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Wohnen im Haus meines Freundes?

07.04.2015 23:29 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


Mein Freund (jetzt Ex ich habe mich getrennt) ist in das Haus seiner Mutter gezogen, jetzt auch Eigentümer. Dieses Haus war stark sanierungsbedürftig.
Ich habe es fast alleine (als Frau) restauriert. Dazu gehört nicht nur das renovieren, Mauern, Putzen, Umbauen ect..Dazu habe ich 8 Wochen, jeden Tag ca 10 Stunden gearbeitet. Ich sollte unbedingt zu Ihm ziehen, da ich mir aber nicht ganz sicher war, weil er 12 Jahre älter ist, (71) habe ich meine eigene Wohnung noch nicht geküdigt.
Wir haben jetzt ein Jahr gemeinsam in diesem Haus gewohnt, jetzt habe ich mich von Ihm getrennt, weil ich erfahren mußte das er sich meiner schämt, weil ich vor 25 Jahren aus Dresden kam. Wortwörtlich es ist Ihm peinlich das ich aus dem Osten komme.
Meine Wohnung ist 250 km entfernt, ich habe mir hier Arbeit und eine Wohnung gesucht, in diese kann ich erst am 02.05.2015 einziehen.
Er hatte mir erlaubt so lang in seinem Haus zu wohnen, weil ich hier ja alles gemacht habe.
Ich habe aber nichts schriftlich.
Jetzt will er das ich sofort ausziehe, kann er mich so einfach rausschmeißen?
Habe ich irgendwelche Rechte?
Meine Wohnung ist gekündigt, für den Umzug vorbereitet dort kann ich nicht mehr schlafen.
Ich habe am 01.04.2015 angefangen zu arbeiten und weiss dann nicht wie ich zur arbeit kommen soll.
Die Entfernung ist von Neu Anspach nach Bad Liebenzell, meine Arbeit in Hanau.
Über eine schnelle Antwort wäre ich dankbar.
MfG. Regina

Einsatz editiert am 08.04.2015 06:39:31

08.04.2015 | 08:50

Antwort

von


(2423)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
E-Mail:

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihr Ex-Partner kann Sie nicht so ohne Fristen vor die Tür setzen.

Zwar haben Sie keine mietvertraglichen Kündigungsfristen, aber bei einer so langen Beziehung wird man diese Grundsätze der Kündigungsfristen berücksichtigen müssen.

Auch wird man nach Treu und Glauben berücksichtigen müssen, dass Sie eine neue Wohnung haben, die Arbeitsstelle sonst nicht erreichbar ist und die Zeit zum Umzug absehbar ist.

Zudem gibt es die Vereinbarung, die Sie allerdings beweisen müssten

Sie werden auch Ausgleichsansprüche haben.

Die Rechtsprechung stellt darauf ab, ob Sie Beträge und Leistungen erbracht haben, die einen Betrag, den Sie für vergleichbaren Wohnraum als monatliche Miete hätten aufwenden müssen, wesentlich überschreiten oder als Kosten des täglichen Lebens zu qualifizieren sind. Genau dieses wird individuell geprüft werden müssen.

Etwas anderes gilt aber auch für die in erheblichem Umfang von Ihnen aufgewandten Arbeitsstunden zur Renovierung des Wohnhauses.

Diese Arbeitsleistungen könnten zu einem Ausgleichsanspruch nach Scheitern der Lebensgemeinschaft führen. Da sie finanziell betrachtet ebenso eine geldwerte Leistung darstellten wie die Übertragung von Vermögen gibt es dann einen Ausgleichsanspruch.

Voraussetzung ist dabei aber, dass davon ausgegangen werden kann, dass Sie diese Arbeitsleistungen mit der Vorstellung und Absicht, dass die Lebensgemeinschaft Bestand hat, erbracht haben. Davon ist auszugehen.

Da diese Arbeitsleistungen auch zu einer Wertsteigerung des Hauses und damit zu einem Vermögenszuwachs geführt haben dürften, werden Sie Ausgleichsansprüche haben (BGH, Urteil vom 06.07.2011, Az.: XII ZR 190/08 ).


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle, Oldenburg


ANTWORT VON

(2423)

Damm 2
26135 Oldenburg
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