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Wird eine Schenkung an einen Sohn des Pflichtteilsberechtigten mit ins Erbe einbezogen?


| 14.02.2005 14:57 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht





Nachricht: Ich habe zur Erbschaft 1 Frage: Folgender Sachverhalt: Meine Mutter hat die 2. Ehe geschlossen. Ich bin Ihr leiblicher Sohn. Mein Stiefvater bringt seine 3 leiblichen Kinder mit in die Ehe. Es wird eine Ehevertrag geschlossen nach dem Berliner Testament. Alle 4 Kinder sollen nach dem Tode des letztlebenden ¼ des Erbes bekommen. 2002 verstirbt mein Stiefvater. Meine Mutter ändert das Testament zu meinen Gunsten als Alleinerben. 2004 verstirbt meine Mutter. Die drei leiblichen Kinder von meinem Stiefvater machen ihr Pflichtteil geltend. Die Summe des Erblassers beträgt die Hälfte vom Vermögen: 40.000,00 = 1/2 = 20.000,00 € davon bekommen die Kinder von meinem Stiefvater den Pflichtteil von je 1.667,00 = Gesamt 5.001,00. Dies ist soweit okay. Jetzt habe ich wahrheitsgemäß angegeben, dass der Sohn eines Pflichtteils- berechtigten ein Auto in Höhe von € 10000,00 im Jahre 2000 geschenkt bekommen hat. Die Schenkung erfolgte nicht schriftlich und es wurde auch weiter nichts bestimmt. Jetzt möchte der Anwalt der Pflichtteilsberechtigten einen Pflichtteilergänzungsanspruch von mir von je € 833,33 = Gesamt € 2.499,99. Nun meine Frage: Durch die Schenkung an den Sohn eines Pflichtteilsberechtigten hat dieser schon einen Wert von € 10.000,00 erhalten. Warum muss also nochmals eine Summe gezahlt werden und warum muss der Sohn nicht das Auto bzw. den Wert des Geldes zurückgeben oder an die Erben auszahlen. Muss ich tatsächlich den Gesamtbetrag in Höhe von € 2.499,99 bezahlen?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

wie Sie selber schreiben, geht es um den Pflichtteilsanspruch der drei leiblichen Kinder als Erbberechtigte. Die Schenkung erfolgte jedoch nicht an einen Pflichtteilsberechtigten, sondern an dessen Sohn. Dieser ist selber nicht pflichtteils- und erbberechtigt.

Es gibt keinerlei rechtliche Grundlage dafür, dass der Pflichtteilsberechtigte sich eine Schenkung an seinen Sohn anrechnen lassen muss. Ihre Ansicht ist daher falsch, dass dessen Vater als pflichtteilsberechtigter sich diese Schenkung anrechnen lassen müsste.

Diese Schenkung bleibt insofern erbrechtlich außen vor, erhöht jedoch als Schenkung innerhalb von 10 Jahren vor dem Erbfall das Vermögen, so dass der Pflichtteilsergänzungsanspruch auf den Plan tritt. Die gegen Sie geltend gemachte Forderung ist damit gerechtfertigt.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 09.03.2005 | 14:36

Sehr geehrter Herr Lauer,
wie schon in meiner Anfrage erwähnt, beträgt die Summe des Erblassers die Hälfte vom Vermögen: 40.000,00 =1/2= 20.000,00 €.
Von diesem Betrag wird der Pflichtteil der Kinder meines Stiefvaters errechnet. Die Vermögenssumme beinhaltet den Erlös eines Grundstücksverkaufes, welcher folglich auch nur zur Hälfte in die Berechnungsgrundlage des Pflichtteils von 20.000,00 € eingeht.

Der Anwalt der Pflichtteilsberechtigten teilte mir nun mit, dass die Kosten von 800,00 € welche im Rahmen dieses Verkaufes zu tragen waren, nur zur Hälfte von der Summe des Erblassers abgezogen werden können.
Ist diese Ansicht richtig, oder können die Kosten voll geltend gemacht werden?

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Ratsuchender

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.03.2005 | 09:54

Sehr geehrter Ratsuchender,

entschuldigen Sie bitte zunächst, dass ich erst jetzt auf Ihre Nachfrage zurückkomme.

Streng genommen handelt es sich hier nicht um eine Nachfrage, sondern um eine neue Frage, die von der Nachfragefunktion eigentlich nicht gedeckt ist.

Eine abschließende Antwort auf Ihre jetzige Frage ist nicht ohne weiteres möglich, ohne genauere Informationen zu haben. Unter diesem Vorbehalt kann ich Ihnen mitteilen, dass ich die Ansicht des Kollegen teile, dass die verkaufsabhängigen Kosten nur zur Hälfte in Ansatz gebracht werden können.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt

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