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WoW Account permanent gesperrt + Arenarating wegen AccSharing resettet

| 1. Februar 2015 22:04 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von


23:39

Sehr geehrte Damen und Herren Rechtsanwälte,

ich habe zwei Probleme;

1. Vor sieben Jahren habe ich (damals war ich 13) mehrfach durch verbale und antisoziale Äußerungen im Chat und gegenüber Mitspielern dafür gesorgt, berechtigt, dass mein WoW Account permanent gesperrt wurde. Mehrere Anfragen+Entschuldigungen + 7 Jahre Unauffälligkeit tragen allerdings nicht dazu bei, dass der Account (ich hänge sehr daran, da dort viele nicht mehr erreichbare Sachen drauf sind) wieder freigeschaltet wird. Meine Frage: Kann der Acc tatsächlich, wenn auch damals absolut berechtigt gesperrt, nach so einer langen Zeit nicht mehr eröffnet werden?

2. Bei meinem nunmehr "neuen" Account, den ich seit 08/09 eröffnet habe, wurde vor kurzem mein komplettes PvP Rating resettet+ alle dazugehörig verdienten Punkte entfernt, weil ich angeblich andere mit dem Account habe spielen lassen. Mitnichten! Ich habe dies sofort angefochten und Beweiserhebung anheimgestellt, erfolglos. Es wurde nicht weiter darauf eingegangen und nur übermittelt, dass klar wäre, dass ich Dritten Zugang gewährt habe und die Angelegenheit somit als erledigt und abgeschlossen angesehen wird. Hierzu muss ich noch unbedingt erwähnen, dass die sogar mittlerweile gewerblich eingetragene Truppe "Melk Trupp" sowohl öffentlich auf ihrer Homepage als auch im WoW Chat Boosting Services anbietet zum Acc-Sharing. Hiergegen unternimmt Blizzard N I C H T S. Demnach herrscht dort absolut keine Gleichbehandlung und daher kann ich umsoweniger die gegen meinen Acc verhängte Strafe nachvollziehen.

Sollte das Beantworten der Frage nach eigener Einschätzung höher honoriert werden, bitte ich um kurzen Hinweis um dies veranlassen zu können. Da ich selbst in einem RAu Notariatsbüro tätig bin und mein Lohn (Azubi) bekanntlich sehr gering ist, könnte ich den üblichen Beratungsbetrag nur in Raten zahlen. Leider sind "meine" Anwälte nicht in diesem Bereich spezialisiert.

Ich bedanke ich herzlich im Voraus und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

1. Februar 2015 | 22:52

Antwort

von


(321)
Marie-Juchacz-Straße 17
40470 Düsseldorf
Tel: 0211 911 872 43
Web: http://www.ra-mauritz.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage möchte ich anhand der von Ihnen mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Vorausschicken möchte ich, dass für eine präzise Beantwortung Ihrer Frage zunächst bekannt sein müsste, ob deutsches Recht oder das Recht einer anderen Nation Anwendung findet und des weiteren der Inhalt der zum Zeitpunkt der jeweiligen Accounteröffnung geltenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen ebenfalls bekannt sein müsste.

Unterstellt, dass deutsches Recht Anwendung findet - was durchaus wahrscheinlich ist - kann man bzgl. der ersten Frage festhalten, dass Ihrerseits kein Anspruch auf Freischaltung des Accounts bestehen dürfte. Das "Eigentum" an allen virtuellen Gegenständen liegt grds. bei Blizzard. Der Spieler erwirbt nur ein Nutzungsrecht. Die Sperrung des Accounts aufgrund des Verstoßes gegen die Nutzungsbedinungen des Spiels entspricht der fristlosen Kündigung eines Dauerschuldverhältnis. Auch hier steht dem fristlos Gekündigten kein Anspruch auf den erneuten Abschluss des gleichen Vertrages zu. Sie sind hier auf die Kulanz seitens Blizzard angewiesen. Da eine Freischaltung wohl wiederholt abgelehnt worden zu sein scheint, dürfte es hier nicht gut für Sie aussehen.

Bzgl. Ihrer zweiten Frage kann man festhalten, dass die Zurücksetzung der Arena-Wertung nicht hätte erfolgen dürfen, wenn kein Verstoß gegen die Nutzungsbedinungen vorliegt. Hier müsste Blizzard in einem etwaigen Gerichtsverfahren nachweisen, dass Sie tatsächlich Dritten Zugang zu Ihrem Account gewährt haben - wenn keine außergerichtliche Einigung möglich ist. Ein solches gerichtliches Verfahren hat allerdings den gravierenden Nachteil, dass es sehr wahrscheinlich erst zu einem Zeitpunkt abgeschlossen ist, an dem die jetzige Arena-Saison bereits beendet ist. Insofern dürfte es sich empfehlen, ggf. mit anwaltlicher Hilfe zu versuchen, eine außergerichtliche Lösung herbeizuführen. Wenn Sie möchten, kann ich Ihnen hierbei gerne behilflich sein, auch auf Basis der Beratungshilfe.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen hilfreichen ersten Überblick verschaffen. Bei Unklarheiten nutzen Sie gerne die Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Mauritz, LL.M.
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 1. Februar 2015 | 23:30

Sehr geehrter Herr RA,

ich danke Ihnen zunächst herzlich für Ihre schnelle und umfangreiche Mitteilung.

Zur ersteren Frage würde ich gerne ergänzend noch wissen, ob ich wenigstens einen Anspruch auf Herausgabe des Charakters hätte?

Zum letzteren würde ich mich sehr gerne von Ihnen vertreten lassen, würde hier jedoch gerne wissen, wie dies kostenrechtlich abgedeckt werden würde bei der normalen außergerichtlichen Vertretung. Da hier kein Streitwert vorliegt dürfte der Regelwert von 3.000 gesetzt werden oder? Würden Sie eine 1,5 Gebühr berechnen aufgrund der Tatsache, dass Computerrecht umfangreich ist? Vorab teile ich Ihnen mit, dass die Erhöhung für mich keine Bedenken auslösen würden, da ich an einer kompetenten Vertretung interessiert bin :)

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 1. Februar 2015 | 23:39

Sehr geehrter Fragesteller,

Einen Anspruch auf Herausgabe der Charaktere sehe ich leider nicht. Das Eigentum an den virtuellen Gegenständen, wozu Charakter und Equipment gleichermaßen zu zählen sind, liegt eben bei Blizzard, so dass es an einer Anspruchsgrundlage für die Herausgabe fehlt.

Der Regelstreitwert scheint mir hier etwas hoch gegriffen und wäre vielleicht bei einer Sperrung des kompletten Accounts geregerechtfertigt. Ich gehe allenfalls von einem Streitwert von bis zu 1.000,- € und auch nur von einer 1,3 Geschäftsgebühr aus.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Mauritz, LL.M.
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 2. Februar 2015 | 00:04

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