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Wohneigentum (Kapitalanlage) nach Trennung verkaufen

03.05.2013 20:44 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Sehr geehrte Damen und Herren,

vor 10 Jahren hat mein damaliger Lebensgefährte und ich zu gleichen Teilen eine Wohnung als Kapitalanlage gekauft.
Vor 5 Jahren kam es zur Trennung. Jetzt soll die Wohnung verkauft werden. In den letzten 2 Jahren war ich wegen Schwangerschaft (Elternzeit bzw. Elterngeld) weiterhin zahlungsfähig. Die ersten 4 Monate in 2013 konnte ich wegen Arbeitslosigkeit (Beendigung der Elternzeit) meinen vollen Zahlungen nicht nachkommen. Ab Mai 2013 bin ich wieder berufstätig (Teilzeit) und wieder eingeschränkt zahlungsfähig.
Aktuell sind sich mein damaliger LAG und ich noch nicht über den Verkaufspreis der Wohnung einig.

Hier nun meine Fragen:
- wenn wir uns über den Verkaufspreis nicht einigen können, welche Möglichkeiten gibt es die Wohnung zu 100% dem damaligen LAG zu überschreiben bzw. wenn dieser dazu nicht einwilligt (Restschuldverteilung)?
- mein Gehalt beläuft sich auf ca. 700€ meine monatlichen Verpflichtungen sind ca. 400€, greift hier auch der Mindestlebensunterhalt oder spielt hier das Einkommen meines Ehemannes eine Rolle?
- kann mein Ehemann für die Schulden mithaftbar gemacht werden?

Danke für die Antworten.
C.B.

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihr ehemaliger LAG kann Ihren Miteigentumsanteil gegen Zahlung eines Betrages nur einvernehmlich übernehmen. Das setzt die Einigung zwischen Ihnen und dem damaligen LAG voraus; gegen den Willen des damaligen LAG kann die Eigentumsübertragung nicht vorgenommen werden.

Sollten Sie und der damalige LAG sich über einen Verkaufspreis nicht einigen können, bleibt nur die Teilungsversteigerung, was aus wirtschaftlichen Gründen vermieden werden sollte, da im freien Verkauf ein höherer Verkauferlös erzielt werden kann.


Sofern Sie auch Kreditnehmerin sind, sind auch Sie verpflichtet, diesen zurückzuführen.

Diese Verpflichtung besteht ungeachtet Ihrer Einkommensverhältnisse. Eine Forderung dürfte aber in Anbetracht des geringen Einkommens nicht vollstreckbar sein.

Es wird dann so sein, dass Ihr damaliger LAG aufgrund Gesamtschuldnerschaft die Verbindlichkeiten übernehmen muss, er dann aber gegen Sie einen Ausgleichsanspruch hätte.


Ihr jetziger Ehemann haftet für Ihre Verbindlichlichkeiten nicht. Er würde nur haften, wenn er selber eine Verpflichtung eingegangen ist; z.B. in Form einer Bürgschaft. Liegt nichts dergleichen vor, haftet Ihr Ehemann nicht.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php
http://ra-bohle.blog.de/

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