des Raums unter der Treppe, auf die für sie schlechteste Methode verweisen lassen, es gibt hier viele Unterschiede.

Ohne dass ein Sachverstndiger Ihre Wohnung in Augenschein nimmt und dann mit den verschiedenen Normen vergleicht, kann im Detail kaum geholfen werden. Eine Ferndiagnose ist kaum möglich.

Rückwirkend kann die Miete nicht (gemindert) zurückverlangt werden. Sie müssen zunächst die Minderung ankündigen und können erst danach Miete zurückverlangen, da Sie mit den ja freiwilligen Zahlungen bislang (quasi stillschweigend) die Miethöhe anerkannt haben. Im Einzelnen kann es hier zudem noch zu unterschiedlichen Detailanwendungen der verschiedenen Gerichte kommen.

Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt Ralf Thormann
Fachanwalt für Verwaltungsrecht, Recklinghausen
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