Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.122
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Wird das Kindergeld und der Kindesunterhalt von meiner Frau mit angerechnet und muß ich wirklich wei


| 01.04.2006 12:37 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Sehr geehrte Damen und Herren

Meine Frage an Sie betrifft den Kindesunterhalt für meine Kinder aus erster Ehe. Ich zahle seit meiner Scheidung(im Jahr 2000) 460€ monatlich an meine Kinder die bei meiner Exfrau leben.Ich bin seit 2001 wieder verheiratet und habe mit meiner jetzigen Frau (sie hat 2 Söhne 12/16 Jahre aus erster Ehe) eine 4 Jahre alte Tochter. Im letzen Jahr wurde mir von meiner Firma(wegen Krankheit) gekündigt, wogegen ich mich Gerichtlich gewehrt habe und so die Kündigung zurück gezogen wurde. Seit Feb. 2006 arbeite ich jetzt ( aus gesundheitlichen Gründen) in Teilzeit. Mein Monatliches Einkommen beträgt ca. 1100€, wovon ich 150€ als Unterhalt an meine Exfrau überwiesen habe. Jetzt habe ich ein Schreiben vom Jugendamt bekommen wo mir mit Pfändung und Strafanzeige gedroht wird wenn ich nicht weiterhin die 460€ bezahle. Wir sind eine 5 köpfige Familie und meine Frau bekommt auch nur das Kindergeld(462€) und den Kindesunterhalt(424€) (für Ihre Söhne aus erster Ehe). Meine Frage : Wird das Kindergeld und der Kindesunterhalt von meiner Frau mit angerechnet und muß ich wirklich weiterhin die 460€ bezahlen?

Mit freundlichen Grüßen

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Diese beantworte ich auf Grundlage Ihrer Sachverhaltsschilderung gerne wie folgt:


1.

Wenn der alte Unterhaltstitel über 460 € in der Welt ist, werden Sie nur über eine sog. Abänderungsklage nach § 323 ZPO für die Zukunft eine Minderung erreichen können.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Abänderungsklage ist, dass sich diejenigen Verhältnisse, die der früheren Entscheidung zugrunde lagen, wesentlich geändert haben. Eine wesentliche Änderung ist dann zu bejahen, wenn nach einer Bewertung aller Änderungen eine Abweichung von 10% der ursprünglich titulierten Summe vorliegt. Bei beengten Verhältnissen kann eine Abänderungsklage schon bei geringerer Abweichung Aussicht auf Erfolg haben. Mit Ihrem Bericht ist die Frage einer wesentlichen Änderung offenbar zu bejahen, nur müssen Sie selbst die Iniative ergreifen.

Hier sollte Sie also schnell aktiv werden – der zitierte Vortrag des Jugendamtes ist im Prinzip, wenn auch nicht vom Umfang (Strafanzeige?) nicht zurückzuweisen.


2.

Die von Ihnen angesprochene zweite Frage erschließt sich mir nicht ganz. Auf jeden Fall gilt, dass Unterhalts- und Kindergeldansprüche Ihrer jetzigen Frau gegen den Pflichtigen im Prinzip bei IHRER Unterhaltspflicht gegenüber Ihrer ehemaligen Frau aussen vor bleiben. Falls ich hier etwas mißverstand, erinnere ich ausdrücklich an die kostenlose Nachfragefunktion.


Für eine Frage zum Verständnis der Antwort stehe ich Ihnen also gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüssen!


Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

ra.schimpf@gmx.de
www.anwalt.de/rechtsanwalt_schimpf

Nachfrage vom Fragesteller 01.04.2006 | 14:01

Sehr geehrter Herr Dr. Schimpf,

die von mir gestellte 2. Frage erschliest sich aus dem Schreiben vom Jugendamt, wo wörtlich steht: "Da Sie verheiratet sind und Ihre Ehefrau auch über Einkommen verfügt und somit auch Sie mit unterhalten muss, besteht keine Veranlassung der Herabsetzung."
Das Einkommen meiner Frau besteht aber nur aus dem angesprochenen Kindergeld und Kindesunterhalt. Deshalb die Frage: wird dieses Geld zu meinem Einkommen dazu gerechnet?
Zu Ihrer 1. Anwort: Muß ich diese Abänderungsklage über einen Anwalt einreichen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.04.2006 | 14:21

Sehr geehrter Herr P.,

danke für Ihre Nachfrage.

Frage 2: Die notwendige Abänderungsklage ist eine selbständige Familiensache (§ 621 I 5 ZPO), deswegen m.E. kein Anwaltszwang.

Frage 1: Der Ansatz des Jugendamtes ist formal richtig, mit den von Ihnen mitgeteilten Zahlen (Einkommen nur Kindergeld / Unterhalt) aber unzutreffend. Denn das Ihre Frau mit den dargelegten Zahlungen SIE unterhält, liegt fern.

Mit freundlichen Grüßen

RA Schimpf


ra.schimpf@gmx.de

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Danke für die schnelle Antwort: "
FRAGESTELLER 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER