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Witwengeld vom vorletzten Ehemann, Versorgungsausgleich vom letzten Ehemann

| 01.11.2020 21:19 |
Preis: 53,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Der Versorgungsausgleich wird nur bei Beendigung einer Ehe durchgeführt (oder eingetragenen Lebenspartnerschaften).

Zuständig sind die Familiengerichte, die über den Versorgungsausgleich als Teil des Scheidungsverfahrens von Amts wegen entscheiden, so dass er nicht gesondert beantragt werden muß.

Guten Tag, 

nachdem vor 15 Jahren mein erster Ehemann verstorben war, habe ich 5 Jahre später das zweite mal geheiratet. Jetzt im Rentenalter wünscht mein Ehemann die Scheidung. Der  Versorgungsausgleich ist bereits ausgerechnet. Trotz der Übertragung dieses Versorgungsausgleichs nach der Scheidung von meinem Ehemannes auf mein Rentenkonto, habe ich gerade mal etwas über 1000 € an Altersrente.
Aus diesem Grund möchte ich nach der Scheidung das Witwengeld nach dem vorletzten Ehemannes, er war Bundesbeamter, beantragen. Ich weiß nicht ob es relevant ist, auch mein zweiter Ehemann ist Bundesbeamter (Pensionär).

Meine Frage:
Wenn mein Antrag für das Aufleben des Witwengeldes nach dem vorletzten Ehemann genehmigt wird,  wird dann der Versorgungsausgleich meines zweiten Ehemannes abgezogen bzw. damit verrechnet, oder bleibt mir dieser Betrag auf meinen Rentenkonto der DRV?

Muss ich bei der Beantragung was wichtiges beachten?

Mit freundlichen Grüßen

03.11.2020 | 07:36

Antwort

von


(207)
Rossmarkt 194
86899 Landsberg
Tel: 08191/3020
Web: http://www.kanzlei-am-rossmarkt.de
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Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Der Versorgungsausgleich wird nur bei Beendigung einer Ehe durchgeführt (oder eingetragenen Lebenspartnerschaften).

Zuständig sind die Familiengerichte, die über den Versorgungsausgleich als Teil des Scheidungsverfahrens von Amts wegen entscheiden, so dass er nicht gesondert beantragt werden muß.

Die Familiengerichte fordern von den Versorgungsträgern Auskünfte über die während der Ehezeit erworbenen Anrechte an.

Die Entscheidung über den Versorgungsausgleich erfolgt üblicherweise im Scheidungsurteil, kann aber abgetrennt werden.

Betroffen sind nur Rentenanwartschaften,
die von den ehemaligen Ehe-Partnern während ihrer Ehe erworben haben.

Ausschlussgründe die der Durchführung des Versorgungsausgleich entgegenstehen sind eine nur kurze Ehe,
die Geringfügigkeit einzelner Anrechte, die Gleichwertigkeit der Anwartschaft oder gesonderte Ehegattenvereinbarungen

An sich werden Versorgungsanrechte als gemeinschaftliche Lebensleistung behandelt. Sie stehen den Ex-Partnern zu gleichen Teilen zu und es werden mit der Scheidung beim Versorgungsausgleich alle Ansprüche auf Versorgung und Rente beider Partnerinnen und Partner hälftig ausgeglichen.

Rentenansprüche, Lebensversicherung oder betriebliche Altersversorgung werden mit dem Ziel so saldiert, dass beide Ex-Partner auch mit gleich hohen Versorgungsanrechten die Ehe oder Partnerschaft beenden. Dafür werden die während der Dauer der Ehe erworbenen Anrechte bestimmt und davon 1/2 auf das Rentenkonto des anderen Ex-Partners übertragen, für jedes Anrecht einzeln.

Wenn Sie nach Rechtskraft der Scheidung einen Antrag für das Aufleben des Witwengeldes nach dem vorletzten Ehemann stellen bzw. dieser genehmigt wird, ist der Versorgungsausgleich bereits zu Lasten Ihres zweiten Ehemannes erfolgt.

Eine nachträgliche Verrechnung erfolgt nicht, insbesondere weil diese Ansprüche ja nicht während Ihrer 2. Ehe erlangt wurden.
Die DRV wird dabei auch nicht beteiligt.

Als Sonderfall beim Versorgungsausgleich sind Anpassungsfälle, die gesondert zu beantragen sind und ausschließlich Anrechte der Regelsicherungssysteme,
zu denen die Beamtenversorgung gehört.
Diese betreffen aber nicht vor der Ehe erworbenen Anwartschaftszeiten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Helge Müller-Roden
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 03.11.2020 | 12:19

Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort.

Ich habe das jetzt so verstanden, dass ich den Versorgungsausgleich meines zweiten noch Ehemannes (Beamter, 2. Ehe) nach der Scheidung, wie gesetzlich vorgeschrieben, erhalte werde.

Wenn ich anschließend Witwengeld nach meinem vorletzten Ehemann (Beamter 1. Ehe) beantrage und genehmigt bekomme, würde diese Witwenpension (Witwengeld) auch nicht um den Betrag des Versorgungsausgleichs aus meiner 2. Ehe gekürzt, richtig?


Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 03.11.2020 | 16:37

Der jetzt anstehende Versorgungsausgleich im Rahmen des laufenden Schweidungsverfahrens erfolgt unabhängig von einer Ihren später ggf. zuerkannten Witwenrente (aus 1. Ehe).

Im Gegenteilt: Sollte Ihr Noch-Ehemann versterben können Sie beantragen, dass der zu Ihren Lasten durchgeführte Versogrungsausgleich rückabgewickelt wird.

Bewertung des Fragestellers 03.11.2020 | 17:38

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