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Wohmobil und Anhänger verkauf an privat


19.11.2007 21:15 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,
ich habe Anfang Juli diesen Jahres einen Oldtimer zugelassen als Wohnmobil an einen Privatmann verkauft. Bedingung war im Kaufvertrag, daß zusätzlich zum Wohnmobil ein passender Anhänger mit gekauft wird. Der Vertrag beeinhaltet also zwei Fahrzeuge. Beide Fahrezuge wurden durch den Käufer besichtigt. Das Wohnmobil wurde probegefahren und schließlich am 09.07.07 an den Privatmann verkauft. Da der Mann nicht die notwendigen Mittel zum sofortigen erwerb des Anhängers hatte, ging ich auf die Vereinbarung ein, den Anhänger bis zum 30.09.07 zurückzuhalten und dann an Ihn auszuhändigen. Das Wohnmobli wurde bei Übergabe bezahlt. So sollte es auch mit dem Anhänger spätestens am 30.09.07 sein. Etwa eine Woche vor Ablauf habe ich bei dem Käufer telefonisch angefragt, wann die Abholung und Bezahlung des Anhängers möglich sei. Dieser sagte zu sich darum zu kümmern. Nach mehrmaligen Versuchen ein Feedback zu bekommen, wurde mir mitgeteilt, daß ein Spediteur der Anhänger abholen und mir den vereinbarten Kaufpreis übergeben würde. Leider hat sich in den nächsten Tagen dazu kein Spediteur und auch der Käufer nicht bei mir gemeldet. Resultierend habe ich wieder den Kaufer informiert und zunehmend auf die Abholung gedrängt, da ich nun den Stellplatz dringend benötigte. Leider ebenfalls ohne Erfolg. Letztlich habe ich dem Käufer eine Frist bis zum 08.10.07 gesetzt. Daraufhin hat ist der Käufer vom Vertrag zurückgetreten. Begündung sei, ich hätte Ihn beleidigt und er würde sich nicht so behandeln lassen. Fakt ist, daß ich dem Käufer daraufhingewiesen habe, daß hier ein bestehender Vertrag durch Ihn gebrochen würde. Mittlerweile bin ich davon überzeugt, daß zu keinem Zeitpunkt ein wirkliches Interesse an dem Anhänger bestand. Zwischenzeitlich habe ich versucht einen anderen Käufer zu finden. Vergebens. Meine Frage an Sie. Wie verhält es sich mit dem aktuellen Vertragsrecht. kann der Käufer ohne weitere Gründe vom Kauf zurück treten ? Für die Beantwortung bedanke ich schon jetzt ! (Steitwert: 1000 Euro)
19.11.2007 | 21:59

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich wie folgt beantworten:

Der Rücktritt von einem wirksamen Kaufvertrag setzt einen gesetzlich normierten Rücktrittsgrund voraus. In Ihrem Fall ist - ausgehend von Ihrer Schilderung - kein Rücktrittsgrund gegeben. Insbesondere beruft sich der Käufer nicht auf einen Sachmangel i.S. der §§ 434, 437 Nr. 2 BGB, der unter besonderen Voraussetzungen einen Rücktritt gerechtfertigt hätte. Dass Sie auf Ihrem Anspruch auf Zahlung und Abnahme beharren, stellt im Übrigen auch kein beleidigendes Verhalten dar. FAZIT: Der Käufer ist in Ihrem Fall auch zur Abnahme und Bezahlung des Anhängers verpflichtet (vgl. § 433 Abs. 2 BGB). Ich empfehle Ihnen, einen auf Vertragsrecht spezialisierten Kollegen mit der Formulierung des Forderungsschreibens zu beauftragen. Da sich der Käufer in Verzug befindet, wären die anwaltlichen Kosten durch den Käufer zu ersetzen. Gerne möchte ich mich persönlich zur Geltendmachung Ihrer Ansprüche aus § 433 Abs. 2 BGB anbieten. In jedem Falle hoffe ich, dass ich Ihnen mit den vorangegangenen Ausführungen weiterhelfen konnte. Für Rückfragen stehe ich Ihnen jederzeit - auch per E-Mail - zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Iven
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 20.11.2007 | 20:37

Sehr geehrter Herr Iven, vielen Dank für die schnelle Antwort. Für mich stellt sich jetzt die Frage, wie zeitintensiv eine Klage gegen den "Käufer" wäre. Ich vermute dieser wird als Grund irgend einen fiktiven Mangel nennen. Für Ihre Einschätzung bedanke ich mich vorab.
Beste Grüße aus Hessen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.11.2007 | 20:48

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage möchte ich wie folgt beantworten:

Die Dauer eines gerichtlichen Verfahrens ist grundsätzlich von der Auslastung des zuständigen Gerichtes abhängig. In Zivilsachen sind Verfahren über eine Dauer von bis zu 6 Monaten keine Seltenheit. In Ihrem Fall würde ich zunächst außergerichtlich ausloten, welche sonstigen Gründe der Käufer für seine Rücktrittserklärung anbringen könnte. Im Anschluss können Sie immer noch entscheiden, ob Sie den Gang vor Gericht antreten wollen.

Mit freundlichen Grüßen

Iven
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