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Wird Betreuungsunterhalt während Elternzeit auf Elterngeld angerechnet?

| 03.07.2008 10:29 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Sehr geehrte Anwältin,
Sehr geehrter Anwalt,

folgender Sachverhalt:

Ich bekomme ein Kind und werde alleinerziehend sein.

Der Vater des Kindes gibt selbst an, dass sich sein Nettoeinkommen über der Düsseldorfer Tabelle bewegt zzgl. Vermögen (Zinseinkünfte und Vermögensgegenstände).

1. Inwieweit wird der mir zustehende Betreuungsunterhalt während der Elternzeit auf mein Einkommen (Elterngeld) angerechnet (bzw. davon abgezogen) - oder erhalte ich den Betreuungsunterhalt zusätzlich zum Elterngeld für 14 Monate?

2. Inwieweit spielt der Kredit des Vaters wegen Wohnungskauf (von ihm selbst bewohnt) für die Berechnung der Unterhaltspflicht (Betreuungsunterhalt als auch Kindesunterhalt) eine Rolle? Werden die Schulden vom Einkommen/Vermögen abgezogen?

Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

Mit freundlichem Gruß

Sehr geehrte Ratsuchende,

die Höhe des Betreuungsunterhaltes richtet sich neben der Leistungsfähigkeit des Vaters, die nach Ihren Ausführungen gegeben ist, nach Ihrem Bedarf. Ist dieser ermittelt, wird darauf der Teil des Elterngeldes, der 300,00 EUR übersteigt, angerechent. Der Unterhalt wird daher nicht auf das Elterngeld angerechnet, sondern das Elterngeld auf Ihren Bedarf.

Somit erhalten Sie grundsätzlich den Unterhalt neben dem Elterngeld.

Die Schuldenbelastung des Vaters wird angerechnet und vermindert sein Einkommen. Zu beachten ist aber, dass im Gegenzug dem Einkommen des Vaters ein Wohnvorteil wieder zugerechnet wird, wenn der Wohnvorteil den Schuldendienst übersteigt.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 03.07.2008 | 12:29

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Bohle,

vielen Dank für ihre Ausführungen.
Diese sind zwar mit relativ einfachen Worten beschrieben, mir aber immernoch etwas zu abstrakt, um mir vorstellen zu können, was finanziell auf mich zukommt.

Wie sähe das denn in Zahlen aus?
Beispiel:
Mutter vorher 2000 € brutto
Elterngeld 1200 €
Differenz (Bedarf) 800 €

Elterngeld minus 300 € = 900 €

... übersteigt den Bedarf, daher kein Betreuungsunterhalt?

Mit freundlichem Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.07.2008 | 13:25

Sehr geehrte Ratsuchende,

Sie haben in Ihrer Rechnung das Elterngeld doppelt berücksichtigt.

Richtigerweise haben Sie von Ihrem Einkommen vor der Geburt ( allerdings muss mit dem Nettoeinkommen gerechnet werden ) das Elterngeld abgezogen. Dieses wir jedoch nicht in voller Höhe, sondern nur in Höhe von 900,00 EUR angerechnet.

Aus dieser Berechnung: Nettoeinkommen abzüglich 900,00 EUR ergibt sich dann der um das Elterngeld bereinigte Bedarf. Sie dürfen dann aber nicht noch einmal das Elterngeld abziehen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Ergänzung vom Anwalt 03.07.2008 | 18:32

Sehr geehrte Ratsuchende,


sicherlich werden Sie sich individuell beraten lassen müssen, da die Erstberatung diese Form so nicht ersetzen kann. Auch sollte dann der genaue Betrag ausgerechnet und der Kindesvater unbedingt in Verzug gesetzt werden, da Sie ansonsten rückwirkend keine Zahlungen werden verlangen können.

Daneben solten Sie auch an die Kosten für die Erstausstattung denken.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

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Leider ist immer nur alles klar und verständlich, wenn es einen nicht selbst betrifft, weil nicht so emotional.
Ich muss mich eingehender beraten lassen.
Trotzdem vielen Dank"
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