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Wirtschaftlicher Totalschaden verschwiegen, Versicherung stell sich quer.


| 16.01.2018 10:51 |
Preis: 35,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler



Hallo, habe im September 2016 ein Auto für rund 15.000€ gekauft. Weder in der Anzeige (Online) noch im Verkaufstext(der Zettel der meistens beim Händler im Innenraum hängt) war angegeben das das Auto einen Unfall hatte. Bei der Abholung und Unterzeichnung der Vertrages sagte mir der Händler, das das Fahrzeug mal einen kleine Reperatur hatte, beidem die Front nur erneuert wurde. Und schrieb dann in den Kaufvertrag „Unfallfahrzeug". Ich dachte mir dabei nichts schlimmes und habe dann Unterschrieben und nochmal gefragt wie hoch der Schaden war. Der Händler konnte mir dazu keine Angaben geben oder wollte es auch nicht und meinte nur „Wir haben das Auto bei einem anderen BMW Händler gekauft".
Das Scheckheft welches versprochen wurde gabs auch nicht, hatten sie wohl verschlampt.

Im September 2017 hatte ich einen Wildunfall, Polizei angerufen und den Schaden beglaubigen lassen. Am nächsten morgen bei der Versicherung den Schaden gemeldet und diese hatten mich zu einer Werkstatt vermittelt die mit der Versicherung zusammen arbeitet.
Der Mann von der Werkstatt kam am gleichen Tag zu mir und hat sich mein Auto schnell angeschaut. Darauf meinte er, ich könnte das Auto ja noch selber zu ihnen fahren. Gesagt getan. Versprochenen Mietwagen mitgenommen und dann ging das ganze 3 Wochen so. Als ich mehrmals nachgefragt habe wie weit mein Auto sei hies imme wir warten auf die Bestätigung der einzelnen Teile von der Versicherung. Irgendwann bekam ich mein Auto wieder und habe die 150€ Selbstbeteiligung bezahlt. Habe daraufhin noch Interesse halber nachgefragt wie hoch der Schaden war. Es war irgendwas um die 4.500€.

Jetzt nach sehr langer Zeit bekam ich ein Brief das die Bearbeitung des Schadens durch war. Und in diesem stand das eine Zahlung von der Versicherung nicht erfolgen wird.
Habe dann bei der Vesicherung angerufen und gefragt, was das Problem sei. Der Bearbeiter war total unfreundlich zu mir und sagte ich hätte Versicherungsbetrug begangen weil ich nicht angegeben hatte das das Auto bereits einen Wirtschaftlichen Totalschaden hatte. Ich wies ihn darauf hin das er ja am Kaufvertrag sehen konne das es sich um ein Unfallfahrzeug handelt aber ich nicht wusste das es sich um einen Wirtschaftlichen Totalschaden handelte. Er Verblieb bei seiner Meinung, danach war das Gespräch beendet.

Daraufhin rief ich bei der Wekstatt an und fragte ob die denn das Geld von der Versicherung bekommen haben und die haben das Geld auch wirklich bekommen.

Jetzt ist meine Frage, was kommt auf mich zu? Denn ich bin der Meinung das sich ein Gutachter von meiner Versicherung erstmal mein Auto hätte anschauen sollen, oder liege ich da falsch?

Und wie kann ich jetzt weiter vorgehen? Habe die Tage einen Termin bei meinem Rechtsanwalt, aber wollte vorher schonmal wissen, was ich tun kann gegen den Händler und gegen meine Versicherung, denn ich muss ihr ja jetzt die Reparatur zurück zahlen.


Vielen Dank für ihre Zeit und hoffe auf baldige Antwort.

Mit freundlichen Grüßen.
Eingrenzung vom Fragesteller
16.01.2018 | 10:56

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Hier scheint ein Rechtsstreit mit Ihrem Kaskoversicherer wegen des Regresses fast unvermeidlich. Bei diesem wird es um die Frage gehen, ob dieser sich auf eine Leistungsfreiheit wegen des angeblich verschwiegenen Vorschaden als Obliegenheitsverletzung berufen kann. Was Sie selbst nicht wussten, können Sie nicht verschweigen, allerdings ist zu prüfen, ob ein sog. „Kennenmüssen" gegeben war, sich also aufdrängte, dass der Unfallschaden massiv gewesen ist. Angesichts des hohen Kaufpreises könnte dies aber nicht der Fall sein.

Hier wäre es auch ratsam gewesen, selbst einen unabhängigen Kfz-Sachverständigen zu beauftragen. Ob dieser Schritt nun noch sinnhaft ist, kann im Rahmen dieser Plattform nicht abschließend beurteilt werden, da insofern alle Unterlagen geprüft werden müssen.

Gegen den Händler könnte Ihnen ein Anspruch auf Rückabwicklung des Kaufes wegen arglistiger Täuschung zur Verfügung stehen – hier kommt es maßgeblich darauf an, was im Kaufvertrag steht und ob aufgrund der Formulierung „Unfallfahrzeug" Arglist vorliegt. Der Kaufpreis könnte insofern für Sie sprechen.

Ihr Rechtsanwalt wird die Angelegenheit in Kenntnis aller Unterlagen abschließend beurteilen können.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt
Bewertung des Fragestellers 16.01.2018 | 12:37


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