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Wird bei Verkauf der Eigentumswohnung am Zweitwohnsitz Spekulationssteuer fällig?

| 22.08.2015 10:37 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Liubov Zelinskij-Zunik, M.mel.


Zusammenfassung: Spekulationssteuer Zweitwohnsitz

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

wir leben seit 6 Jahren in unserer selbstgenutzten Eigentumswohnung. Dies Wohnung ist melderechtlich unser Zweitwohnsitz. An diesem Wohnsitz arbeiten wir und werden auch vom ansässigen Finanzamt zur Einkommenssteuer veranlagt. Wir bekommen auch die Fahrtkosten von diesem Wohnsitz zur Arbeitsstätte erstattet. Diese Eigentumswohnung möchten wir jetzt gewinnbringend verkaufen. Fällt für unseren Verkauf der Wohnung am Zweitwohnsitz Spekulationssteuer an?
Vielen Dank für Ihre Bemühungen.
Freundliche Grüße.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Fällt für unseren Verkauf der Wohnung am Zweitwohnsitz Spekulationssteuer an?
Nein
Von der Besteuerung sind nach § 23 EStG die Veräußerungen von Wirtschaftsgütern ausgenommen, die:
• im Zeitraum zwischen Anschaffung oder Fertigstellung und Veräußerung ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken (Alt. 1)
• oder
• im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Jahren zu eigenen Wohnzwecken" (Alt. 2).
Bei Ihnen kommt jedenfalls die 2. Alt. in Betracht.
Was unter Nutzung zu eigenen Wohnzwecken zu verstehen ist, ist in § 23 Abs. 1 Nr. 1 S. 3 EStG nicht geregelt. Nach überwiegender Auffassung in der Literatur ist es unbeachtlich, ob es sich hierbei um die Erstwohnung oder eine Zweitwohnung handelt, Kube im Kirchhof Kommentar zum EStG § 23, Rn. 6. Eine Entscheidung des Bundesfinanzhofes zur Frage existiert nicht.
s. auch hier
http://www.frag-einen-anwalt.de/Spekulationssteuer-Zweitwohnsitz---f272527.html
Link muss in Browser kopiert werden.
Die Rechtsprechung definiert den Begriff der „Nutzung zu eigenen Wohnzwecken" wie folgt:
„Danach dient eine Wohnung eigenen Wohnzwecken, wenn sie vom Steuerpflichtigen selbst tatsächlich und auf Dauer angelegt bewohnt wird (BFH vom 28. Mai 2002, IX B 208/01, BFHNV 2002, 1284, m.w.N. auf die Rechtsprechung).
Die Nutzung beginnt dabei mit dem Einzug in eine im Wesentlichen bezugsfertige Wohnung (BFH-Urteile vom 29. November 1988, IX R 91/85, BFHE 155, 334, BStBl. II 1989, 322, und vom 29. Januar 2003 III R 53/00, BFHE 202, 57, BStBl. II 2003, 565). Dem entspricht der Zweck der gesetzlichen Freistellung, die Besteuerung eines Veräußerungsgewinns bei Aufgabe eines Wohnsitzes zu vermeiden (Bundestagsdrucksache 14/265, S. 181 zu Nr. 27, § 23).
Diese Voraussetzungen liegen bei Ihnen vor. Bevor Sie mit der Veräußerung beginnen, empfehle ich Ihnen eine Anfrage beim zuständigen FA zu machen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 22.08.2015 | 12:02

Sehr geehrte Frau Anwältin,

lt. Ihren Ausführungen fällt in meinem Fall beim Verkauf der Eigentumswohnung am Zweitwohnsitz keine Spekulationssteuer an. Ich sollte mich aber sicherheitshalber noch beim FA erkundigen. Weshalb sollte ich das tun, ist die Gesetzeslage doch nicht eindeutig?
Freundliche Grüße.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.08.2015 | 12:17

Sehr geehrter Fragesteller, die Auffassung wird überwiegend vertreten aber nur in de Literatur (=Kommentar zum Gesetz ), aber es gibt keine Entscheidung des Bundesfinanzhofes dazu. Auch das Gesetz definiert den Begriff nicht. Aus diesem Grund kann ich im Rahmen der Beratung keine eindeutige Antwort geben und muss Sie darauf hinweisen. Meiner Meinung nach macht es keinen Unterschied, ob es um Erst oder Zweitsitz geht.
Freundliche Grüße aus München
Zelinskij

Bewertung des Fragestellers 22.08.2015 | 12:25

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