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Wir kämpfen um Melissa


| 24.11.2016 01:50 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Ca.2006 hat mein Sohn seine (Ex-)Freundin kennengelernt, ihre uneheliche Tochter Melissa war nicht einmal ein Jahr alt! Wir sind also nicht die Grosseltern, haben die Kleine aber mit aufgezogen und in unser Herz geschlossen!
Nach der Trennung der Freundin von unserem Sohn haben wir die Kleine niemals aufgegeben und sie uns auch nicht(!!). Das Tragische ist. dass sie in ein Heim gegeben wurde (von ihrer Mutter!), obwohl wir Alles für sie tun würden! Mein Stiefsohn ist leider nicht der leibliche Vater. Wir kämpfen also gegen ihre Mutter! Aber Melissa ist mittlerweile 10 Jahre alt und möchte gerne zu uns kommen! Die Umstände im Heim sind für sie alles Andere als gut, bitte helfen Sie uns!!!
Können wir Melissa als unser Mündel beí uns aufnehmen?

Mit freundlichen Grüßen


PS: Sie liebt uns über Alles unde würde sehr gerne zu uns kommen!

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Sehr geehrter Ratsuchender,

ich kann hier Möglichkeiten aufzeigen. Ob sich dieses hingegen umsetzen lassen, hängt von der genauen Kenntnis der Umstände ab.

Da Sie den Begriff " Mündel" verwenden, möchte ich auch zunächst die Vormundschaft ansprechen.

Nachfolgend gebe ich Ihnen wesentliche Teile gesetzlicher Vorschriften wieder, um Ihnen einen Überblick zu verschaffen.


Für minderjährigen Personen kann vom Familiengericht ein Vormund oder auch bei Ehepaaren diese gemeinschaftlich als Vormünder bestellt werden.


Sofern diese Bestellung nicht eingeschränkt wird, hat der Vormund nach § 1793 BGB " das Recht und die Pflicht, für die Person und das Vermögen des Mündels zu sorgen, insbesondere den Mündel zu vertreten."

Ein Vormund kann aber nur dann bestellt werden, wenn

" er nicht unter elterlicher Sorge steht oder wenn die Eltern weder in den die Person noch in den das Vermögen betreffenden Angelegenheiten zur Vertretung des Minderjährigen berechtigt sind. " , § 1773 BGB.

Letzteres ist natürlich zu prüfen. Es ist zu klären, wer derzeit die elterliche Sorge für Melissa hat. Es wird eine Regelung für Melissia geben; diese wird nicht ohne Vertretung sein.

Entweder die Mutter hat noch, wenn auch eingeschränkt, die elterliche Sorge, oder diese ist einer anderen Person oder dem Jugenamt übertragen worden.

Sollte der Mutter die persönliche Sorge entzogen worden sein, wird derzeit wohl, wenn keine anderen Personen vorhanden sind, das Jugendamt als Vormund bestellt worden sein.

Diese Bestellung müsste dann zu Ihren Gunsten abgeändert werden.

Eine andere Möglichkeit ist Übernahme der Pflegschaft für Melissa. Das ist natürlich ein erhebliches "Weniger" als die Vormundschaft, aber dennoch wohl als erfolgsversprechendere Möglichkeit in Betracht zu ziehen.

Damit Ihnen die Pflegschaft überhaupt übertragen werden kann, müssen Sie darlegen können, dass Melissa zum einen bei Ihnen besser aufgehoben ist, als in einem Heim. Sie müssen erklären können, dass es für die Entwicklung von Melisse besser ist, wenn diese bei Ihnen aufwächst.

Weiter müssen Sie auch Ihre Geeignetheit darlegen. Dazu gehört Ihre persönliche und wirtschaftliche Situation und auch die Tatsache, dass Sie in der Lage sind Melisse zu betreuen.

Soweit die möglichen Alternativen.

Was das tatsächliche Vorgehen angeht, müssen Sie mit dem zuständigen Jugendamt in Kontakt treten. Mit diesem sollten Sie die Situation besprechen und wenn möglich auch Vorgehensweisen absprechen. Im Rahmen dieses Gespräches wird dann auch deutlich werden, welche Maßnahme umsetzbar sein kann.

Da ich nach Ihrer Darstellung davon ausgehe, dass Sie regelmäßigen Kontakt zu Melissa haben, werden Sie dem Jugendamt gegenüber schon eigene Kenntniss über die Situation von Melissa darlegen können.

Unter Umständen gelingt es Ihnen auch mit der Heimleitung Kontakt auszunehmen und von dort vielleicht eine positive Einschätzung zu erhalten, mit der Sie dann auch das Jugendamt überzeugen könnten.

Ich gehe vorbehaltlich einer individuellen Prüfung davon aus, dass hier zunächst eine Aufnahme von Melissa bei Ihnen als Pflegeltern in Betracht kommen könnte. Das wird aber nur möglich sein, wenn es dem Wohl von Melisse entspricht. Das müssen Sie darlegen.

Was weiter zu berücksichtigen ist, hängt auch davon ab, wie die derzeitige Vertretung von Melissa geregelt ist.

Sollte das Jugendamt nicht kooperativ sein, werden Sie sich an das Familiengericht wenden müssen. Sie sollten dann aber unbedingt anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Ich wünsche Ihnen und Melissa alles Gute.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle
Bewertung des Fragestellers 28.11.2016 | 09:26


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