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Witwer- neue Heirat


16.10.2006 11:28 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Sehr geehrte Rechtsanwalt
Ich benötige von Ihnen einen Rat weil die Situation doch etwas verzwickt ist.
Mein Freund und ich wohnen in seiner Eigentumswohnung seit 2 Jahren zusammen. Wir wollten die wohnung am anfang verkaufen wert ca 100 000 Euro, doch es wäre unterm Preis weggegangen also bezogen wir die Eigentumswohnung und renovierten diese jeder ca 17 000 Euro also (ca 34 000 Euro) steckten wir in die Wohnung.
Da mein Freund Witwer ist und zwei Kinder 30 Jahre und 24 Jahre da sind haben wir beide Kinder das Erbteil von der Mutter jeweils 1/8 ausbezahlt da wir auch diese Hypotheke zurückbezahlen somit wurde die Wohnung zu 100% meinem Freund überschrieben er war beim Notar, das war meine Bedienung bevor ich in die wohnung einzog.Seine Kinder sind schon lange aus dem Hause sohn lebt sein eigenes Leben und die Tochter ist verheiratet.
Ich habe auch zwei Kinder 18 jahre und 20 Jahre sind beide in der Ausbildung
Jetzt möchten wir heiraten darum stellt sich für uns die Frage:
was ist zu tun das es rechtlich in ordnung geht und nicht irgendwann das böse erwachen kommt.
Was ist zu beachten wenn einer von uns beiden stirbt?
Mein Freund oder dann Mann möchte mir ein Lebenslange wohnrecht einrichten wie bin ich Erbberechtigt?
Bekommen seine Kinder vom ganzen Ihr Pflichtteil und wann?
Haben mein Kinder Anspruch, da ich die Wohnung finanziell auch mit aufgewertet habe?
Wie ist es mit zusammenangeschaffte Möbel oder bares?
Reicht ein Testament aus oder ist es besser zum Notar zu gehen?

Ich danke Ihnen schon im vorraus für Ihre Mühe


-- Einsatz geändert am 16.10.2006 20:02:56

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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben hier zusammenfassend im Rahmen einer Erstberatung unter Beachtung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Ihr Mann ist Witwer. Nach dem Tod seiner ersten Frau haben die gemeinsamen Kinder den Pflichtteil der Mutter erhalten.

Entscheidend ist die Feststellung, dass die Kinder Ihres Freundes (KF) als dessen Abkömmlinge nach seinem Tod jedenfalls Anspruch auf den Pflichtteil haben.

Für die Frage ob, und wie Sie daneben erben würden ist von entscheidender Bedeutung ob sie (noch) verheiratet sind, und welchen Güterstand sie bei der Heirat gewählt haben (z.b. § 1371 BGB der eine Verbindung zwischen Ehegüterrecht und Erbrecht herstellt), ob ein Testament Ihres Mannes vorliegt und was zu vererben ist.

Für Ihren eigenen Tod würde das entsprechende umgekehrt gelten.

Ein Unterschied besteht natürlich in dem Umstand, dass Ihre Kinder möglicherweise noch unterhaltsberechtigt sind einerseite, andererseits aber möglicherweise noch von Ihrem Vater (also Ihrem Ex-Freund) beerbt werden.

Informieren Sie sich zunächst eingehend über die verschiedenen Güterstände die Sie bei Ihrer Heirat wählen können und deren Konsequenzen für das Erbrecht. Ich empfehle Ihnen dazu die Website des Bundesjustizministeriums www.bmj.de wo Sie unter dem Link "Ratgeber & Broschüren" die Broschüren "Erben und Vererben" und "Das Eherecht" downloaden oder bestellen können.

Es gibt auch gute verständlich geschriebene Bücher als Ratgeber.

Werden sie sich über Ihre (gemeinsamen) Ziele klar und besprechen Sie diese in der Partnerschaft. Gehen Sie dann mit klaren Vorstellungen vor der Heirat zu einem Notar und treffen Sie nach Rücksprache mit diesem Ihre Regelungen.

Sie haben 17.000,- EUR in die Wohnung gesteckt (ich gehe von einem Wert nach Renovierung von 134.000,- EUR aus). Das entspricht ca. 12,68% des Wohnungswertes, die sie im Grundbuch eintragen lassen könnten um Ihr Vermögen (Ihren Kindern) zu sichern.

Das erbrechtliche Schiksal gemeinsam angeschaffter Möbel und Bargeldes hängt u.a. vom ehelichen Güterstand ab.

Wenn Sie wollen können Sie um spätere Unklarheiten zu vermeinden eine gemeinsame Inventarliste der Wohnungseinrichtung erstellen, mit einem Vermerk, wem was gehört und wer was bezahlt hat.

Das Eherecht und das Erbrecht stellen ausreichend Möglichkeiten zur Verfügung um gute Regelungen zu treffen.

Nach meiner Einschätzung kann Sie dazu am besten und kostengünstigsten ein Notar in Ihrer Nähe beraten, der auch die entsprechenden Verträge erstellt.

Ich hoffe, Ihren einen hilfreichen ersten Überblick verschafft zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich. Bitte beachten Sie, dass diese Beratung nicht eine umfassende Prüfung an Hand aller Unterlagen und gegebenfalls weiter Ermittlungen zum Sachverhalt ersetzen kann.

Gerne weise ich darauf hin, dass Sie im die Möglichkeit haben eine kostenlose Nachfrage zu stellen, die vielleicht nicht allzu allgemein gehalten ist.


Mit freundlichen Grüßen


Peter Lautenschläger
Rechtsanwalt
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