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Wohnberechtigungsschein - Wer ersetzt Mieter die Kosten???.

08.02.2008 10:31 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich habe zum 01.09.07 eine 2 Zimmerwohnung mit Garten und Terasse für 510 inkl. Nebenkosten gemietet. Bei der Wohnungsbesichtigung wurde mir nicht gesagt, dass ich für diese Wohnung einen Wohnberechtigungschein benötige.Die Besichtigung fand mit dem zuständigen Hausmeister und mit dem Vormieter statt. Ich hatte einen Bekannten dabei.Einige Tage später unterschrieb ich mit dem Vermieter den Mietvertrag.Auch hierbei wurde mir nichts von dem WBS gesagt. Ich renovierte die total verwohnte Wohnung indem ich neu tapezieren, streichen und Laminat verlegen ließ.Mit Materialkosten und Lohn lag ich bei ca. 1600 Euro. Umzugskosten beliefen sich auf ca. 600 Euro. Anfang November hat mir mein Vermieter dann ein Schreiben vom Wohnungsamt vorgelegt indem stand er solle dafür sorgen, dass ich diesen Schein beantrage.Dieses möchte ich nicht, da ich mich jetzt selbständig machen möchte um ein Kosmetikstudio zu eröffnen.Nun habe ich die Kündigung bekommen.Was soll ich jetzt tun?Was ist mit meinem Geld das ich in diese Wohnung gesteckt habe und muß ich mich jetzt um eine neue Wohnung kümmern????Wer ersetzt mir die Kosten???

08.02.2008 | 11:57

Antwort

von


(2423)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
E-Mail:

Sehr geehrte Ratsuchende,


sofern Sie in der Wohnung bleiben wollen, sollten Sie unbedingt der Kündigung schriftlich mit Einschreiben/Rückschein widersprechen.

Da nach Ihren Angaben die Vorlage eines WBS NICHT Grundlage des Mietvertrages geworden ist, kann Ihre jetzige Weigerung auch keinen Kündigungsgrund darstellen.

Denn es kommt hier allein auf den Zeitpunkt des Vertragsabschlusses an und nicht etwa auch das spätere, einseitige Verlangen des Vermieters.

Die Nichtvorlage des WBS hat also auf den Mietvertrag selbst keinen Einfluss, so dass der Kündigung (sofern sie mit der Weigerung begründet sein sollte und keine anderen Kündigungsgründe vorliegen) auch widersprochen werden kann.


Sollten Sie nicht an dem Mietvertrag festhalten wollen, ist es etwas komplizierter:


Sie müssten, wenn Sie Schadensersatzansprüche geltend machen wollen, ein Verschulden des Vermieters darlegen und auch beweisen. Gelingt dieser Beweis (was aber auch von den möglichen Angaben des Hausmeisters und Vormieters abhängen kann), können Sie Schadensersatzansprüche dem Grunde nach geltend machen.

Dabei werden aber voraussichtlich die Kosten nicht vollständig zu ersetzen sein. Bei den Umzugskosten würden allenfalls die Kosten des erneuten Umzuges erstattungsfähig sein, die ja noch gar nicht bekannt sind.

Hinsichtlich des Laminates werden allenfalls die Verlegekosten, nicht die Materialkosten zu ersetzen sein, da die eigene Fußbodenbelegung letztlich vom Mieter wieder beim Auszug entfernt werden muss, sofern nichts anderes vertraglich vereinbart worden ist. Auch wird das Laminat nach Ausbau wiederverwendbar sein, so dass diesbezüglich ein Schadensersatzanspruch zweifelhaft sein dürfte.


Hier sollten Sie nun zunächst entscheiden, was die künftig wollen (wohnen oder Schadensersatz) und dann die entsprechenden Schritte (Widerspruch oder Geltendmachung von Schadensersatz) einleiten. Dieses sollte aber schriftlich erfolgen.

Ratsam ist es, sich dabei weiterer anwaltlicher Hilfe zu bedienen, so dass Sie dann einen Anwalt mit der weiteren Wahrnehmung Ihrer Interessen beauftragen sollten, damit dieser sich mit dem Vermieter dann auseinander setzen kann.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle


ANTWORT VON

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